Global Garden Report 2010

Global Garden Report 2010

Global Garden Report 2010 von Husqvarna und Gardena

Wenn ich versuchen müsste, die aktuellen Trends in den Blogs unserer Gartenblogliste zu nennen, dann wäre ich schon damit heillos überfordert. Husqvarna und Gardena sind da weit cleverer als ich. Sie legen gleich einen Report für die ganze Welt (PDF) vor. Und das Fazit lautet: Im Garten findet ein Paradigmenwechsel statt. Individualismus ersetzt Konformität.

OK, das gibt das Ergebnis des Reports natürlich nur sehr unvollständig wieder. Wer es etwas genauer wissen will, der muss sich durch die 68 Seiten der englischsprachigen Abhandlung kämpfen. Oder er blättert vor bis auf Seite 50. Dort steht, was die Forscher über deutsche Gärtner herausgefunden haben.

Grob zusammengefasst haben die 118.385 ausgewerteten deutschen Blogposts offenbar folgendes ergeben:

In Germany, the garden is all about getting the most pleasure out of the least effort. Smart gardening is therefore the number one goal for German bloggers.

Auch die detailierteren Ausführungen des Reports kommen mir so vor als hätte ein Amerikaner seine gesammelten Vorurteile über uns Deutsche zu Papier gebracht. Wir schuften den ganzen Tag wie die Blöden, im Garten wollen wir deshalb unsere Ruhe haben. Wir mögen bunte Blumen, aber natürlich muss alles schön ordentlich und geplant aussehen. Und die bunten Blumen dürfen natürlich auch nicht zu viel Arbeit machen. Wir bauen ein paar Tomaten und Küchenkräuter an, weil Tomaten und Küchenkräuter wenig Arbeit machen. Wir lieben Tiere im Garten, aber möglichst nur Katzen und Vögel. Und hey, natürlich stellen wir im Garten Solarleuchten auf, weil wir bis 2020 30 Prozent unserer Energie aus erneuerbaren Energiequellen generieren wollen. Little effort but lots of joy – just the way the German gardener likes it.

Weblinks:

4 Kommentare zu Global Garden Report 2010

  • Sisah

    Dann sind wir die ideale Zielgruppe für den Husqvarnakonzern: Mit Motorsägen, Freischneidern, Rasenmähern und Gartentraktoren von Gardena und Husqvarna können wir ganz leicht unser Ziel erreichen: A garden of joy with little effort!
    LG
    Sisah

  • kirsten

    Hallo!
    Also wenn ich mir die Gärten meiner Eltern und Schwiegereltern angucke, dann könnte das mit dem großen Spaß bei möglichst wenig Aufwand hinkommen. Allerdings sind die auch alle schon etwas älter und gesundheitlich nicht mehr voll einsatzfähig. Sie haben schlicht keine andere Wahl.
    Meine “jungen” Bekannten mit Garten sind meist beide voll berufstätig und wollen eigentlich nur eine große Terasse mit grünem Rand zum Grillen und geselligem Beisammensein. Mehr ist im Großstadt-Randbereich mit einem 200 m² großen Reihenhaus-Grundstück (nicht Garten!) auch gar nicht drin.
    Oder sie haben mehrere Kinder plus gemeinsam 1 bis 1,5 Arbeitsstellen sowie (aus Kostengründen) ein jahrzehntealtes Haus: Die Kinder brauchen Aufmerksamkeit (und Kohle), das Haus muss wieder in Schuss gebracht werden, da bleibt der Garten halt übrig. Der sollte auch deshalb pflegeleicht sein, damit ich eventuelle Schäden durch spielende Kinder leicht beheben und verschmerzen kann (mein Apfelbaum wird frühestens in 10 Jahren wieder Äpfel produzieren, vorher wird er zum Klettern missbraucht).
    Was den Rest angeht: Wenn ich mir so meine jahrzehntealte Nachbarschaft ansehe, könnte da was dran sein.
    Vielleicht sind die Vorurteile ja gar nicht so weit hergeholt, und so leidenschaftliche Gärtner wie Ihr seid einfach die Ausnahme?
    Viele Grüße,
    Kirsten
    P.S.:Ihr habt einen genialen Blog, den ich immer wieder gerne lese!!!

  • Mir ist natürlich klar, dass der überwiegende Teil der deutschen Gärten mit möglichst wenig Aufwand gepflegt wird. Das kann man Leuten, die keine übermäßige Lust auf Gartenarbeit haben, ja auch überhaupt nicht verdenken. Wie Sisah schon sagt, der Report richtet sich wohl vor allem an diese Zielgruppe.

    Wenn ich mir aber die deutsche Garten-Blogosphäre ansehe (die ja in dem Report angeblich ausgewertet wurde), dann ist mir völlig schleierhaft, wie sie zu diesem Ergebnis gekommen sind. Ich bin immer wieder erstaunt, welchen Aufwand viele betreiben und was sie alles für interessante Sachen ausprobieren. “A garden of joy” findet man da überall, aber “with little effort!” doch wohl eher selten.

  • Kirsten

    Wo Du recht hast …. ;-)

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