Bundesregierung möchte Alleen abholzen

Eigentlich möchte ich ja viel lieber etwas über unseren Garten schreiben. Da sprießt und blüht es nämlich gerade überall wie verrückt. Leider muss ich mich aber noch kurz mit einer höchst absurdistanistischen Richtlinie aus dem Verkehrsministerium beschäftigen.

Das da oben ist die Straße zwischen Otterstedt und Vorwerk. Laut der “Richtlinie für passiven Schutz an Straßen durch Fahrzeug-Rückhaltesysteme” müssen die Bäume da spätestens bei der nächsten Baumaßnahme weg. Diese Richtlinie sieht nämlich vor, dass die Bäume mindestens 7,5 Meter neben der Fahrbahn stehen müssen. Auch wenn man die Geschwindigkeit unter 80 Kilometer pro Stunde begrenzen würde, müssten die Bäume weg. Dann müssen die Bäume nämlich immer noch einen Abstand von 4,5 Meter zur Fahrbahn einhalten.

Laut einem Sprecher der Stadt Buchholz, Heinrich Helms, betrifft die geplante Abholzungsaktion knapp 90000 Bäume. In ganz Deutschland? Nein! Vielleicht in Niedersachsen? Auch nicht! Es handelt sich um 90000 Bäume an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen allein im Landkreis Harburg.

Weblinks:

33 Kommentare zu Bundesregierung möchte Alleen abholzen

  • [...] Bundesregierung möchte Alleen abholzen [...]

  • Frickerpeter

    Traurig Traurig :( Auch bei uns gibt es praktisch keine Alleebäume mehr. Wahrscheinlich aus demselben Grund.

  • Dabei hat die “Unfallforschung der Versicherer” doch sogar sinnvolle Lösungen aufgezeigt – da ist weder von Abholzen noch von größeren Abständen die Rede:
    http://www.udv.de/verkehrsinfrastruktur/verkehrssicherheitsarbeit/unfallgeschehen/baumunfaelle/

    • Jo, insbesondere Geschwindigkeitsbegrenzungen halte ich für sehr sinnvoll. Andererseits muss man seine Geschwindigkeit auch jetzt schon an die Gegebenheiten anpassen. Für tragische Unfälle an Bäumen können alle möglichen Dinge (Geschwindigkeit, Alkohol, technische Defekte usw.) schuld sein, aber die Schuld einem Baum zu geben, der passiv in der Gegend herum steht, ist doch wohl völlig wirr.

  • Darüber habe ich gerade im Permakulturblog auch gelesen. Eine echt dumme Sache, die auch in Österreich schon Anhänger gefunden hat. In unserem Bezirk gibt es schöne Kirschenalleen. Leider krachen da immer wieder Autofahrer dagegen – überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol, leichtsinniges Überholen spielen dabei fast immer eine Rolle. In den Zeitungen ist dann immer von den Bäumen als Mörder die Rede und es gibt schon viele Lokalpolitiker, die sich für das Abholzen der alten Alleen aussprechen. Was für ein Denken!!
    Liebe Grüße, Margit

  • Ehler Schlobohm

    Die Sesselfurzer haben einfach nichts begriffen.Nicht die Bäume sind gefährlich,sondern der Raser.Für mich würde es bedeuten.das ich jeden morgen ca.20 Kilometer blind zur Arbeit fahren müßte,weil die Sonne blendet.Oder will man dem Schwerlastverkehr entgegenkommen,da das Dach der Äste über den Straßen doch ein Hinderniss sein könnte?Aber ich denke,Papier ist geduldig.Den Kommunen fehl das Geld, um den Bauern das Ackerland abzukaufen.

    • Naja, sieh Dir mal den Link auf die “buten un binnen” Sendung von gestern an. Die ersten Straßen wurden schon so behandelt. Da haben sie dann einfach auf einer Seite alle Bäume umgehauen und die Straße um 7,5 Meter versetzt. Ohne diese Maßnahme wäre die Straße nicht erneuert worden.

  • Warum nicht einfach Schilder aufstellen mit der Aufschrift “Bitte nicht gegen die Bäume fahren” (wie es das Verkehrsministerium Brandenburg macht)?

    In Brandenburg gibt es übrigens auch eine Initiative (“Rettet Brandenburgs Alleen”), die sich teils erfolgreich gegen das Abholzen zur Wehr setzen.

