Astronomische Ereignisse im Januar 2009

Das wichtigste astronomische Ereignis im Januar 2009 ist aus dem deutschsprachigen Raum leider überhaupt nicht sichtbar. Am 26. Januar wird es im Südatlantik und Indischen Ozean zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis kommen. Wer sich an diesem Tag dort irgendwo auf See, im südlichen Afrika, in Südost-Asien oder Australien herumtreibt, sollte sich unbedingt rechtzeitig auf diese Sonnenfinsternis vorbereiten.

Hier bei uns kommt es am 7. Januar zu einer Bedeckung der Plejaden durch den Mond. Etwa ab 17:30 Uhr beginnt der Mond nach und nach auf einer ziemlich zentralen Bahn das Siebengestirn zu überdecken. Mit dem Online-Rechner von calsky.com kann man sich die genauen Zeiten für den eigenen Standort berechnen lassen. Hier an unserem Standort beginnt die Show genau um 17:27.8 Uhr mit der Bedeckung von Electra (17 Tau, SAO 76131). Übrigens soll das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein auf eine dieser Plejadenbedeckungen zurück gehen.

Jupiter verschwindet im Januar endgültig vom Abendhimmel und taucht dann erst im Februar am Morgenhimmel wieder auf. Dafür steht den ganzen Januar über die strahlend helle Venus am südwestlichen Abendhimmel. Wenn man in etwa weiß, wo sie sich befindet, dann kann man sie sogar sehr leicht am Taghimmel finden. Mit einem guten Fernglas oder einem kleinen Teleskop kann man deutlich erkennen, dass wir zur Zeit “Halbvenus” haben. Sie wird von uns aus gesehen seitlich angestrahlt und ist deshalb ähnlich wie der Mond bei Halbmond nur zur Hälfte sichtbar.

Leider wird auch das Maximum des Meteorstroms der Quadrantiden mit 120 Sternschnuppen pro Stunde in diesem Jahr aus dem deutschsprachigen Raum wohl nicht zu sehen sein. Es fällt nämlich in die Mittagszeit des 3. Januar. Da die Vorausberechnung von Meteorströmen aber immer eine etwas wackelige Sache ist, lohnt es sich möglicherweise trotzdem in der folgenden Nacht einen Abstecher in den Garten zumachen.

Zuletzt noch ein kleiner Ausblick auf den Februar 2009. Wie es im Moment aussieht, könnte der Komet Lulin (C/2007 N3) Ende Februar mit dem bloßen Auge sichtbar werden. Sollten diese Prognosen stimmen, dann müsste er spätestens Anfang Februar auch von ungeübten Beobachtern mit einem Fernglas zu finden sein.

Weblinks:

5 Kommentare zu Astronomische Ereignisse im Januar 2009

  • Ein wichtiges Ereignis fehlt: die Verfinsterung von Epsilon Aurigae 2009 – 2011: http://www.waa.at/hotspots/epsilonaur/epsilonaur-2009-2011.html

  • Naja, ich glaube nicht dass hier viele Leute (mich eingeschlossen) mitlesen, die Helligkeitsunterschiede von wenigen Zehntel Größenklassen pro Woche sauber erkennen können. Trotzdem eine kurze Erklärung, worum es geht: Epsilon Aurigae ist ein etwas mysteriöser Doppelstern (oder Mehrfachstern) im Fuhrmann, dessen Leuchtkraft alle 27 Jahre für zwei Jahre stark abnimmt. Es gibt einige Theorien, woran das liegen könnte, aber nix genaues weiß man nicht. Im Sommer diesen Jahres wird wieder so eine dunkle Phase erwartet. Im Ramen des Internationalen Jahres der Astronomie der UN gibt es eine Initiative zur Beobachtung von Epsilon Aurigae.

  • Wolfgang Wenzel

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag,
    sehr gut.

    Freundliche Grüsse
    Wolfgang

  • Flüge USA

    Ich habe in der Nacht zum 24. Februar versucht den Kometen Lulin zu beobachten. Von ca. 23.30 bis 01.00 Uhr habe ich auf dem Dach unseres Hauses gestanden und gespannt auf den Südhorizont geblickt. In dieser Zeit sollte der Komet seinen höchsten Stand erreichen. Leider habe ich nichts erkennen können. Ich war recht enttäuscht, da ich wirklich gehofft hatte den Kometen sehen zu können. Hat jemand von euch mehr Erfolg gehabt?

  • Maike

    Hey, da haben wir etwas gemeinsam,. Ich hab Lulin auch verfolgt. Wir konnten ihn recht gut sehen. Viele Grüße

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