Die Internationale Gartenschau in Hamburg

Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass wir ein ganz besonderes Interesse an Pflanzen und Gärten haben. Ein Besuch der laufenden Internationalen Gartenschau (IGS) in Hamburg wäre also eigentlich die logische Konsequenz. Trotzdem werden die Organisatoren wohl auf unseren Besuch verzichten müssen.

Die letzte große Gartenschau, die wir besucht haben war die Landesgartenschau in Wismar im Jahr 2002. Ich fand es dort zwar recht nett aber den Eintrittspreis von 7 Euro fand ich für damalige Verhältnisse schon ziemlich happig. In Hamburg kostet der Eintritt für Erwachsene 21 Euro.

Irgendwie verstehe ich nicht, wieso so eine Gartenschau heutzutage 120 Millionen Euro kosten muss. Wieso müssen dafür ganze Kleingartenvereine ihre Parzellen aufgeben, tausende Bäume gefällt und sogar Feuchtwiesen trocken gelegt werden? Geht’s nicht auch mal eine Nummer kleiner? Offenbar nicht, denn der Eintrittspreis für die BUGA 2015 in der Havelregion steht auch schon fest: 20 Euro.

Rhododendron

Ein Blick aus meinen Bürofenster

Naja, wir werden uns die Kosten für die An- und Abreise wohl sparen und unsere 42 Euro dem Bremer Bürgerpark spenden. Und anstatt des entgangenen Ausflugs nach Hamburg geht es ebenfalls nach Bremen, nämlich in den Botanischen Garten im Rhododendron-Park. Dort ist der Eintritt (noch) frei und der Rhododendron-Park ist im Moment sowieso durch nichts anderes zu überbieten. Naja, außer vielleicht durch unseren eigenen Garten ;-)

Weblinks:

7 Kommentare zu Die Internationale Gartenschau in Hamburg

  • In letzter Zeit stoße ich immer mehr auf Unmutsberichte über diese Gartenschau: sei es der Eintrittspreis, sei es die Preise für Essen etc. auf der Schau oder auch die Schau selbst. Scheint gerade nicht besonders gut zu laufen…

  • Ich bin genau Eurer Meinung! 21 Euro sind einfach zu fett – insbesondere, nachdem man die Schau gesehen hat, tun sie weh. Ich hatte mein Ticket zum Geburtstag bekommen und musste sie nicht berappen.

    Falls Ihr dennoch Lust auf ein paar Eindrücke habt, ich habe gestern dazu gepostet:
    http://dagmar-parzelle.blogspot.de/2013/05/igs-hamburg-2013.html

    Viele Grüße aus Berlin
    Dagmar

  • Bezüglich Absatz drei: Ehrlich? Das wird alles gemacht? Wenn ja, gehört so eine Gartenschau absolut boykottiert und zwar nicht wegen des Eintrittspreises!

    • Zu den Fakten: Es gibt eine Anfrage der Linkspartei an den Senat. Die Antwort ist hier dokumentiert (PDF).

      Angeblich wurden 3353 Bäume gefällt. Dabei handelt es sich offenbar nur um Bäume, für die eine Fällgenehmigung eingeholt werden musste (> 25 cm Durchmesser) Aus dem selben Dokument geht hervor, dass mehr als 4 Kilometer Hecken gerodet wurden. Außerdem wurden 2860 Quadratmeter Feuchtwiese trocken gelegt.

      Die Situation bei den Kleingärtnern kann ich von außen nur schwer einschätzen, weil die Planungen da mehrfach geändert wurden. Einige hundert Gärten wurden “umgesiedelt” und weitere wurden in das Gelände integriert. Auch dazu gab es eine Anfrage an den Senat. Die Antworten (PDF) fallen zwar äußerst knapp aus, aber an den Fragen lässt sich erkennen, dass das Chaos wohl ziemlich heftig gewesen sein muss (und immer noch ist).

      • Ganz schön heftig und das alles für eine Gartenschau. Also ganz ehrlich, da verzichte ich lieber auf die Gartenschau und erhalte die Bäume und Feuchtwiesen, Kleingärten und Hecken.

  • Man darf jedoch nicht jede Gartenschau pauschal verurteilen. Oft sind sie auch Anlaß zur Begrünung und Gestaltung von industriellen Brachlandschaften wie bei den sächsischen Gartenschauen in Löbau oder Großenhain beispielsweise.

  • Nächstes Jahr ist ja wieder eine Bundesgartenschau – diesmal in Brandenburg. Mir persönlich ist der Rummel dort aber zu groß. Da gehe ich lieber zu einer der kleineren Landesgartenschauen. Hier habe ich eine Übersicht erstellt, wann die nächsten Termine in 2015 sind http://www.kalender-2015.org/termine-landesgartenschauen-2015/

    Viele Grüße, Thomas

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