  • Jaja, es gibt schon “schöne” Reglementierungen…. Vielleicht sollte man einfach 70km/h an diesen Strecken einführen und alle blitzen, die sich nicht daran halten. Zudem sollte man Tagfahrlicht verpflichtend einführen, damit man leichter sieht, wer einem beispielsweise in einer Allee um die Ecke entgegenfliegt.
    Ist mir bei meiner Sommertour auf Rügen ganz stark aufgefallen. Viele fahren zu schnell, überholen rücksichtslos, haben kein Licht an auf den Alleenstraßen und erwarten dann noch, dass alle anderen sie sehen und Rücksicht nehmen… Die Bäume können nichts dafür, WIR aber schon, und WIR können unser Verhalten so ändern, dass weniger Leben auf Landstraßen gelassen werden.

  • Na, sowas, auch ich wohne im Landkreis Ottersberg und nun erfahre ich hier, vom Alleensterben! Wir sollten uns zusammentun und eine Aktion dagegen starten. Kann man nicht eine Petition oder sowas einreichen?
    Laß uns was tun.

    • Ich sehe das genau so, wenn es hier auch solche Planungen gibt, dann sollte man etwas dagegen tun. Ich werde mich morgen mal bei unserer Kreisverwaltung in Verden erkundigen, ob und wenn ja wo hier solchen Abholzungsaktionen geplant sind. Versuch doch mal heraus zu bekommen, wie es damit bei euch im Kreis Rotenburg aussieht.

    • Ich habe jetzt mal beim “Fachdienst Bauen, Planung und Straßen” des Landkreises Verden und bei der Straßenmeisterei Verden der “Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr” angerufen.

      Der Landkreis Verden plant zur Zeit keine Straßenverbreiterungen oder sonstwie durch die oben genannte Richtlinie begründete Abholzungen. Auch Rückhaltesysteme (Leitplanken) sind zur Zeit nirgends geplant.

      Die Gesprächspartnerin von der Landesbehörde konnte mir auf die Schnelle keine konkreten Auskünfte geben. Sie versprach aber, dieses per Mail nachzuholen.

    • Gerade las ich in der Rundschau, dass im Kreis Rotenburg ab 2013 an zwei Kreisstraßen einseitige Abholzungen geplant sind. Dabei geht es um die Kreisstraßen 148 und 125 von Bremervörde Richtung Minstedt und von dort aus nach Bevern.
      Am 4. März um 9:30 Uhr gibt es im kleinen Sitzungssaal des Kreishauses eine Sitzung des Bauausschusses in dem man sich detailliert mit diesem Thema beschäftigen wird.

    • Jetzt hat auch die zuständige Dame von der Straßenmeisterei Verden der “Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr” geantwortet. Offenbar stehen auch im Bezirk des GB Verden keine Planungen an Bundes- und Landesstraßen an, bei denen aufgrund zu geringer Baumabstände Baumfällungen erforderlich werden.

      In unserer Region beschränken sich diese Fällungsaktionen also momentan auf die Kreisstraßen K148 und K125 im Landkreis Rotenburg.

  • was für eine Sauerei, bin durch Zufall auf den Blog hier gestossen. Ich wohne seit 2 Jahren in MeckPomm und erfreue mich jeden Tag an den Alleen. Sollten sie weggeholzt werden werde ich zum Stier und auch protestieren. Was macht der Natutschutz dagegen.?? der NABU muss dann aktiv werden. warten wir es mal ab, denn MeckPomm hat eh kein Geld . Hoffentlich lieben Gruß Barbara

  • Völlig pervers. Da habt Ihr noch diese schönen Alleen und dann soll alles abgeholzt werden, wegen der Raser. Wir sollten froh sein, dass es so etwas überhaupt noch gibt. Bei uns (NRW) ist schon soviel zerstört. Immer bekommt das Auto Vorrang :-(. VG Brigitta

  • Liane

    Im “Jahr des Baumes” so etwas zu lesen, ist für mich unfassbar.
    Warum werden immer wieder solche Entscheidungen ohne die Bevölkerung geschlossen?!
    Schon als Kind habe ich es geliebt durch eine Allee und die Natur zu fahren. Was für ein Jammer!!!!
    Was kann man nur tun?
    Die Natur ist und bleibt für uns das wichtigste Gut. Wann werden wir das wohl alle begreifen!!!

