Scharnitz – Birzlkapelle – Karwendelhaus

Für den vierten Tag hatten wir uns ebenfalls eine Strecke von knapp zwanzig Kilometer vorgenommen. Dieses Mal sollte über ein gemütliches Teilstück von Scharnitz, dem “Tor zum Karwendel“,  zum Karwendelhaus gehen. Als wir morgens im Risser Hof aufstanden, regnete es allerdings Bindfäden. Nach dem Frühstück klarte es so langsam etwas auf und als wir gepackt hatten empfing uns vor der Tür strahlender Sonnenschein, der den ganzen Tag anhielt.

Der Karwendelbach

In Scharnitz geht man neben der Touristen-Information einen unscheinbaren Weg in Richtung Osten hinauf. Dieser führt schnell in den Wald oberhalb von Scharnitz. Kurz bevor man die Birzlkapelle erreicht, führt der Pfad auf dem Birzelweg und etwas später auf eine gut ausgebaute Forststraße.  Die Forststraße führt in gemütlichen Windungen immer am Karwendelbach entlang über Larchetalm und Angeralm bis hinauf zum Karwendelhaus.

Das einzige Problem auf dieser Forststraße sind die gelegentlich etwas wilden Mountainbikefahrer. Durch den rauschenden Karwendelbach hört man sie oft nicht kommen (Fahradklingeln besitzen sie eher selten). So bleibt einem gelegentlich fast das Herz stehen, wenn man auf abschüssigen Abschnitten plötzlich mit einer Geschwindigkeit überholt wird, die in geschlossenen Ortschaften einen Strafzettel nach sich ziehen würde.

Karwendelhaus

Karwendelhaus unterhalb des Hochalmkreuz

Von der Angeralm aus kann man dann endlich auch das Karwendelhaus hoch droben unterhalb des Hochalmkreuz erkennen.  Erwartungsgemäß wird der Weg hier etwas steiler. Insbesondere das letzte Stück unterhalb der Lochalm ist ziemlich anstrengend.

Im Gegensatz zur Meilerhütte herrscht im Karwendelhaus offenbar ständig reges Treiben. Von hier aus sind zahlreiche Touren und Gipfelbesteigungen möglich. Da das Karvendelhaus relativ leicht mit dem Mountainbike erreichbar ist, zieht es auch eine Menge Tagesbesucher an.

Blick vom Karwendelhaus hinunter zur Alm

Blick vom Karwendelhaus hinunter zur Angeralm

Von dort oben aus hat man einen tollen Blick zurück ins Karwendeltal. Auf dem Foto erkennt man weit unten die Angeralm, von der aus wir eineinhalb Stunden vorher zum ersten mal das Karwendelhaus gesehen hatten.

Im Gegensatz zu anderen stark frequentierten Hütten fanden wir das Karwendelhaus recht gemütlich. Dazu tragen nicht zuletzt die netten und hilfsbereiten Angestellten bei. Irgendwie erkennt man ziemlich schnell, ob in so einem Team eine gute Stimmung herrscht, oder ob die Leute nur einfach ihre Arbeitszeit abreißen. Den Leuten im Karwendelhaus scheint die Arbeit jedenfalls Spaß zu machen.

Trinkstube

Trinkstube im Karwendelhaus

Siehe auch:

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5 Kommentare zu Scharnitz – Birzlkapelle – Karwendelhaus

  • Raumsystem-Techniker

    Da kriegt man richtig fernweh. Will dort hin!

  • daniel

    :-) zufälle gibts… wir wandern auch gerade durch die alpen, allerdings an der italienisch-schweizerischen grenze. fotos/artikel folgen. und es ist beruhigend, wenn du / ihr euch auch mal ein paar tage NICHT um euren garten kümmert.

    schönen urlaub noch & viele grüße aus menaggio!

  • daniel

    ?!? nein. das überrascht mich jetzt aber gewaltig. wir sind jetzt 6 tage hier und das wetter ist so etwas von konstant freundlich (ca. 23°C tagsüber). okay, unsere unterkunft liegt nur auf 200 MM, aber auch in den erwanderten höhen von ca. 1.400 bis 1.800 ist hier an der italienisch-schweizerischen grenze nichts zu spüren. also passt schön auf euch auf ;-)

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