Die nächste Etappe unserer Wanderung führte uns auf eine kürzere Strecke, die wir im vergangenen Herbst zum Teil schon einmal im Schnee gegangen waren. Vom Karwendelhaus ging es über den kleinen Ahornboden vorbei an der Ladizalm wieder hinauf zur Falkenhütte.

Der Große und Kleine Ahornboden sind zwei Almböden mit Beständen von einzelnen bis zu 600 Jahre altem knorrigen Bergahorn (Acer pseudoplatanus).
Die Ahornböden wurden über Jahrhunderte in jedem Frühjahr überschwemmt. In Verbindung mit dem mageren Boden der Hochtäler wurden die Tannen und Fichten zurückgedrängt und der Bergahorn hatte eine Chance sich hier anzusiedeln. Als die Bauern ihr Vieh dann im 17. Jahrhundert während des Dreißigjährigen Krieges nicht auf die Almen bringen konnten, entwickelten sich viele größere Ahorn-Bäume, die dort zum Teil heute noch stehen.
Auf karwendel-urlaub.de wird der Große Ahornboden als einer der schönsten Plätze der Alpen bezeichnet. Ich persönlich finde den kleinen Ahornboden viel schöner. Wenn man sich dort etwas Zeit lässt, und eine längere Rast einlegt, dann erschließt sich einem eine ganz besondere Stimmung. Dagegen kommt mir der Große Ahornboden mit der Engalm und der Durchfahrtsstraße doch ziemlich geschäftig vor.
 Ausblick von der Falkenhütte hinüber zum Hohljoch
Ebenso wie das Karwendelhaus erfreut sich auch die Falkenhütte eines regen Publikumsverkehrs. Es macht auch wirklich Spaß sich dort einen Nachmittag aufzuhalten. Wir waren schon früh angekommen, also gab es ein gemütliches Mittagessen vor der Hütte mit Blick auf die Laliderer Wände und hinüber zum Hohljoch. Das Ganze wurde von strahlendem Sonnenschein und dem leisen Bimmeln der Kuhglocken untermalt. Anschließend griffen wir uns zwei der bereit gestellten Alpenvereins-Liegestühle und lümmelten uns etwas auf der Wiese oberhalb der Hütte herum.
 Falkenhütte
Unsere Reservierung für ein Nachtlager in der Falkenhütte war irgendwie ziemlich durcheinander geraten, deshalb hatten wir Gelegenheit sowohl das Nebengebäude (Horst Wels Haus) als auch die Lager im Haupthaus in Augenschein zu nehmen. Deshalb ein Tipp: Wenn ihr dort übernachten wollt, dann versucht ein Lager im Haupthaus zu bekommen. Das neuere Nebengebäude ist im Grunde ein riesiges Lager für knapp einhundert Leute. Da ist garantiert jemand dabei, der laut schnarcht oder oder plötzlich im Traum von der Laliderer Spitze fällt und entsprechend kreischt.
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Bei uns gibt’s heute in Teriyaki-Sauce mariniertes Häbrufi, sagt Mailin.
Ähm, ok, Teriyaki-Sauce kenne ich, aber was ist noch mal Häbrufi?
Die Leute, die sich Sorgen machen, dass die Deutsche Sprache durch zu viele Anglizismen verunstaltet wird, sollten sich mal lieber um chefkoch.de kümmern. Schlimm, was da los ist! Mit diesen Chefköchen kann man ja gar nicht mehr vernünftig reden.
Ist Dein(e) Göga auch schon in die Sprache dieser Subkultur abgerutscht? Ich verstehe zwar selbst auch nur die Hälfte, hier aber für den Anfang mal paar wichtige Vokabeln:
- biba = bis bald
- Burzeltag = Geburtstag
- Göga = Göttergatte/ Göttergattin
- Jawi = ja ich will
- Häbrufi = Hähnchenbrustfilet
- Kapü = Kartoffelpürree
- Kiga = Kindergarten
- Kita = Kindertagesstätte
- Knaggi = Knorr / Maggi
- Lag = Lebensabschnittsgefährte / Lebensabschnittsgefährtin
- Lumatra = Luftmatratze
- Mehl = Mail
- Schwiemu = Schwiegermutter
- Wama = Waschmaschine
Naja uswuswusw.
Für den vierten Tag hatten wir uns ebenfalls eine Strecke von knapp zwanzig Kilometer vorgenommen. Dieses Mal sollte über ein gemütliches Teilstück von Scharnitz, dem “Tor zum Karwendel“, zum Karwendelhaus gehen. Als wir morgens im Risser Hof aufstanden, regnete es allerdings Bindfäden. Nach dem Frühstück klarte es so langsam etwas auf und als wir gepackt hatten empfing uns vor der Tür strahlender Sonnenschein, der den ganzen Tag anhielt.
 Der Karwendelbach
In Scharnitz geht man neben der Touristen-Information einen unscheinbaren Weg in Richtung Osten hinauf. Dieser führt schnell in den Wald oberhalb von Scharnitz. Kurz bevor man die Birzlkapelle erreicht, führt der Pfad auf dem Birzelweg und etwas später auf eine gut ausgebaute Forststraße. Die Forststraße führt in gemütlichen Windungen immer am Karwendelbach entlang über Larchetalm und Angeralm bis hinauf zum Karwendelhaus.
