Rote Bete einkochen

Die Rote Bete im Garten standen schon etwas eng, deshalb haben wir die Reihen am Wochenende etwas gelichtet und unsere erste Einkoch-Aktion des Jahres gemacht. Es gibt natürlich die unterschiedlichsten Einkochrezepte für Rote Bete, da ich aber mit Abstand der Hauptabnehmer (vorwiegend in Form von Labskaus) bin, habe ich mich in diesem Jahr für die süß/saure Variante entschieden.

Rote Bete süß/sauer einkochen

Zutaten (für 5 Weckgläser à 0,75 Liter):

Eingekochte Rote Bete

Eingekochte Rote Bete

  • 2,5 Kilogramm Rote Bete
  • 2 Zwiebeln
  • 500 Gramm Zucker
  • 300 Milliliter Essigessenz verdünnt mit  3 Liter Wasser
  • 3 Teelöffel Senfkörner
  • etwa 5 Lorbeerblätter
  • Pfefferkörner

Schon beim Ernten werden die Blätter der Rote Bete abgedreht. Wenn man die Blätter abschneidet, dann bluten die Rote Bete schon frühzeitig aus, deshalb ist es günstiger sie abzudrehen. Anschließend werden die Rote Bete gewaschen und für etwa 20 Minuten weich gekocht. Nach dem Abschrecken kann man die feste Haut der Rote Bete leicht abziehen (sie rutscht dann fast von selbst von der Rübe).

Während die Rote Bete kochen kann man schon die Zucker/Essig Lösung vorbereiten. Dazu werden zunächst 300 Milliliter Essigessenz und 500 Gramm Zucker in drei Liter Wasser gegeben. Anschließend wird die Lösung nach Geschmack gewürzt. Wir haben dieses Mal Zwiebeln, Senfkörner, Pfefferkörner und Lorbeerblätter genommen. Andere verwenden zusätzlich auch Koriander, Ingwer oder Meerrettich. Nun wird diese Lösung zum Kochen gebracht.

Nachdem die Haut der Rote Bete abgezogen ist, werden die Rüben in dünne Scheiben geschnitten und dann mit der kochenden Zucker/Essig Lösung übergossen. Man kann die Rote Bete nun sofort mit den Gewürzen einkochen, oder das Ganze bis zum nächsten Tag ziehen lassen und dann ohne die Gewürze einkochen. Wir bevorzugen die zweite Variante. Dazu werden die Rote Bete Scheiben bis zum Rand in die Gläser geschichtet und die Zwischenräume dann mit der Zucker/Essig Lösung aufgefüllt. Anschließend werden sie mit Gummiring, Glasdeckel und Klammern verschlossen und bei 100 Grad 30 Minuten lang im Einkochtopf eingekocht.

Siehe auch:

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20 Kommentare zu Rote Bete einkochen

  • Rote Beete hilft ja bei Blasenentzündung. Die hatte ich oft während ich mit meinem Ex Freund zusammen war.
    Liebe Grüsse
    Tamara von BONZ bloggt

  • Das ist ja komisch, seit Du nicht mehr mit Deinem Ex-Freund zusammen bist, hast Du keine Rote Bete mehr? Oder hast Du jetzt Rote Bete und deshalb keine Blasenentzündung mehr…

  • Sisah

    Es muss heißen ” seit der Freund weg ist, braucht sie keine roten Bete mehr”….Das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen…..;-)
    Euer Labskausrezept kommt dann aber bitte auch noch.
    Ich bin auch ein Rote Bete-Fan, habe auch zum ersten Mals welche auf dem Hochbeet angebaut, allerdings die Variation der “Gelben Bete”, bin gespannt, ob die genauso schmecken wie die roten!
    LG
    Sisah

  • Jups, hatte ich schon kapiert, ich fand’s nur etwas – wie soll ich sagen – unschön für den Ex-Freund, wenn diese Zusammenhänge hier in aller Ausführlichkeit diskutiert werden. Der arme Kerl findet doch sonst nie wieder eine Freundin. ;-)

    Das Labskausrezept muss noch etwas warten. Das gibt es bei uns nur, wenn ich Strohwitwer bin. Mailin hasst Labskaus! Übrigens gibt es hier Milchreis nur wenn Mailin Strohwitwe ist.

