Der morbide Charme des Verfalls

Dem Charme von verlassenen, langsam verfallenden Gebäuden kann ich mich nur schwer entziehen. Es drängen sich sofort Gedanken über die ehemaligen Bewohner und ihre Geschichten auf. Wieso ist das eigentlich bei intakten Gebäuden nicht der Fall?

Dem Kräuterfraala Carola geht es offenbar ähnlich. In einer mehrteiligen Serie berichtet sie über ein verlassenes Dorf im Frankenwald. Daraufhin habe ich mir gestern mal wieder alte Dias von meinen Streifzügen durch verlassene Fabrikgebäude in Berlin oder die verfallende Lockhalle in Göttingen (bevor sie zu einer Mehrzweckhalle renoviert wurde) oder auch verlassenen Scheunen und Ziegeleien in unserer Gegend angesehen. Manchmal fragt man sich da heute, wieso ich bei diesen Exkursionen eigentlich nie einen Helm dabei hatte.

Leider habe ich diese Dias immer noch nicht digitalisiert. Allerdings kann ich mit Fotos von einem kleinen verlassenen Dorf dienen, durch dass wir bei unserer Wanderung im letzten Sommer gekommen sind. Es handelt sich um die Unterberghütten (von Einheimischen gerne Wien-Neustadt genannt) auf dem Weg vom Pfitscherjoch zur Gliederscharte.

Und hier gleich noch ein Foto von meiner herzallerliebsten Mailin auf dem Weg in das Tal des Gliederbachs nachdem wir die Unterberghütten passiert hatten. Da war uns noch nicht wirklich klar, dass unser Tagesziel hinter den Bergen liegt, die da hinten am Horizont zu sehen sind. ;-)

Weblinks:

3 Kommentare zu Der morbide Charme des Verfalls

  • Timo

    Tolle Aufnahmen. Kannst du nochmal genau die Route beschreiben? Ich möchte im Sommer gerne wandern und bin gerade schon dabei mir ein paar Routen auszusuchen. Zu welcher Jahreszeit wart ihr dort? Kannst du sonst eine Pension oder ähnliches in der Umgebung empfehlen?

    • Wenn ich mich nicht täusche habe ich einen GPS-Track von dieser Etappe. Muss ich heute Abend mal nachsehen.

      Eigentlich ist die Etappe im Internet recht gut beschrieben, weil sie Bestandteil des Weges von München nach Venedig ist. Ich glaube es ist Etappe 12 Pfitscherjoch-Pfunders.

      Übernachtet haben wir im Pfitscherjochhaus, da gibt es wohl keine Alternative. (man erkennt es nicht, aber das Pfitscherjochhaus liegt oben auf dem Berg, den man auf dem 2. Foto am Horizont sieht). Vom Pfitscherjoch (Passo di Vizze) sind wir zunächst runter in Richtung Stein. Unten geht es aber nicht weiter in Richtung Stein, sondern man biegt ab in Richtung Hochpfeiler. Wieder hoch bis zu diesen verlassenen Hütten, dann weiter durch das Gliederbachtal (letztes Foto).

      Im Gliederbachtal muss man aufpassen, dass man unterwegs den Gliederbach queren muss. Als wir da durchkamen war gerade die Brücke nach einem Unwetter weggeschwommen und es war etwas schwierig einen guten Übergang zu finden.

      Am Ende des Gliederbachtals geht es dann hoch zur Gliederscharte (ein echt heftiger Aufstieg!). Dort aber tolle Ausblicke auf Weißkarferner und Gliederferner (siehe eins unserer Fotos bei G+). Dann wieder herunter am Grindlersee vorbei zur Oberen Engbergalm und weiter nach Pfunders.

      Leider habe ich vergessen, wie unsere Unterkunft in Pfunders hieß. Werde nachher mal Mailin fragen, jedenfalls war diese Unterkunft etwas ungewöhnlich aber auch äußerst cool.

  • Mailin

    Wir waren im Schneiderhof!

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