Wenn man Kürbisse kühl und trocken lagert, dann halten sie sich ohne Probleme bis ins Frühjahr. Wenn es dann aber wärmer wird, sollte man sie entweder schleunigst verbrauchen oder man sollte sie für den Sommer einmachen. Es ist also an der Zeit, den großen Milpa-Kürbis zu verarbeiten, der bis jetzt zur Dekoration in unserem Treppenhaus lag.
An “verbrauchen” ist bei dem Teil allerdings nicht im Traum zu denken. Es handelt sich um einen “Big Max”, der gut und gerne 25 Kilo auf die Waage bringt. Wir haben uns deshalb entschieden, die Hälfte davon einzufrieren. Die andere Hälfte soll eingekocht werden.
Bevor das Einkochen bzw. Einfrieren beginnen kann, muss der Kürbis natürlich erst einmal geschält und zerkleinert werden. Wir haben ihn dafür zunächst gevierteilt. Bei so einem großen reifen Kürbis braucht man dafür ein Messer mit stabiler und äußerst scharfer Klinge!
Nachdem die “Innereien” großzügig entfernt (und die Kerne schön säuberlich zum Trocknen zur Seite gelegt) waren, haben wir den Kürbis in kleinere Streifen zerteilt. Die Streifen ließen sich anschließend erstaunlich gut mit einem einfachen Sparschäler schälen.
Wahrscheinlich hätte man die Kürbisstreifen nun auch leicht weiter mit dem Messer zerkleinern können. Wir haben sie lieber mit der groben Schnitzelscheibe im Schnitzler der Küchenmaschine bearbeitet. Das Ergebnis waren etwa vierzehn Kilogramm grob geschnitzelter Kürbis – keine Ahnung wann wir das alles essen sollen.
Das Einfrieren von Kürbis ist völlig problemlos. Die Schnitzel werden einfach portionsweise in einen Gefrierbeutel gegeben, die Luft wird heraus gedrückt, der Beutel wird fest verschlossen und ab damit in den Gefrierschrank. Wir machen das schon jahrelang so und haben damit gute Erfahrungen gemacht.
Mit dem Einkochen von Kürbis haben wir bisher keine Erfahrung. Wir haben uns dafür entschieden, eine einfache Kürbissuppe zu kochen und die dann einzukochen. Sicherheitshalber haben wir darauf verzichtet, Milch oder Sahne in die Suppe zu geben. Falls gewünscht kann man die beim Aufwärmen noch dazu geben. Mit dem Würzen haben wir uns auch etwas zurück gehalten. Wir haben die Suppe erst einmal nur mit unserem selbst gemachten Suppengewürz und etwas Pfeffer gewürzt. So können wir die Suppe nach dem Auftauen noch etwas mit weiteren Gewürzen aufpeppen und müssen nicht das ganze Jahr über die gleiche Variante essen.
Nach Rücksprache mit dem Weck-Einkochbuch, in dem auch ein paar Rezepte für Suppen enthalten sind, haben wir uns dafür entschieden, unsere Kürbissuppe eine Stunde lang bei 100 Grad einzukochen. Bis jetzt sind noch alle Gläser dicht, hoffen wir, dass es so bleibt ;-)
Siehe auch:
- Milpa (Indianerbeet)
- Halloween-Kürbisse ernten
- Halloween Kürbis-Kuchen
- Einkochen: Einkochgläser, Gummiringe, Einkochtopf und mehr
Werbung:











Sieht ein bisschen aus wie ein Schlachtfest ;-). Aber vielen Dank für die Tipps. Wir wollen in diesem Jahr mehr Kürbisse anbauen und wenn es uns gelingt die vor den Schnecken zu retten, dann können wir diese Anleitung sehr gut gebrauchen. VG brigitta
Da ich ein großer Kürbisfan bin, freue ich mich immer darauf ein bisschen Kürbis zu haben, auch wenn grade nicht Saison ist.
Bis jetzt haben ich immer ziemlich viel Marmelade und Suppe gekocht, die ich dann auch eingefroren habe. Das nächste mal werde ich es auch mit dem einkochen probieren.
Vielleicht ist hier das ein oder andere Rezept dabei, dass gefällt :)
http://hammerl.wordpress.com/2011/10/01/jetzt-wird%E2%80%99s-orange/
Interessante Rezepte, vielleicht probieren wir demnächst mal etwas davon. Kürbis ist ja sowieso äußerst vielseitig einsetzbar. Wir machen zum Beispiel auch gelegentlich Kürbis-Spätzle oder Kürbisbrot