Das einzige Problem auf dieser Forststraße sind die gelegentlich etwas wilden Mountainbikefahrer. Durch den rauschenden Karwendelbach hört man sie oft nicht kommen (Fahradklingeln besitzen sie eher selten). So bleibt einem gelegentlich fast das Herz stehen, wenn man auf abschüssigen Abschnitten plötzlich mit einer Geschwindigkeit überholt wird, die in geschlossenen Ortschaften einen Strafzettel nach sich ziehen würde.
 Karwendelhaus unterhalb des Hochalmkreuz
Von der Angeralm aus kann man dann endlich auch das Karwendelhaus hoch droben unterhalb des Hochalmkreuz erkennen. Erwartungsgemäß wird der Weg hier etwas steiler. Insbesondere das letzte Stück unterhalb der Lochalm ist ziemlich anstrengend.
Im Gegensatz zur Meilerhütte herrscht im Karwendelhaus offenbar ständig reges Treiben. Von hier aus sind zahlreiche Touren und Gipfelbesteigungen möglich. Da das Karvendelhaus relativ leicht mit dem Mountainbike erreichbar ist, zieht es auch eine Menge Tagesbesucher an.
 Blick vom Karwendelhaus hinunter zur Angeralm
Von dort oben aus hat man einen tollen Blick zurück ins Karwendeltal. Auf dem Foto erkennt man weit unten die Angeralm, von der aus wir eineinhalb Stunden vorher zum ersten mal das Karwendelhaus gesehen hatten.
Im Gegensatz zu anderen stark frequentierten Hütten fanden wir das Karwendelhaus recht gemütlich. Dazu tragen nicht zuletzt die netten und hilfsbereiten Angestellten bei. Irgendwie erkennt man ziemlich schnell, ob in so einem Team eine gute Stimmung herrscht, oder ob die Leute nur einfach ihre Arbeitszeit abreißen. Den Leuten im Karwendelhaus scheint die Arbeit jedenfalls Spaß zu machen.
 Trinkstube im Karwendelhaus
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 Ich hatte schon kurz angedeutet, dass sich fast unser ganzer Topinambur und etliche der Sonnenblumen während unseres Urlaubs auf die Seite gelegt haben. Offenbar gab es hier zwischenzeitlich ein paar heftige Böen. Der Topinambur liegt zwar immer noch Kreuz und Quer über den Kartoffeln, er gibt aber noch lange nicht auf. Inzwischen haben alle … [ weiter ]
 Von der Meilerhütte durchs Leutascher Platt
Nach besagtem Sonnenaufgang mit Regenbogen und großem Frühstück in der Meilerhütte ging es am dritten Tag weiter in Richtung Scharnitz. Im Gegensatz zur zweiten Etappe hatten wir uns dieses Mal richtig etwas vorgenommen:
Meilerhütte (2375 Meter) Ahrn (1094 Meter) Hoher Sattel (1493 Meter) Scharnitz (984 Meter)
Laut … [ weiter ]
 Blick auf die Wettersteinwand, ganz rechts das obere Reintal
Bei “Wanderurlaub” liegt bei uns die Betonung auf “Urlaub”. Deshalb hatten wir uns für den zweiten Tag nur das kleine Stückchen vom Schachenhaus hinauf zur Meilerhütte vorgenommen. Das sind zwar nur gut zwei Kilometer, aber es geht auch gut 500 Meter hoch (von 1866 … [ weiter ]
 Um diese Jahreszeit blüht es in den Alpen überall in allen erdenklichen Farben. Das gilt nicht nur für die Almwiesen und -weiden, sondern für jede kleine Ritze, in der sich ein wenig Humus gesammelt hat. Auf dem Schachen scheint die Artenvielfalt noch ausgeprägter zu sein als anderswo. Daran wird wohl auch der Alpengarten seinen … [ weiter ]
 Unseren diesjährigen Wanderurlaub haben wir da begonnen, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben – am Graseck oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. Wer zum ersten Mal hier ist, muss natürlich zunächst ausgiebig die Partnachklamm erkunden. Dafür startet man seine Wanderung am Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. Von dort aus geht es durch die spektakuläre Klamm und weiter an … [ weiter ]
 Ein kleiner Rundgang durch den Garten…
Wir waren ein paar Tage in den Alpen. Echt schockierend, wie der Garten aussieht, wenn man ihn einfach mal knapp zwei Wochen machen lässt, was er will.
In den nächsten Tagen wird es hier wohl erst einmal ein paar Berichte über das Wegräumen von umgefallenen Sonnenblumen, … [ weiter ]
“103P/Hartley 2” ist die Bezeichnung für einen Kometen, der am 15. März 1986 von Malcolm Hartley am australischen Siding-Spring-Observatorium entdeckt wurde. Die Zahl 103 ist einfach nur eine fortlaufende Nummer, interessant ist aber der Buschstabe “P” in der Bezeichnung von Komet Hartley 2. Er bedeutet, dass es sich um einen periodisch wiederkehrenden Kometen handelt. … [ weiter ]
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Willkommen in unserem Garten
Hier geht es um den Anbau von Kräutern, Obst und Gemüse in unserem Garten. Häufig geht es auch um Rezepte für die Verarbeitung der Ernte in unserer Küche. Naja, und wenn uns gerade danach ist, dann geht es hier um Themen, die nicht das Geringste mit Garten oder Küche zu tun haben ;-)
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