Rasenpflege in der Wüste

In meinem Feed-Reader tummeln sich so an die hundert Blogs und andere News-Quellen. Das Meiste von dem, was dort täglich so an Neuigkeiten eintrudelt, überfliege ich mehr, als dass ich es wirklich lese. Gibt es allerdings neue Beiträge im Ordner meiner wenigen Lieblingsblogs, dann freue ich mich geradezu, hole ich mir eine Tasse Kaffee, lehne mich zurück und lese.

Eine der Quellen in diesem A-List Ordner ist Hannas Blog This Garden Is Illegal, ein wunderbar geschriebener englischsprachiger Gartenblog. Die Geschichte, die Hanna dort heute zu erzählen hat, lässt einem nun aber wirklich die Haare zu Berge stehen: Betty Perry, eine siebzigjährige Dame aus Orem im US-Bundesstaat Utah hat den Rasen in ihrem Garten nicht gesprengt. Ein Polizist stoppt und will ihr für das vertrocknete Gras ein Knöllchen verpassen, sie weigert sich ihren Namen zu sagen, bei der folgenden Festnahme kommt es zu einem Handgemenge, bei dem die Rentnerin leicht verletzt wird.

So oder so ähnlich war die Geschichte auch hierzulande in verschiedenen Medien zu lesen (zum Beispiel hier bei spiegel.de). Mich persönlich, wie offenbar auch Hanna, interessiert an dieser Geschichte nicht so sehr die Art, wie ein verstörter Polizist (der übrigens anschließend suspendiert wurde) seine Knöllchen verteilt, sondern vielmehr wie eine Gemeinde auf die Idee kommt ihren Bewohnern vorzuschreiben, wann sie ihren Garten zu sprengen haben und sie bei einem Verstoß gegen diese Verordnung (wie hier geschehen) auch noch vor Gericht zerrt. Das Ganze vor dem Hintergrund, dass Orem in der Nähe von Salt Lake City liegt, in einer ausgedehnten Steppenlandschaft, deren Bewohner sich in ständigem Kampf mit Ureinwohnern und Nachbarstaaten um Wasserrechte befinden.

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