Meilerhütte – Leutasch – Hoher Sattel – Scharnitz

Von der Mailerhütte durchs Bergleintal nach Leutasch

Von der Meilerhütte durchs Leutascher Platt

Nach besagtem Sonnenaufgang mit Regenbogen und großem Frühstück in der Meilerhütte ging es am dritten Tag weiter in Richtung Scharnitz. Im Gegensatz zur zweiten Etappe hatten wir uns dieses Mal richtig etwas vorgenommen:

  • Meilerhütte (2375 Meter)
  • Ahrn (1094 Meter)
  • Hoher Sattel (1493 Meter)
  • Scharnitz (984 Meter)

Laut den Angaben auf via-alpina.org sind das gut 19 Kilometer, wobei 1300 Meter Anstieg und 1750 Meter Abstieg zu bewältigen sind. Via-alpina.org veranschlagt dafür sechs Stunden Gehzeit. Normalerweise kommen diese Angaben für uns recht gut hin, für diese Strecke haben wir allerdings eher acht Stunden gebraucht.

Besonders auf dem ersten Teil der Etappe, auf dem sich der Weg über alpines Gelände zum Teil in engen Serpentinen talwärts schlängelt, sind wir schön vorsichtig gegangen, um auf dem losen Geröll möglichst nicht über Kopf zu gehen.

Außerdem muss man in dieser unwirtlichen Umgebung immer wieder pausieren, um die Aussicht in alle Richtungen zu genießen. Wovon sich die Gämse in der imposanten Mondlandschaft des Leutascher Platt ernähren und wie oft sie zur Fußpflege müssen, kann ich leider nicht im Einzelnen sagen.

Gämse Gämse Gämse

Übrigens heißen Gämse (Rupicapra rupicapra) seit der Rechtschreibreform tatsächlich Gämse und nicht Gemse. Als ich die Fotos mit Namen versehen habe, hatte ich von dieser Tatsache leider noch keine Ahnung.

Die Mustersteinhütte

Mustersteinhütte

Auf etwa 2000 Meter Meereshöhe kommt man an der Mustersteinhütte vorbei. Die freundlichen Besitzer haben dort eine Bank aufgestellt, auf der sich Wanderer etwas von den ersten 375 Metern Abstieg erholen können. Das geübte Auge findet die Hütte unten rechts auf dem Foto. Dieses Foto zeigt die Mustersteinhütte aus einer etwas anderen Perspektive und man muss unter der Wettersteinwand noch etwas intensiver suchen, um sie darauf zu erkennen.

Eigentlich hatten wir den ganzen Urlaub hindurch ziemliches Glück mit dem Wetter – wir haben kaum mal einen Regenguss abbekommen. Allerdings hatte es geregnet, bevor wir das letzte Stück unter den Wänden des Öfelekopfes hinab ins Bergleintal gingen. Der Weg durch niedrigen Wald war dadurch ziemlich glitschig geworden, was uns noch einmal etwas zusätzliche Zeit kostete.

Soweit ich es verstanden habe, sind Lehner und Ahrn Ortsteile von Leutasch. Wenn man von der Meilerhütte in Richtung Scharnitz wandert, dann kommt man also gar nicht direkt durch Leutasch, sondern man geht in Lehner am Lehner Hof vorbei, wendet sich dann nach links in Richtung Ahrn, überquert die Hauptstraße und etwas später das Flüsschen Ache und beginnt dort den Aufstieg auf dem Adlerweg hoch zum Hohen Sattel.

Kurz vor Lehner

Kurz vor Lehner

Man kann mich beim Wandern getrost zu den “Vielfotografierern” zählen. Beim Teilstück Ahrn/Scharnitz ist mir dann aber offenbar doch die Puste ausgegangen. Wie die EXIF-Daten der Fotos aus meiner Kamera beweisen, entstand das letzte Foto dieser Etappe um ca. 15 Uhr irgendwo kurz vor Lehner.

Der folgende Weg durch das Satteltal hoch zum Hohen Sattel ist in keiner Weise unwegsam. Im Gegenteil, es handelt sich um einen gut ausgebauten Forstweg. Aber es geht in sanften Serpentinen kontinuierlich relativ steil aufwärts. Der einzige Trost ist, dass man irgendwann oben ankommt und dass es dann bis Scharnitz ebenso kontinuierlich wieder bergab geht.

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