  • Max

    Die Bäume gehören alle weg.
    Ich war schon an zwei tödlichen Unfällen Ersthelfer und die Leute würden noch leben, wenn da keine Bäume stehen würden. Zu einem Großteil sind die Opfer ja nicht mal schuld. Was ist mit den Beifahren oder nehmen wir an, man muss einem Reh oder entgegen kommenden Auto ausweichen. Diese Leute sterben alle aufgrund der absolut hirnrissigen Alleen.
    Ich bin ein absoluter Naturfreund, aber direkt an der Straße hat die Natur nichts zu suchen. Macht doch einen Spaziergang durch den Wald, da habt ihr mehr Natur. Und diese Natur gilt es zu schützen und nicht künstlich angepflanzte Bäume, die auch überall sonst stehen könnten.
    Wer bei den vielen Kreuzen an den Straßenbäumen nicht gegen eine Abholzung bzw. Umpflanzung ist, gehört auf die Seite von Mördern, denn derjenige, der an der Straße einen Baum pflanzt, nimmt den Tod eines Menschen in Kauf.
    Wenn euer Kind an einem Baum stirbt, dann denkt ihr auch anders oder sagt ihr dann: “So ein Idiot mein Sohn, aber er ist ja selber schuld, dann hat er es auch verdient”???

    • > Wer bei den vielen Kreuzen an den Straßenbäumen
      > nicht gegen eine Abholzung bzw. Umpflanzung ist,
      > gehört auf die Seite von Mördern

      Ich nehme mal an, Du hast etwas eingenommen, das Du nicht vertragen hast. Sei bloß vorsichtig damit, es hat offenbar einen schlechten Einfluss auf Dein Gemüt.

      • Max

        OK, “Mörder” war wohl ein wenig hoch gegriffen, dann sagen wir halt fahrlässige Tötung, auch wenn das natürlich rechtlich nicht der Fall ist.
        Als Beispiel:
        Am 02.01.06 brach in Bad Reichenhall das Dach der Eislaufhalle ein. Die Ursachenforschung ergab, dass der Konstrukteur des Daches die Dachträger wesentlich höher als genehmigt geplant hatte, was zusammen mit einem Berechnungsfehler zum Einsturz führte. Auslöser war zwar der Schnee auf dem Dach, aber der Grund für die Toten war die falsche Konstruktion des Daches. Urteil: Eineinhalb Jahre auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung aufgrund massiver Verletzung der Sorgfaltsplicht. Anders ausgedrückt: Der Ingenieur hat bewusst ein unnötig höheres Risiko in Kauf genommen, dass dann zum Tod von 15 Personen geführt hat, die sonst ziemlich sicher noch leben würden.

        Nun zur Allee:
        Eine Straße in der Nähe meines Heimatortes, die auf 5km durchgehend mit künstlich angelegten Birken bepflanzt ist, hat in den letzten 10 Jahren ebenfalls ca. 15 Menschenleben gekostet, die alle am Baum endeten. Der Straßenkonstrukteur hat somit ähnlich wie der Dachkonstrukteur ein unnötig höheres Risiko in Kauf genommen. Die Auslöser waren hier unterschiedlich. Zu hohe Geschwindigkeit, schlechter Belag, Sekundenschlaf oder auch ein Betrunkener im Gegenverkehr. In den einigen Fällen, konnte der Getötete überhaupt nichts dafür. Der Grund, weshalb diese Leute gestorben sind, war aber jedesmal die Allee, denn sie hatten gar keine andere Chance, als einen Baum zu treffen. Folglich wäre hier das gleiche Urteil angemessen: Fahrlässiger Tötung aufgrund massiver Verletzung der Sorgfaltsplicht.

        Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Sicherheits-Freak. Aber warum noch mehr Tretmienen auslegen und nicht die gefundenen beseitigen?

        Und um auf die Aussage von Mailin mit den Rehen aus dem nächsten Kommentar zurückzukommen: Was kann das Dach dafür, dass Schnee drauf fällt?

        • Max, bei deiner Argumentation gehst Du davon aus, dass Autos mit hohen Geschwindigkeiten gottgegeben und unverzichtbar sind. Dem ist nicht so!

          Wir sind uns natürlich einig, dass jedes Menschleben ein furchtbarer Verlust ist! Verkehrstote gibt es aber nun mal nicht nur an Straßenbäumen. Sieh’ dir zum Beispiel mal diese Seite an. Starben diese 346 brandenburgischen Kinder wirklich alle an einem Straßenbaum?

          Das Problem sind nicht Bäume, sondern Autos und ihre Fahrer!

          Bist Du wirklich sicher, dass es etwas bringen würde, wenn wir nun alle Kreisstraßen zu baumlosen Mini-Autobahnen ausbauen? Und um das Ganze mal auf die Spitze zu treiben – könnte es sein, dass man eine fahrlässige Tötung in Kauf nimmt, wenn man sich überhaupt an das Steuer eines Autos setzt?

