Michelles Garten

Uncle Sam says: Garden to cut Food Costs (veröffentlicht im Jahr 1917)

Michelle Obama hat sich mit ihrem neuen Garten richtig etwas vorgenommen. Sie möchte hinter dem Weißen Haus auf 1100 Quadratfuß (335 Quadratmeter) mehr als 50 Arten von Gemüse, Kräutern und Beeren anbauen. Damit tritt sie in die Fußstapfen von Elenor Roosevelt, die dort im zweiten Weltkrieg ihren “Victory Garden” anlegte und damit einen landesweiten Gemüsegärten-Boom auslöste.

In einer medienwirksamen Aktion hat sich Michelle Obama dazu in der letzten Woche Schüler der Bancroft Elementary Schule zur Hilfe geholt. Die kennen sich nämlich in der Materie aus, weil sie an ihrer Schule ebenfalls einen Garten bewirtschaften. Diese Aktion rief ein reges Medieninteresse hervor (Videos siehe unten). Leider finde ich aber nirgends etwas darüber, wie es nach den Abschälen des Rasens weiter gegangen ist. Es ist ja nicht so, dass man einfach die Grasnarbe abhebt und schon hat man einen fertigen Biogarten. Der Rasen hinterm Weißen Haus wurde sicherlich über Jahrzehnte gedüngt und mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Ebenso lange wurde er mit großen Maschinen gepflegt – ganz zu schweigen von den Aufmärschen zur State Arrival Ceremony, dem Präsidenten-Hubschrauber, dem alljährlichen Ostereierrollen und allen möglichen anderen Veranstaltungen. Ich hoffe doch, irgendwer hat den Fünftklässlern von der Bancroft Elementary beim Umgraben der Beete geholfen.

Obwohl die Witzeleien darüber zunehmen, dass Michelle Obama ihr Land auf diese Weise nur ganz sachte auf eine bevorstehende schwere Weltwirtschaftskrise einstimmen möchte, finde ich diese Aktion sehr gelungen. Auch hier bei uns könnte das in einer Zeit, in der Fernsehköche Werbung für Tütensuppen machen, in der Discounter und Fastfoodketten täglich neue Filialen eröffnen, ein kleines Zeichen für einen bewussteren Umgang mit unseren Lebensmitteln sein.

[youtube OSOe4stu2fQ]

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