Wasser

Bemüht mal die Suchmaschine eurer Wahl und fragt sie nach “Blog Action Day” wasser.

Heute morgen um halb elf erhalte ich schon ca. 8500 Ergebnisse. Vermutlich werden das im Laufe des Tages noch ein paar mehr werden, denn heute ist wieder einmal Blog Action Day und das Thema lautet “Wasser”. Unser Beitrag dazu soll sich ganz allgemein mit dem Thema “Wasserverbrauch in Deutschland” beschäftigen:

Wasser!

Wasser!

Als ich begann mich in dieses Thema einzulesen, da war ich mir sicher, dass wir alle unseren Wasserverbrauch drastisch einschränken müssen. 128 Liter pro Tag sind einfach zu viel und die Auswirkungen auf die Umwelt sind verheerend. Ganz so einfach ist es aber dann bei näherer Betrachtung wohl doch nicht.

Klar, die Auswirkungen der Wasserentnahme auf die Umwelt können in bestimmten Gebieten sehr gravierend sein. Da unsere Oberflächengewässer vielfach zu belastet sind, müssen tiefe Brunnen gebohrt werden um von dort sauberes Grundwasser an die Oberfläche zu fördern. In einigen Gebieten führt das zu einer starken Absenkung des Grundwasserspiegels. Der niedrigere Grundwasserspiegel kann dann dazu führen, dass ganze Bodenschichten austrocknen und sich mit der Zeit setzen. Die Folge sind nicht selten Setzungsschäden an den darüber stehenden Gebäuden.

Auch das Ökosystem an der Oberfläche kann durch eine Grundwasserabsenkung massiv verändert werden. In einigen Fällen verlieren die Pflanzen völlig den kapillaren Anschluss an das Grundwasser und es kommt an der Oberfläche zu starken Dürreschäden und sogar Waldsterben.

Trotzdem muss man sagen, dass Mitteleuropa nicht unbedingt eine Region ist, die unter Wassermangel zu leiden hat. Die oben beschriebenen Probleme betreffen schlecht geplante Wasserwerke in der Nähe von Metropolen und würden sich vermutlich vermeiden lassen, wenn man etwas mehr nachdenken bzw. weniger auf die Kosten achten würde.

Der Trinkwasserverbrauch ist bei uns aufgrund eines steigenden Umweltbewusstseins (und aufgrund steigender Wasser- und Abwasserpreise) rückläufig. Im Jahr 1990 haben wir noch 147 Liter pro Person und Tag verbraucht, heute sind es nur noch ca. 128 Liter. In einigen Regionen (z.B. Rostock) ist der Wasserverbrauch in dieser Zeit auf ein Viertel des ursprünglichen Wertes zurück gegangen. Dieser Rückgang hat durchaus auch seine negative Folgen:

  • Die Fließgeschwindigkeit in den Abwasserkanälen sinkt und die Verweildauer des Schmutzwassers in den Kanälen steigt.
  • Der Anteil von festen schwimmfähigen Anteilen im Abwasser steigt und deren Abtransport ist durch die geringere Wassermenge eingeschränkt.
  • Durch die geringere Fließgeschwindigkeit bilden sich in den Kanälen Ablagerungen.
  • Durch die längere Verweildauer in den Kanälen und die höheren Schmutzanteile im Abwasser bilden sich schon in den Kanälen Schwefelsäure, Schwefelwasserstoff und andere giftigen Gase.
  • Die Anfälligkeit der Kanäle für Korrosion steigt.

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