          • Max

            Heiner, ich bin sicherlich kein Autofanatiker. Wenns nach mir geht, würd ich alle Autos auf 120 kmh und 65PS beschränken. Ich halte von Rasern und aggressiven, betrunkenen,… Fahrern genauso wenig wie du.
            Autos sind heutzutage sicherlich nicht verzichtbar. Erklär doch mal einem Familienvater, der seine Kinder ernähren muss, dass er ab jetzt 40 km in die Arbeit laufen soll, weil es sonst auch keine öffentliche Anbindung gibt. Es wäre schön, wenns so wäre, aber es geht nicht.
            Auf die Bäume könnte man aber schon verzichten. Die sind auch nicht gottgegeben, die meisten sind künstlich angepflanzt und werden auch heute immer wieder neu angepflanzt. Die stehen an anderer Stelle sicherlich besser. In meinem Garten stehen ungefähr 40 Bäume, die sind da gut aufgehoben.

            Man muss einfach mal sachlich kalkulieren: Welche Risiken entstehen, welche muss ich in Kauf nehmen, welche kann ich ausschalten.
            Alkohol am Steuer ist ein Risiko, also Alkoholverbot. Rasen ist ein Risiko, also Geschwindigkeitsbegrenzung. (Leider passiert das trotzdem noch viel zu häufig, aber da ist sicherlich noch Handlungsraum) Bäume am Straßenrand sind ein Risiko, also Pflanzungsverbot. Es gibt Risikofaktoren, die man in Kauf nehmen muss, dazu gehört das auch das Autofahren ansich, genauso wie Wildwechsel, etc.
            Aber wenn das Autofahren selbst das Problem ist, dann könnte ich doch auch Alkohol am Steuer erlauben. Das würde einigen genauso gefallen wie manche Leute Alleen toll finden. Dann kann ich genauso argumentieren wie du. Nicht der Alkohol ist schuld, sondern das Auto ansich.

            Und es würde sicherlich was bringen. Les dir das mal durch: http://www.wa.de/auto-verkehr/aktuell/allgemein/studie-jeder-fuenfte-verkehrstote-unfaellen-baeumen-auto-zr-559901.html

            Es muss doch einfach nicht sein, dass vorhandene Risiko extra zu erhöhen. Ich stell mich ja auch nicht auf einen Berg und roll große Felsbrocken hinunter und sag den Bergsteigern: “Bergsteigen ist halt ansich gefährlich, aber nicht die Steine sind schuld, sondern ihr seit selbst das Problem.”

  • Max, du schreibst: ” oder nehmen wir an, man muss einem Reh oder entgegen kommenden Auto ausweichen. Diese Leute sterben alle aufgrund der absolut hirnrissigen Alleen.”
    Was kann denn der Baum für Wildwechsel. Meinst du nicht, du solltest auch gleich dafür plädieren, alle Rehe abzuknallen?
    Im Übrigen nimmt jeder Autofahrer automatisch das Risiko in Kauf, einen anderen Menschen zu verletzen. So furchtbar das auch ist, aber davor ist leider niemand geschützt.
    Also am besten verschanzen wir uns alle im Keller.

    • Max

      Mailin, deine Aussage hinkt ein wenig. Wer sagt den, dass der Baum schuld ist? Derjenige, der den Baum dahin pflanzen lässt ist schuld. Wildwechsel ist natürlich leider ein unkontrollierbares Risiko im Verkehr, aber die Gefahr, die von Bäumen ausgeht, die kann man minimieren. Ich meine ja nicht, dass man eine schöne uralte Linde am Straßenrand umhauen muss. Da wäre ich absolut dagegen. Aber diese künstlichen Alleen, die auch heutzutage immer noch neu angepflanzt werden, müssen einfach nicht sein. Dass hat nichts mit Naturschutz zu tun. Diese Bäume könnte man auch wo anders pflanzen. Fakt ist: Unfall auf Allee, weshalb auch immer, bedeutet ziemlich sicher Aufprall gegen Baum, was wiederum sehr wahrscheinlich zum Tod führt. Unfall über Böschung bedeutet vielleicht Überschlag, was sehr wahrscheinlich höchstens ein paar Tage Krankenhaus zur Folge hat. Fahrt mal in andere Länder, zum Beispiel Frankreich, da findet ihr viel weniger Alleen. Denen ist ihr Leben scheinbar wichtiger…

  • Wir sollten uns der Natur in der Geschwindigkeit beim Fahren anpassen – es wird zu viel, viel zu viel für das Auto geopfert.
    Bäume machen das Leben lebenswert, das weiß wohl jeder!

