Mais vorziehen

Die letzte Samenlieferung des Jahres

Gerade kam ein kleines Tütchen mit der letzten Samenlieferung dieses Jahres bei uns an – Mais Saatgut der Sorten Rainbow Inka und Golden Bantam und weil ich gerade dabei war zu bestellen zusätzlich auch noch ein Tütchen Schwarzer Winterrettich (Raphanus sativus).

Die Lieferung wurde auch langsam Zeit, denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren möchten wir den Mais in diesem Jahr schon etwas im Haus vorziehen – damit sollte man jetzt so langsam beginnen.

Note to self: Saatgut in Zukunft nicht zu spät bestellen! Im Frühjahr sind nämlich auch die Samenhändler ziemlich im Stress und da kann es schon mal etwas dauern, bis das Saatgut da ist. Nebenbei bemerkt hatte die Firma Dreschflegel schon auf ihrer Webseite darauf hingewiesen, dass die Lieferung im Frühjahr 14 Tage dauern kann. Nach meiner Bestellung kam dazu noch eine sehr nette Mail mit dem gleichen Hinweis. Am Lieferanten lag es also nicht, diesen Schuh muss ich mir wohl ganz alleine anziehen.

Mais vorziehen

OK, wie zieht man Mais vor? Eigentlich kein Problem, man setzt die Körner in feuchte Anzuchterde und stellt sie an einen frostfreien und nicht zu kalten Ort. Die minimale Keimtemperatur vom Mais liegt zwischen 10 und 13 Grad Celsius, das Optimum liegt bei ca. 20 Grad. Die Saattiefe soll bei Mais etwa 3-4 Zentimeter betragen.

Nach etwas Recherche im Internet bin ich noch auf eine Besonderheit gestoßen: Mais bildet schon früh eine lange Pfahlwurzel. Man sollte also versuchen hohe Anzuchtgefäße auszuwählen. Unter anderem wurde angeregt, die Pflanzen in aufgeschnittenen Milch-Tetrapacks vorzuziehen. Da wir überhaupt keine Milch aus Tetrapacks kaufen, müssen sich unsere Maispflanzen mit normalen Blumentöpfen begnügen. Die zum Teil 40 Zentimeter lange Pfahlwurzel soll dann angeblich am Boden des Anzuchtgefäßes Schleifen bilden, die aber vor dem Auspflanzen abgewickelt werden können.

Einer meiner alten Anzucht-Tricks ist es, die Samen vor dem Aussähen ein paar Stunden lang in klarem handwarmen Wasser zu baden. Ich habe zwar nirgends gelesen, dass Mais dadurch schneller keimt, aber es hat auch niemand davor gewarnt. Also werde ich diese bewährte Methode auch bei unseren beiden Maissorten anwenden.

6 Kommentare zu Mais vorziehen

  • PruttySat

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  • Uns scheint, oft wird viel zu viel Wirbel um Feinheiten gemacht. Der Bauer, bei dem wir die meisten unserer Gemuesepflanzen kaufen, macht sich da gar keine Gedanken drum. Mais gibt es dort in ganz normalen Erdblocks, vielleicht 4 bis 5 Zentimeter Kantenlaenge und der Mais ist teilweise schon 20 Zentimeter hoch wenn er angeboten wird. Im Vergleich zu den selbstgesaeeten liegen diese, trotz des kleinen Ballens weit im Vorteil. Und unterhaelt man sich mit dem Bauern, dann hat er in den meisten Faellen noch nie etwas von solchen Feinheiten gehoert, ja lacht sogar darueber. Und die Familie betreibt ihr Geschaeft schon einige Jahrzehnte.

    Das Gleiche gilt auch fuer viele andere kleine Tips, die wir so im Laufe der Zeit gehoert haben.
    Verschiedene Kohlkopfarten nicht auf einem Beet, Rote Bete nicht vorziehen zu Beispiel fallen uns da ein. Mischkultur ist fuer ihn ein Fremdwort.

    Im Laufe der Zeit haben wir so ziemlich alles was dort angeboten wird einmal getestet, und durchweg positive Erfahrungen gemacht.