  • Na endlich mal etwas, das ich nicht sofort nachkochen will ;-) Ich hasse Rote Rüben, wie die roten Kugeln bei uns hier heißen. Einzig die Blätter liebe ich im Salat. Derentwegen hatte ich im letzten Jahr sogar einige von den sonderbar schmeckenden Dingern gepflanzt. Aber die eigentiche Ernte habe ich dann lieber einer Freundin überlassen.
    Liebe Grüße, Margit

  • Brigitte

    Es gibt tatsächlich noch Leute die Gemüse einkochen. Dummerweise habe ich meine Weckgläser Ende des vorigen Jahrtausends weggegeben. Wie sich die Zeiten doch ändern, jetzt hätte ich sie gerne wieder zurück.

  • Dass wir diese modernen Gläser mit den eingesunkenen Deckeln benutzen liegt nicht daran, dass wir so übermäßig fortschrittsgläubig sind. Meine Mutter hat (etwa zur selben Zeit wie Du) mal den Keller aufgeräumt und dabei höchstwahrscheinlich einen halben Glascontainer Weckgläser entsorgt. Zum Glück ist wenigstens das Einkochgerät erhalten geblieben.

  • Brigitte

    Ich glaube ich werde mich auch mal wieder mit einkochen beschäftigen. Was hat das mit den eingesunkenen Deckeln auf sich? Was muss man beachten, wenn man neue Gläser kaufen will?

  • Früher wurden die Glasdeckel ja über das Glas gestülpt. Heute versinken sie sozusagen im Glas (Ich muss davon mal ein Foto machen). Der Sinn des Ganzen ist, dass sich im Glas möglichst wenig Luft befinden soll, was mit den alten Deckeln schwierig hinzubekommen war.

    Nachtrag: Hier habe ich jetzt noch etwas nehr zu Gläsern etc.geschrieben.

  • Antje

    Also zu den roten Rübchen. Ich bin eben dabei welche einzukochen. Ich selbst esse keine. Aber mein Mann liebt dieses Zeug.
    Also bin ich durch vieles Suchen auf eurer Website gelangt und habe mir dieses Rezept gepickt und ich werde euch auf alle Fälle informieren, wenn es etwas eworden ist.

    PS: Eure Seite ist super. Finde ich schön, da ein eigener Garten in der heutigen Zeit ungemein zur Entspannung beiträgt. Ich lass da gern mal die Seele baumeln, wenn es meine Zeit zulässt. Tschüssi!

  • Johanna

    Werde jetzt gleich mal an die Arbeit gehen und meine geernteten Rote Beete nach Rezept einmachen. Was die Einmachglaeser betrifft, so koennte ich jede Menge verschenken. Habe den Keller meiner Mutter aufgeraumt (Stuttgarter Gegend) und dabei unzaehlig viele gefunden.

  • Anchen

    Rote Bete in dem Heina,schmeck der Heina gleich viel feiner.Hi HI
    Ich esse gern Rote Bete,auch deren Blätter.
    Am besten schmeckt Sie aber zu Königsberger Möpsen.

  • Bine

    Dank meiner lieben ersten Schwiegermutter habe ich die Leidenschaft für`s Einkochen endeckt, bei uns wird alles mögliche in Gläser eingekocht. Heute allerdings das erste Mal Rote Bete, die gab es früher nur meinem Schwiegervater zuliebe. Bin selber nicht unbedingt ein Rote Bete Fan, aber meine Große hat wohl die Liebe zu diesen Knollen vom Opa geerbt und nun habe ich dieses Jahr das erste Mal selber welche in meinem Garten angebaut. Gläser sammle ich das ganze Jahr über und es gibt da immer auch nette Bekannte oder Verwandte, die dann ihre Gläser für mich aufheben. Ein großteil Einweck-Gläser habe ich vor ewig langer Zeit dann mal von meiner Oma geerbt, bin in unserer Familie die einzigste, welche sich die Mühe mit dieser Art von Vorratshaltung macht, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass meine zwei Töchter das später auch gern mal machen werden.
    Ich selber liebe das Einkochen und freue mich immer über meine gut gefüllten Kellerregale.

