Island

Leider ist der Urlaub schon wieder vorbei. Die meiste Zeit sind wir über die Insel gewandert. (Für Eingeweihte: von Gullfoss zum Háifoss dann über die Þjórsá an der Hekla vorbei nach Landmannalaugar und von dort den Laugavegur hinunter bis Þórsmörk.) Aber natürlich haben wir uns auch einige touristische Highlights angesehen. Hier ein paar Eindrücke:

Der Nationalpark um Þingvellir ist eine Grabenbruchzone. Hier  kann man zusehen, wie Amerika und Eurasien langsam auseinander driften. Naja, man könnte es sehen wenn man lange genug hinsieht. Soweit ich mich erinnere beträgt die Geschwindigkeit einige Millimeter pro Jahr. Auf jeden Fall kann man hier aber auf einer Brücke in wenigen Schritten von der eurasischen zur amerikanischen Kontinentalplatte hinübergehen.

Der Große Geysir ist leider nur noch ein Schatten seiner selbst, aber dafür ist der gleich daneben liegenden Strokkur weiterhin ziemlich regelmäßig alle paar Minuten aktiv

In den letzten Wochen habe ich vermutlich mehr Wasserfälle gesehen als alle, die ich vorher gesehen habe. “Ahja, schon wieder ein Wasserfall…” wurde bei uns schnell zum geflügelten Wort. Egal, ein paar davon muss man wirklich gesehen haben, zum Beispiel Gullfoss.

Ahja, schon wieder ein Wasserfall. Háifoss

Die Hekla hat in den letzten tausend Jahren etwa fünf Kubikkilometer Vulkanasche und weitere acht Kubikkilometer Lava auf der Insel verteilt. Kubikkilometer! Und sie ist immer noch aktiv. Im Moment hebt sie sich und sie wird wohl in absehbarer Zeit wieder ausbrechen. Da ich vor der Reise die Eruptionsgeschichte der Hekla in der Wikipedia nachgelesen hatte fand ich die Nacht an ihrem Fuß doch etwas unheimlich.

Seen sind in Island auch nicht besonders selten. Hier zum Beispiel der Frostastaðavatn in der Nähe von Landmannalaugar.

Die Landschaft um Landmannalaugar und der Laugavegur gehört sicherlich zum spektakulärsten, das man auf diesem Planeten überhaupt findet. Aber nach einer längeren Zeit der Ernährung aus dem Rucksack empfindet man auch das Einkaufszentrum (die berühmte Landmannalaugar Mountain Mall) als äußerst eindrucksvoll. Nach der Shoppingtour springt man dann noch kurz in eine der heißen Quellen – Lebensqualität pur!

Oje, schon wieder ein Wasserfall. Skógafoss.

Irgendwer berichtete, dass auf einem ordentlichen Foto vom Skógafoss gefälligst zwei Regenbögen und ein Schaf zu sehen sein müssen. Dafür braucht man strahlenden Sonnenschein, viel Wind und – ein Schaf. Letzteres ließ sich leider nicht überreden vor dem Wasserfall zu posieren.

Und wenn wir schon dabei sind – gleich noch ein Wasserfall. Seljalandsfoss. Die Besonderheit von Seljalandsfoss ist, dass man hinter dem fallenden Wasser hindurch gehen kann.

Das ganze Wasser, dass die vielen Wasserfälle speist kommt zu einem großen Teil aus den Gletschern, die Island bedecken. Skógafoss und Seljalandsfoss liegen zum Beispiel unter dem Eyjafjallajökull.

Die Gletscherlagune Jökulsárlón liegt dagegen unterhalb des Vatnajökull dem größten Gletscher Islands.An einer Gletscherzunge lösen sich kontinuierlich große Eisberge und treiben auf den See hinaus und später durch eine kurze Verbindung weiter in den Atlantik.

Naja und bei einer Islandreise ist natürlich die Hauptstadt Reykjavík gar nicht zu verfehlen. Die Stadt ist sowieso schon auffällig bunt, aber während unseres Urlaubs fand dort das alljährliche Gay-Pride-Festival statt. Da lassen es sich die Isländer nicht nehmen sogar ihre Straßen bunt anzumalen.

Siehe auch:

7 Kommentare zu Island

  • Danke für diesen interessnten Beitrag und die wunderschönen Bilder! Seit Jahren möchte ich nach Island, eure Bilder haben mir jetzt noch mehr Lust darauf gemacht!
    Wie lange seid ihr denn gewandert?
    Liebe Grüße, Margit

    • Bei uns stand Island auch schon länger auf der Wunschliste. Und ich kann es jederzeit empfehlen. Nette Leute, unglaublich abwechslungsreiche Landschaft und im Gegensatz zu vielen Warnungen sehr gutes Wetter. (Beim Wetter muss man wohl etwas Glück haben.)

      Wir sind in den drei Wochen etwa zwei Wochen gewandert. Davon gut eine Woche abseits der Zivilisation und eine knappe Woche auf dem Laugavegur. Dort gibt es dann offizielle Campingmöglichkeiten aber auch kaum Einkaufsmöglichkeiten. Den Rest der Zeit sind wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln herum gefahren (zum Beispiel in den Skaftafell-Nationalpark und zum Jökulsárlón).

  • Also nach Island möchte ich auch unbedingt einmal. Die Landschaft ist einfach genial.

    lg kathrin

  • Schlüsseldienst Mainz

    Wow ist das schön.
    Würde ich das Geld dafür haben würde ich auch ganz gerne mal dort hin, ich liebe ja so Landschaften und sowas.

    Vielen Dank für das teilen der Schönen Bilder.

  • Manfred

    Wir planen in diesem Jahr ebenfalls einen Wanderurlaub auf Island. Dabei würden wir gerne auch das Stück zwischen Gulfoss und Haifoss wandern. Gibt es auf dem Weg Möglichkeiten die Vorräte aufzufüllen? Ist der Weg überhaupt für fortgeschrittene Wanderer gangbar? Sind die Furten gangbar?

    • Ja, der Weg ist für erfahrene Wanderer durchaus zu schaffen.
      Einkaufsmöglichkeiten gibt es unterwegs nicht. Übrigens auch nicht auf dem weiteren Weg nach Landmannalaugar. Man muss also Lebensmittel mitnehmen und auch immer rechtzeitig den Wasservorrat auffüllen.
      Wenn man vorbereitet ist (Wanderstöcke, Neoprensocken) sind auch die Furten gut machbar. Die Strömung war Ende Juli noch recht stark und das Wasser war saukalt. Aber die tiefsten Stellen waren nur gut einen Meter tief.

    • Ach ja, neben ausreichend Wasser und Lebensmittel sollte man auch ein Konzept haben um Handy, GPS usw. zumindest zeitweise betreiben zu können. Wir hatten dafür ein voll geladenes Anker Powerpack mit 16000mAh mit.

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