    All diese Tips moegen durchaus ihre Berechtigung haben. Der Nutzen dabei scheint uns jedoch nur gering. Diejenigen, die ihr Geld mit dem Anbau von Gemuese verdienen muessen, haben nicht die Zeit sich mit solchen Kleinigkeiten zu befassen. Zum Wurzelabwickeln bleibt bestimmt wenig Zeit. :)

    Ist alles eine Frage von Aufwand und Nutzen. Sicher kann man zum Beispiel den Geschmack von Tomaten mit entsprechend beigepflanzten Basilikum (Wenn ich mich recht erinnere) beeinflussen. Waere der Einfluss so signifikant, dann wuerde es auch im Erwerbsanbau so gehandhabt.

    Wuerde uns ja doch interessieren, ob ein messbar besserer Erfolg mit Tetrapacks zu erzielen ist. Wir koennen euch einige schicken. Berufsbedingt haben wir tausende davon.

  • Oh, danke für das Tetrapack-Angebot ;-) Nein, der Mais steht schon fertig ausgesät im Gartenhaus. Zwei Körner habe ich in einen altem recht hohen Stachelbeer-Topf gesteckt, da hat die Wurzel gut zwanzig Zentimeter Platz nach unten. Mal sehen, was draus wird.

    Ich bin ehrlich gesagt bei vielen Tipps auch eher skeptisch (bei mir sind es oft die etwas esoterisch angehauchten Tipps), allerdings würde ich Mais nur sehr ungerne die Pfahlwurzel abschneiden. Ich hoffe einfach mal, dass wir den Mais auspflanzen können, bevor sie 40 Zentimeter lang sind ;-)

  • Marlin

    Hallo ich bin Marlin B. und bin 12 jahre und möchte gerne ein kleiner landwirt sein und die sachen mit dem mais haben mir sehr geholfen :DANKE

  • Ich habe mal ein kleines Experiment zum Thema Vorquellen gemacht. Vielleicht ist es ja aufschlussreich :-)

    http://burlis-gartenblog.blogspot.de/2013/03/mais-anzucht-vorquellen-ja-oder-nein.html

  • Tünde Korcz

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wir sind bei lila- Maisanbau in Ungarn tätig – bei einer typisch ungarischen Art, was heißt: „Pferdezahnmais“. (Die Maiskörner sind ähnlich zu den Pferdzähnen; lang, in der Mitte eng, und oben verbeult – davon stammt der Name).

    Es ist nicht-hybrid, frei blühende Sorte, die Samen können wieder gesät werden. Nicht empfindlich für das Boden, wächst auf schwachem Boden auch gut. Der Anbau ist ähnlich zu anderen Sorten. Saatgutbedarf / ha ist: 25 kg.

    In Bezug auf biologische Komponenten, lila Maiskörner sind wertvoller, als die gemeinsamen weiße und gelbe Sorten; hat extra großer Gehalt an Antioxidantien, und Karotin; für Geflügelfutter ist es ausgezeichnet. Die Eierschalen und Dotter werden eine sehr schöne gelbe Farbe bekommen. Als Futtermittel braucht man zur Mischung mindestens 10 % davon (wegen Karotingehalt braucht man nicht mehr).

    Daneben ist es von Anglern ein sehr beliebter Fischköder.

    Von Trockenblumenhändlern wird es auch gerne verwändet, als Dekor ist es auch spektakulär.

    In 2014 rechnen wir ca. mit 2 Tonnen Samen, in der Zukunft sind wir aber daran, alle Ansprüche zu erfüllen, sollte es auch Saatgut, Futterzwecke, oder Fischköder zu sein. Wir verkaufen in alle EU-Ländern.

    Sollten Sie Interesse haben, nehmen Sie bitte den Kontakt mit uns auf, unsere Erreichbarkeiten sind:

    lofogu.kukorica@gmail.hu

    Handy: +36 70 327 4652

    Fr. Tünde Korcz

    HU-7400 Kaposvár

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