Rote Bete

Mit der Systematik der Pflanzen ist das so eine Sache. Wahrscheinlich haben auch Botaniker damit gelegentlich so ihre Probleme – für Hobbygärtner kann das Hin und Her jedenfalls etwas verwirrend sein. Die Rote Bete gehört in die Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodioideae). Nur leider sind die Gänsefüßgewächse inzwischen gar keine eigene Familie mehr, sondern sie sind jetzt nur noch eine Unterfamilie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Auch der botanische Name der Rote Bete kann schon mal für Verwirrung sorgen. Er lautet Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva. Ich persönlich bin schon kein besonderer Fan von Doppelnamen; Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva finde ich aber wirklich ziemlich lang. Dazu kommt, dass die nahen Verwandten der Roten Bete ganz ähnlich heißen:

  • Zuckerrübe: Beta vulgaris subsp. vulgaris var. altissima
  • Runkelrübe: Beta vulgaris subsp. vulgaris var. crassa
  • Mangold: Beta vulgaris subsp. vulgaris var. vulgaris

Ich verzichte an dieser Stelle lieber darauf zu erwähnen, dass Mangold noch in Stiel-Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. vulgaris convar. flavescens) und Schnitt-Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. vulgaris convar. vulgaris) unterschieden werden muss.

Rote Bete

Rote Bete (Rote Kugel 2 und Chioggia)

Egal, die Rote Bete ist eine zweijährige krautige Pflanze, die im ersten Jahr eine leckere tiefrote Rübe bildet. Neuerdings werden auch wieder vermehrt gelbe Bete oder Bete mit ausgeprägten weißen und roten Kringeln angebaut.

Da Rote Bete einen tiefgründigen humosen Sandboden bevorzugen, wachsen sie bei uns im Garten eigentlich wie verrückt. Das einzige Problem ist, dass sie es gerne etwas feucht mögen. Das wird der Grund sein, warum sie in diesem Jahr noch nicht ganz so groß sind, wie in den vergangenen Jahren. Aber bis zur Haupternte Mitte Oktober ist es ja noch etwas Zeit und in den letzten Wochen können wir uns hier nicht mehr über zu wenig Regen beklagen.

Eigentlich sind Rote Bete sehr robust und werden wenig von Krankheiten und Schädlingen befallen. Die jungen Pflanzen werden sogar von den Schnecken verschmäht. Gelegentlich hatten wir im Herbst Schäden durch Mäusefraß an den Rüben. Die angefressenen Stellen werden dann anschließend auch gerne von Schnecken und besiedelt.

Einmal davon abgesehen, dass Rote Bete durch allerlei Inhaltsstoffe sehr gesund sein sollen, schmecken sie auch hervorragend. Wir verarbeiten sie zusammen mit Möhren zu Saft oder machen Smoothies daraus. Außerdem essen wir sie gerne als Salat oder als Gemüse und natürlich kochen wir sie ein, um daraus im Winter Labskaus zu machen.

Siehe auch:

Weblinks:

5 Kommentare zu Rote Bete

  • Von Schnecken verschmäht? Dann solltest du mal unsere Jungpflanzen der Sorte “Burpee Golden” sehen. Ungeschützt eine einzige Katastrophe. Dazu kommt noch eine hundsmiserable Keimquote um 50 %. Burpee Golden ist eine gelb-orange Variante der Roten Beete. Sie schmeckt aber eben so wie Rote Beete schmeckt. Ein Vorteil ist, daß diverse menschliche Stoffwechselprodukte auch keine Verfärbung aufweisen.

  • Ich kenne Rote Bete nur gekocht, schmecken tut sie aber sehr gut. In Kombination mit den Möhren kann ich mir vorstellen, dass der Smoothie gut schmeckt. Im Laden ist mir diese Kombination allerdings noch nicht aufgefallen. Der Boden müsste für die Rote Bete im August doch ideal gewesen sein. Zumindest im Norden hat es fast jeden Tag geregnet.
    VG
    Michael

  • Marc

    Hallo und guten Morgen an alle Gartenfans!

    Rote Bete ist echt gesund und ein Traum! Bei uns gibt es Rote Bete immer gekocht und dann als Brei! Zu Wild (Damwild oder Wildschwein) echt ein Hochgenuss! Leider kennen viele Menschen dieses tolle Gemüse gar nicht mehr!

    Liebe Grüße
    Marc

  • Gudrun

    Hallo an alle Freunde des Gartens,

    Ich habe auch so einige Rote Beete im Garten, Teilweise auch noch kleinere Rüben und würde sie gerne noch einige Tage im Boden lassen. Aber wie ist das mit dem Frost? Verträgt Rote Beete ein paar Minusgrade (-2°C) oder muß man sie unbedingt vor dem ersten Frost ernten?

    Tschüssi Gudrun

    • Also zumindest verträgt sie leichen Bodenfrost ohne Probleme. Ob sie es verträgt, wenn sie richtig durchfriert, weiß ich leider auch nicht, ich würde es aber nicht darauf ankommen lassen.

      Wir haben übrigens selbst auch noch einige Rote Bete draußen.

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