Giardino di Pojega in Negrar di Valpolicella

Marc fragt in einer Email, ob wir neben dem Giardino Giusti in Verona noch weitere alte Gärten des Veneto empfehlen können. Um es kurz zu sagen, leider nein.

In der Vorbereitung unserer Urlaubsreise hatte ich den Botanischen Garten in Padua erwähnt, der sehr schön sein soll. Wir hatten uns dann aber entschieden, stattdessen einen Tag in der Touristenmetropole Venedig zu verbringen. In Verona wurde uns noch der Parco Giardino Sigurtà empfohlen, ein mehrere Hektar großer parkartiger Garten in der Nähe von Pesciera. Mir ist natürlich klar, welchen Aufwand es bedeutet solche Gärten zu pflegen, uns schien der Eintrittspreis von 9 Euro pro Person für den Parco Sigurtà, dann aber doch etwas happig. Genau aus diesem Grund finde ich auch den Plan der Stadt Bremen so abwegig, einen Zaun um ihren wunderschönen Rhododendronpark zu ziehen und acht oder zehn Euro Eintritt zu verlangen.

Hier noch kurz ein Bericht von unserem Besuch des Giardino di Pojega in Negrar. Ob das eine Empfehlung ist, sei dem Urteil des geneigten Lesers überlassen.

In Verona waren absolut keine Informationen über den Giardino di Pojega zu bekommen (oder wir haben sie nicht gefunden). Also vertrauten wir auf unsere pfadfinderischen Fähigkeiten und machten uns morgens von Veronas Busbahnhof Porta Nuova aus auf in die wenige Kilometer entfernte Kleinstadt Negrar. Negrar ist eine nette kleine Gemeinde im Tal des bekannten Weinanbaugebiets Valpolicella. Da auch dort an der Bushaltestelle keine Hinweisschilder zu finden waren, erklommen einfach mal frohgemut den Berg auf der linken Seite der Landstraße. Wir hätten wohl lieber jemanden fragen sollen, denn nach einer guten halben Stunde fanden wir den Giardino di Pojega – nur leider auf der anderen Seite der Straße ;-)

Giardino di Pojega

Nur damit keine Missverständnisse aufkommen, dieses Bild wurde mit einem Teleobjektiv aufgenommen, der Garten Pojega befindet sich in einer Entfernung von mehreren Kilometern auf der anderen Seite des Tals. Trotzdem kam mir der Garten schon von hier aus sehr viel kleiner vor, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Nachdem wir noch etwas die Aussicht auf das entfernt liegende Verona genossen hatten, ging es also zurück in Richtung des Giardino di Pojega.

Giardino di Pojega

Eigentlich ist man ja als Hobbygärtner recht gut durchtrainiert und wir beide wandern sowieso sehr gerne, trotzdem waren wir bei der Hitze froh, als die Villa Rizzardi nach einiger Zeit in greifbare Nähe gerückt war. Dort angekommen erwartete uns dann aber schon die nächste Überraschung:

Giardino di Pojega

Giardino di Pojega ist für Einzelbesichtigungen nur vom 1. April bis zum 31. Oktober donnerstags und samstags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Bei schlechtem Wetter kann er auch ganz geschlossen bleiben. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, an welchem Wochentag wir in Negrar waren, aber als wir an diesem Schild angekommen waren, war es noch nicht einmal Mittag. Nachdem wir also noch einen Spaziergang um den für seinen Bekanntheitsgrad erstaunlich kleinen Garten gemachten hatten, zogen wir unverrichteter Dinge wieder ab und verteilten den eingesparten Eintrittspreis (7 Euro pro Person) unter den Eisverkäufern des Ortes.

Natürlich verstehe ich sehr gut, dass die Rizzardis keine Lust haben, in ihrem Garten ständig über Besucher zu stolpern. Trotzdem sollten sie dringend an ihrer Informationspolitik arbeiten. Potentiellen Besuchern rate ich, sich etwas besser vorzubereiten, als wir es getan haben. Wer wissen möchte, was man im Giardino di Pojega zu erwarten hat, findet einige nützliche Informationen und Bilder bei derStandard.at.

Siehe auch:

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