Linse

Die Linse ist eine einjährige etwa 40 bis 50 Zentimeter hohe, sich stark verzweigende Pflanze. Die meist vierzehnzähligen Fiederblätter enden in einer Wickelranke. Die Linse bildet im Juni kleine weiße Blüten. Im Spätsommer bilden sich dann kurze Schoten mit jeweils zwei flachen Samen.

Linsen (Lens culinaris) sind eine Art aus der Gattung Lens. Sie gehören zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Ursprünglich stammen die Linsen wahrscheinlich von der wilden Lens orientalis ab.

Ansprüche

Boden und Klima: Die Linse stellt keine besonderen Ansprüche an Boden und Klima. Sie wird in ganz Europa angebaut, bevorzugt aber warme kalkreiche Böden. Der pH-Wert sollte nicht unter 6 liegen. Staunässe und Bodenverdichtungen werden nicht so gut vertragen. Ein warmes trockenes Klima ist günstig. Wenn während der Erntezeit feuchtes Wetter herrscht, dann fallen die Linsen von unten her aus.

Düngung: Die Linse sollte nicht zu stark gedüngt werden, weil sie sonst zu sehr ins Kraut schießt und die Bildung von Samen vernachlässigt.

Da die Linse wie andere Leguminosen (z.B. Erbse, Bohne) mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden kann, sollte insbesondere die Stickstffdüngung nicht zu hoch ausfallen.

Fruchtfolge: Durch ihre Fähigkeit Stickstoff aus der Luft zu binden ist die Linse gute Vorfrucht für nachfolgende Pflanzen.

Die Vorfrucht sollte einen einigermaßen unkrautfreien Boden hinterlassen. Linsen haben durch ihren luftiges Habitus eine geringe Konkurrenzkraft gegen andere pflanzen. Als Vorfrucht gut geeignet sind zum Beispiel Kartoffeln.Linsen sollten nicht nach anderen Leguminosen abgebaut werden, weil auch diese erhöhte Stickstoff-gehalte im Boden hinterlassen.

Die Selbstverträglichkeit der Linse ist gering. Sie sollte nur alle vier Jahre auf dem gleichen Beet angebaut werden.

Aussaat

Linsen werden etwas Mitte April bis Anfang Mai direkt ins Freiland gesät. Da Linsen sehr gerne von Vögeln gefressen werden müssen sie relativ tief (3-5 Zentimeter) abgelegt werden.

Die Saatstärke beträgt etwa 100 Pflanzen pro Quadratmeter (10×10 Zentimeter). Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass es nötig sein kann zwischen den Reihen zu hacken. Andererseits leidet die Standfestigkeit, wenn die Reihen zu weit auseinander stehen. Breitwürfiges sähen ist wegen der geringen Konkurrenzkraft gegen Unkraut nicht so günstig.

Linsen neigen dazu früh umzufallen. Deshalb kann es Sinnvoll sein sie in gemenge mit stabileren pflanzen anzubauen. Dazu eignet sich zum Beispiel Gerste oder hafen. Im Garten können Linsen auch unter Mais, Sonnenblumen usw. angebaut werden.

Pflegemaßnahmen

Wegen der geringen Konkurrenzkraft gegen Unkräuter musse das Saatbeet bei Linsen gut vorhereitet werden. Später ist es nötig die Linsen zu Hacken und zu jäten. Bevor sich der Bestand schließt muss er unkrautfrei sein, weil das Unkraut unter Linsen auch später noch genug Licht bekommt um weiter zuwachsen.

Möglicherweise muss den Linsen eine Rankhilfe angeboten werden.

Krankheiten und Schädlinge

Bei zu enger Fruchtfolge oder bei verdichteten Böden leiden Linsen unter Fußkrankheiten (Grauschimmel, Botrytis). bei feuchter warmer Witterung besteht die Gefahr für Welkekrankheiten. Seltener kommt es auch zu Rost oder mehltau.

Bei zu flacher Saat kann es zu Fraßschäden durch Vögel kommen.

Ernte

Mitte August, sobald die unteren Hülsen braun werden und die Körner darin hart sind, werden die Pflanzen abgemäht und nachgetrocknet. Der eigentliche Drusch der Samen ist aufwändig.

Verwendung, Rezepte

In der Küche werden die getrockneten Samen der Linse oder seltener die Schoten verwendet. Die Körner können zum Beispiel zu Suppen und Eintopf verarbeitet werden. Gelegentlich werdehn sie zu Mehl gemahlen und später zu Linsenbrei (Dal) verarbeitet. Auch der verzehr gekeimter Körner als Keimsprossen ist möglich

Siehe auch:

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