Nein Danke!

ATOMKRAFT? NEIN DANKE!Ich bin gegen Atomkraftwerke! Insbesondere bin ich ganz und gar gegen Atomkraftwerke in meiner Nachbarschaft. Sie bergen die latente Gefahr eines richtig heftigen Unfalls, der ganze Landstriche unbewohnbar macht. Sie produzieren hoch gefährlichen Müll der kreuz und quer durch die Republik gekarrt wird, um dann in kartoffelscheunenartigen Hallen “zwischengelagert” zu werden. Und zu allem Überfluss  produzieren sie auch noch Strom, der sündhaft teuer ist – ich erinnere nur an die Schachtanlage Asse.

Das Hauptproblem scheint mir inzwischen aber zu sein, dass sich vernünftige Menschen längst aus der Atomindustrie zurück gezogen haben. Mein Eindruck ist, dass da nur noch Stümper am Werk sind. Nehmen wir mal ein Beispiel:

Die Autobahn A1 führt knapp vier Kilometer an unserem Garten vorbei. Gestern wurde dort von der Bremer Polizei ein Sattelzug gestoppt. Dem Fahrer wurde wegen gravierender Mängel die Weiterfahrt untersagt. Der offene Container zeigte “extrem starke” Durchrostungen an tragenden Bauteilen.

Und was hatte der Mann geladen? Fünfzehn Tonnen Uranhexafluorid!

Hat der sie noch alle? Der fährt mit einer Ladung Uranhexafluorid in einem offenen und dazu noch durchgerosteten Container direkt an unserem Garten vorbei? Haben die jetzt alle komplett ihren Verstand verloren?

Den Container hatte er übrigens im Hamburger Hafen von einem Schiff aus den USA übernommen. Er wollte damit zur westfälischen Urananreicherungsanlage Gronau. Aus dem Uranhexafluorid werden dort Kernbrennstoffe hergestellt.

Na, was rege ich mich auf, immerhin ist das Ganze nach Angaben der Polizei ja nur eine Ordnungswidrigkeit. Ich bleibe trotzdem dabei, ich bin gegen Atomkraftwerke!

5 Kommentare zu Nein Danke!

  • Oh Heiner, das ist ja Wahnsinn! Ich kann’s gar nicht fassen!
    Manchmal frage ich mich, ob sowas Dummheit ist, Schlamperei oder einfach unglaubliche Gier – alte Container lieber weiter verwenden, neue kosten ja was.
    So wie bei uns hier in Ö mit dem “Killerkäse”. War grad meine nette Frühstückslektüre: Behörden wussten wochenlang Bescheid, ehe dann endlich mal der tödliche Käse aus dem Verkehr gezogen wurde. Gier? Bestechung? Schlamperei?
    Am liebsten würde ich jetzt eine Litanei über die verkommene Menschheit loslassen, aber ich spar’s mir. Kostet zuviel Energie;-)
    Liebe Grüße, Margit

  • Gestern Abend dachte ich noch, dass die Sache einfach mal wieder so im Sande verläuft. Heute morgen gibt es aber zumindest ein paar Meldungen in diesem oder jenem größeren Medium.

    Das Blog end of the road beschäftigt sich auch mit dem Thema. Dabei weist es auch auf einen TAZ-Artikel hin, der sich grundsätzlich mit der Thematik Atomtransporte durch Bremen befasst.

  • Der Eindruck, dass sich in der Atomindustrie zunehmend Leute tummeln, deren Qualifikation eher unterdurchschnittlich ist, drängt sich einem wirklich langsam auf. Du nanntest schon die Asse. Ich nenne den Umgang der Verantwortlichen bei Vattenfall mit den Problemen in Krümmel und Brunsbüttel. Dazu gab es einen aufschlussreichen TV-Beitrag auf Phoenix: http://video.google.de/videoplay?docid=677669585116467744#

  • Herr Schmidt

    Hallo
    ATOMKRAFT… nicht schon wieder?
    Wir lernen einfach nichts aus der Vergangenheit.
    Tschernobyl ist ja weit weg und schon lange her.

    MfG Herr Schmidt

  • Wieso muss ich gerade jetzt an Homer Simpson denken?

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