  • Helga

    Hi, hi, interessante Kommentare;-)

    Ich nehme immer Gläser mit Twist-off Deckeln.
    Gerade bei Sauergemüse gieße ich meist den kochenden Sud in die Gläser, drehe die Deckel fest zu, bevor ich sie – wie bei Marmelade – für eine Viertelstunde auf den Kopf stelle.(Nein, nicht auf meinen!!!)
    Im kühlen Keller hält es sich so mindestens ein Jahr.

    • Auf meinen aber auch nicht ;-)

      Wenn Du auch so ein “auf den Kopf Steller” bist, dann kennst Du sicher auch die andere Seite der Medaille. Man dreht also den Deckel schön fest zu, dann stellt man das Glas auf irgend einen Kopf und noch bevor man das freundliche schpöff richtig wahr genommen hat, tänzelt man schon zum Wasserhahn, um sich die verbrühten Finger zu kühlen.

      Also Vorsicht – dieses Umdrehen der Gläser verhindert äußerst effektiv das Eindringen von Luft. Die sich erwärmende Luft im Glas will aber unbedingt raus. Deshalb sollte man nur Gläser umdrehen, die ganz bis unter den Rand befüllt sind!

  • Helga

    Stimmt, deshalb habe ich dabei immer Topfhandschuhe an ;-)

    Außerdem sollten Neulinge, die diese Variante ausprobieren wollen, tunlichst ein feuchtes Geschirrtuch auf die Ablagefläche der Spüle legen, bevor sie darauf die Gläser befüllen. Dies verhindert das Platzen derselben.
    Falls ein Glas nicht mehr ganz einwandfrei ist, was man nicht unbedingt sehen kann und doch zerplatzt, versaut man dann wenigstens nicht die ganze Küche!

  • Marlene

    Hallo, bin ob der verschiedenen Möglichkeiten, Rote Bete einzukochen, etwas irritiert, da manche Leute die “Knolle” 30 Min. oder sogar 1 Stunde richtig ein-KOCHEN, andere dies bei nur 75° tun.
    Leider kann ich meine Mutter nicht mehr fragen, glaube jedoch, dass sie die Gläser früher auch nur bei niedrigerer Temperatur zugekocht hat. Kann dies evtl. mit der Zugabe von Zwiebeln (weil roh) im Zusammenhang stehen? Vielleicht weiß jemand eine Antwort darauf?!
    Liebe Grüße

    • Hmm, mit 75 Grad bekommt man vielleicht das Glas zu, aber von einkochen kann da wohl keine Rede sein ;-)

      Ich weiß nicht, ob das mit so niedrigen Temperaturen funktionieren kann, aber ich gehe nicht davon aus. Zumindest nicht, wenn man die Rote Bete dauerhaft haltbar machen möchte. Solltest Du es versuchen, berichte doch mal, ob es funktioniert hat.

      Nachtrag: Ich habe etwas herumgesucht, konnte aber nirgends etwas zum “Einkochen” bei 75 Grad finden. Woher hattest Du diese Information?

  • jessica

    Hallo,
    …. ich suche verzweifelt nach einem rezept zum einwecken von Kürbis süss sauer und eines für das einwecken von wurzeln, könnt ihr mir da helfen?? da ich eurer rezept für rote beete schon das 2 mal nachkoche und meine familie das für total lecker hält dachte ich vielleicht habz ihr ja auch für meinen Ernteertrag das passende. viele liebe grüße jessica

    • Wir kochen Kürbis fast immer als Mus ein. Damit kann man dann das ganze Jahr über Suppen und andere Gerichte zubereiten. Süß-sauer haben wir (soweit ich mich erinnere) bisher nicht probiert deshalb greife ich mal (stichwortartig) auf das Weck-Einkochbuch zurück:

      Zutaten:
      - Kürbis
      - Zucker-Essig Lösung (250 Gramm Zucker auf 1 Liter Wasser)

      Zubereitung:
      * Kerne raus, Kürbissfleisch in Würfel schneiden
      * Würfel in leichtem Essigwasser vorkochen
      * In Gläser füllen und mit kochender Zucker-Essig Lösung übergießen
      * 30 Minuten bei 90 Grad einkochen

      Für unser Möhren-Einhoch-Rezept muss ich mal meine Liebste fragen, die ist im Moment leider nicht da.

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