  • Korbi

    Hallo Leute

    In dieser Diskussion muss ich Max in vielen Teilen zustimmen:

    Diskutieren kann man, ob schon vorhandene Bäume weg müssen. Da sollte man mit Augenmaß vorgehen und Streckenführung, Verkehrsaufkommen, Unfallzahlen usw. berücksichtigen.

    Für das Pflanzen NEUER Bäume (z.B. nach Sanierungsmaßnahmen) an einer Straße kann ich aber keinen einzigen guten Grund finden, der das erhöhte Risiko bei Unfällen rechtfertigen würde.

    Viele Grüße

  • Korbi

    Kleiner Nachtrag:

    Ich finde die Argumentationskette pro Allee teilwiese recht merkwürdig:

    “Das Problem sind nicht Bäume, sondern Autos und ihre Fahrer!”
    Also: Autos sind “schlecht” und müssen weg.

    => Ohne Autos sind Straßen (zumindest in ihrer heutigen Form) überflüssig
    => Ohne Straße kann man keine Bäume an den Straßenrand pflanzen.
    => Wieder keine Allee-Bäume

    Mein Lösungsvorschlag:
    Bäume da pflanzen wo sie kein Sicherheitsrisiko darstellen, z.B. an Radwegen, Wanderwegen…, also dort wo keine Autos fahren. Hier lässt sich die Natur meiner Meinung nach eh mehr genießen als durch die Scheibe eines Autos.

    Grüße

    • Es besteht doch eigentlich gar kein Grund meinen Kommentar mutwillig falsch zu verstehen. Ich schrub keineswegs, dass alle Autos weg müssen!

      Und auch beim Pflanzen neuer Alleen kann ich Dir durchaus folgen (obwohl ich die Kosten gewaltig wären – 7 Meter auf beiden Seiten aller Straßen). Ich halte es eben nur für Schwachsinn jetzt mal eben alle Alleen abzuholzen.

      Wie ist das eigentlich mit den ganzen Straßen die durch Wälder führen? Hier in unserer Gegend ist das Tagesordnung. Müssen da überall Schneisen von 7+7+Fahrbahnbreite Metern geschlagen werden. Echt gruselig diese Vorstellung!

  • swetlana

    Ich glaube ihr tickt doch alle nicht mehr richtig! bin gerade total sauer! Ein Baum kann doch nicht wichtiger sein als ein Menschenleben,schämen solltet ihr euch! wenn ihr euer eigenes Kind durch sowas verlieren würdet,dann wollt ihr garnichts mehr,keine Bäume,keine Wiesen,keine Blumen!!!!Ich bin für das Abholzen…weg damit und basta!

    Max,du bist vollkommen im Recht

  • Wolfgang Ahrens

    Leute, die Alleen um die es hier geht sind so alt, daß sie noch vorwiegend Kutschen- und Ochsenfuhrwerkverkehr gesehen haben. Zu den Zeiten gab es durch die Bäume an diesen Landstraßen niemals ein Problem.Sie spendeten Schatten und Windschutz und erleichterten Mensch und Tier so die Überlandfahrten. Heute sind diese historischen Verkehrswege anscheinend für den modernen Autoverkehr gefährlich – aber logischerweise nur deswegen, weil auf Asphalt schneller und dichter gefahren wird als früher, wo es zwischen den Bäumen ohnehin höchstens nur eine Kopfsteingepflasterte Landstraßen gab. Heißt das aber nicht eigentlich, daß – wenn man diese historischen Alleen schon mit Autos befahren darf, will oder muß, sich dieser Verkehr der Allee anzupassen hätte und nicht umgekehrt? Logische Konsequenz wäre damit die risikominimierende Tempobegrenzung, wenn man diese Alleen erhalten will. Aber diese Straßen sind natürlich auch wichtige gewachsenen Verkehrswege mit für die moderne Wirtschaft teilweise überragender Bedeutung, die wahrscheinlich meist das notwendige extreme Tempolimit nicht vertragen. Will man die Alleen also trotzdem so erhalten wie sie sind, muß man parallele moderne Verkehrswege bauen – was bekannt extreme Km-Kosten verursacht. Die Frage lautet also: Wieviel (Steuer-)Geld ist uns eine Allee mit uraltem und eigentlich unersetzlichem Baumbestand wert? Und wäre die Entfernung einer Baumreihe und der Seitwärts-Versatz der Straße nicht ein ebenfalls bereits sehr teurer aber akzeptabler Kompromiß zwischen den Erfordernissen des modernen Verkehrs und denen des Natur- und Landschaftsbildschutzes?

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