Garmisch-Partenkirchen – Partnachklamm – Kälbersteig – Schachenhaus

Unseren diesjährigen Wanderurlaub haben wir da begonnen, wo wir im vergangenen Jahr aufgehört haben – am Graseck oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. Wer zum ersten Mal hier in der Gegend ist, muss natürlich zunächst ausgiebig Garmisch und seine Umgebung erkunden. Im Süden ist ganz besonders die Partnachklamm ist ein lohnendes Ziel. Dafür startet man seine Wanderung am Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen und wandert an der Partnach entlang hinauf zum Eingang der Klamm. Von dort aus geht es etwa 700 Meter durch die enge Schlucht. Nach einiger Zeit mündet von links der Ferchenbach in die Partnach. Am gegenüber liegenden Ufer des Baches befindet sich der etwas unscheinbare (aber gut ausgeschilderte) Einstieg in den Kälbersteig.

Kälbersteig

Kälbersteig

Da wir die Partnachklamm schon mehrfach gesehen hatten, sind wir an unserem ersten Wandertag gleich vom Graseck aus oberhalb der Klamm zur Einmündung des Ferchenbachs gewandert. Der dort beginnende Kälbersteig ist zwar zum Teil recht steil, aber auch für uns Muschelschubser nicht allzu schwer zu bewältigen. Viele der steileren Stellen sind mit holzgesicherten Stufen versehen, wie sie auf dem Foto zu erkennen sind.

Nachdem der Kälbersteig mehrmals die Forststraße gekreuzt hat, mündet er schließlich auf etwa 1.660 m Höhe in den Königsweg. Auf diesem gut ausgebauten Forstweg wurde schon König Ludwig II von Elmau aus zu seinem kleinen Schloss auf dem Schachen kutschiert. Heute dient der Weg offenbar vor allem Mountainbikern um nach einem Abstecher auf den Schachen mit mörderischer Geschwindigkeit zurück ins Tal zu brettern.

Auf dem Königsweg müssen noch weitere 200 Höhenmeter bis hinauf zum Königshaus am Schachen bewältigt werden.  Auf diesem Abschnitt beginnt der Wald sich langsam zu lichten und man bekommt endlich häufiger die Gelegenheit die umliegenden Berge und Täler zu bewundern.

Schachenschloss

Königshaus am Schachen

Das Königshaus am Schachen ist ein hölzernes Gebäude, bei dem die Bezeichnung Schloss etwas in die Irre führt. Ich würde es eher als eine Art königliches Wochenendhaus bezeichnen. Gut, bleiben wir bei der gebräuchlichen Bezeichnung Schachenschloss. Das Schachenschloss wurde in den Jahren 1869 bis 1872 als Jagdschloss erbaut. Der Auftraggeber, König Ludwig der Zweite, nutzte sein Jagdschloss allerdings nicht zur Jagd, sondern er verbrachte dort mehrmals zur Entspannung seinen Namens- und Geburtstag. Noch heute werden deshalb an jedem 25. August (also morgen) auf dem Schachen die sogenannten Ludwigfeuer entzündet.

Schachenhaus

Schachenhaus und Schachenschloss. Im dunstigen Hintergrund das Reintal mit der Partnach und im Tal Garmisch-Partenkirchen

Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Schachenschlosses werden heute als Schachenhaus bezeichnet und dienen als Berghütte. Im Gegensatz zu vielen anderen Berghütten in den deutschen Alpen wird das Schachenhaus nicht vom Deutschen Alpenverein betreut, sondern es gehört der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Eigentlich war für uns aber kein besonderer Unterschied zu den Alpenvereinshütten zu bemerken.

Gerade für uns Freunde der Flora bietet der Schachen ein weiteres Highlight. Etwas unterhalb des Schachenschlosses wurde im Jahr 1900 ein Alpengarten angelegt. Organisatorisch gehört dieser Alpengarten heute zum  Botanischer Garten München-Nymphenburg. Er beherbergt über 1.000 Pflanzenarten aus den verschiedensten Hochgebirgen der Erde. Das erfordert in einem Gartenblog aber natürlich einen eigenen Artikel.

Werder Bremen

Werder Bremen

Ach ja, und dann gibt es da oben auf dem Schachen natürlich noch ein Highlight. Im Tal unterhalb des Schachenhauses haben Generationen von fleißigen Schriftsetzern ihre Erkennungszeichen hinterlassen. Auf dem Foto ist nicht besonders gut zu erkennen, wie groß diese Zeichen aus zusammen gelegten Steinen sind – sie sind riesig! Und eines der größeren zeigt das Logo des SV Werder Bremen.

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