Verunreinigtes Saatgut

Ohne Gentechnik

Ohne Gentechnik

Dank massiver Proteste darf Saatgut bei uns auch weiterhin keine Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Organismen enthalten und das ist auch richtig so! Bioland und Greenpeace haben mal bei den zuständigen Landesbehörden nachgefragt, was deren Stichproben auf Gentechnik-Verunreinigungen in Mais ergeben haben.

Es wurden 417 Proben von Mais-Saatgut genommen, von denen 7 Prozent mit Gen-Mais verunreinigt waren. Hier in Niedersachsen (wo wirklich extrem viel Mais angebaut wird) gab es 60 Proben, von denen 6 Proben (10 Prozent) verunreinigt waren.

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5 Kommentare zu Verunreinigtes Saatgut

  • > Dank massiver Proteste darf Saatgut bei uns auch weiterhin keine
    > Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Organismen enthalten
    > und das ist auch richtig so!

    Ich verstehe immer nicht, dass es kaum jemanden wirklich stört, wie die Überdüngung das Grundwasser und den Mutterboden zerstört, mit was für Giften man die Felder so alles gegen Schädlinge besprüht, und wie viel davon wir dann noch essen, aber bei ein paar Maiskörnern mit Resistezgenen regt man sich auf. “Ohne Gentechnik” sagt jedenfalls meiner Meinung nach nichts aus, Gentechnik ist nur eine Form des Eingriffs in die Natur, eine von vielen, und vielleicht die Neueste, aber sicherlich nicht die Schlimmste und auch nicht die am wenigsten Sinnvolle.

    Wenn dann schon alles mit richtigem Bio-Siegel, ohne Überzüchtung und Pestizide. Und dann zu einem entsprechenden Preis. Wäre ich sofort dafür.

    Die ganzen Proteste gegen Gentechnik sind reine Panik, und auch wenn ich selbst gegen Gentechnik in der Landwirtschaft bin, Panik ist grundsätzlich kontraproduktiv. Wir wollen mal nicht vergessen, dass Gentechnik (außerhalb der Landwirtschaft) jeden Tag Millionen von Diabetikern hilft.

    Wer wirklich nachhaltig gegen Gentechnik in der Landwirtschaft vorgehen will, der soll den Geldbeutel zücken, aufs Biosiegel achten, und vielleicht auch mal lieber Produkte von Firmen die Gentechnik pushen wollen meiden.

    • Du musst bedenken, dass wir hier in unserem Garten Mais einer alten Sorte anbauen. Auch wenn Du meine Sorgen für reine Panik hälst, bleibe ich dabei – der Gedanke, dass in sieben Prozent der Maisfelder rund um unseren Garten auch GVOs wachsen behagt mir nicht besonders.

      Nur um das noch mal kurz klarzustellen, Mais ist ein Fremdbefruchter. Die Pollen von Mais legen zum Teil große Entfernungen zurück, bis sie auf dem Narbenfaden einer anderen Maispflanze landen. Das Maiskorn, dass daraus entsteht enthält Proteine, die (etwa) zur einer Hälfte von der DNA der Vaterpflanze kodiert werden.

  • Wenn es Mais einer alten Sorte sein soll, wieso bist Du dann nicht auch darüber besorgt, dass die vielen überzüchteten Sorten Dir das kaputtmachen? Und die erzeugten Proteine sind ja zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht “künstlich” in dem Sinne, dass sie nicht sowieso in der Natur vorkämen. Zumindest die kurzfristigen Schäden dürften sich also in Grenzen halten. Also bitte, erstmal tief Metha^H^H^H^H^HLuft holen, und ruhig bleiben. Panik bringt nichts.

    Der große “Super-GAU” den Panikmacher gerne vorpredigen wird nämlich vermutlich erstmal ausbleiben, und in spätestens zwanzig Jahren werden die Leute das merken, und vermutlich wird gentechnisch verändertes Gemüse dann billiger sein und keiner hat mehr Angst davor, und Leute wie Du bleiben auf ihrem Ur-Mais sitzen… Bis sich dann eben das erste Gemüse bildet, das so resistent gezüchtet wurde, dass es große Umweltschäden verursacht, weil man es kaum bekämpfen kann (was mich eher besorgt stimmt).

    Lieber sollte man ein generelles Verständnis dafür entwickeln, dass Eingriffe in die Natur gerechtfertigt sein sollten. Wir hatten schon viele Holzhämmer, von der Monokultur übers Dichlordiphenyltrichlorethan bis zum chemischen Dünger, und jetzt eben die Gentechnik, die versuchen, Probleme die die Natur uns in den Weg legt zu überwinden. Und sie alle hatten nur mäßige Erfolge. Dass es gerade unter diesem Gesichtspunkt eben nicht sinnlos ist, auch alte Sorten zu erhalten, und nicht jede Schwierigkeit die auftritt mit dem Holzhammer zu bekämpfen, und dass gutes Gemüse eben einfach seinen Preis hat, das wird sich nicht ändern, und das sollte man den Leuten beibringen, und das bringt man ihnen eben nicht bei, indem man sich ihre Angst vor dem Fremden ausnutzt.

    • Um ehrlich zu sein verstehe ich nicht ganz, worum es Dir geht.

      Du wirfst den GMO-Gegnern Panikmache vor. Wahrscheinlich ist Dir aber selber klar, dass das kein Argument ist, sondern dümmliche Polemik. Sowas benutzt man, wenn einem nix überzeugendes einfällt. Jetzt also bitte mal Butter bei die Fische:

      Möchtest Du die konventionelle Züchtung von Pflanzen verbieten?
      Möchtest Du Züchtung incl. Gentechnik ganz freigeben?
      Möchtest Du das Saatgutverkehrsgesetzt liberalisieren und GMO-Verunreinugungen zulassen?
      Möchtest Du das Saatgutverkehrsgesetzt verschärfen?

    • Bei den meisten Anträgen zur Freisetzung von Genpflanzen ging es nicht darum Salat billiger zu machen. Es ging darum die Pflanzen gegen bestimmte Spritzmittel resistent zu machen, um noch mehr davon spritzen zu können. Gentechnik vermindert die hemmungslose Spritzerei nicht, sie verstärkt sie!

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