Erdnüsse selber ziehen

Aus Gründen, die sich mir nicht im einzelnen erschließen, besitze ich einen integrierten Sensor für Samentüten. Das hat den Vorteil, dass Mailin mich in größeren Läden immer leicht wiederfindet. Es hat aber auch den Nachteil, dass sich in meinen Einkaufskorb dann schon allerlei Tüten mit aufgedruckten Bildern von ungewöhnlichen Pflanzen befinden – lila Blumenkohl oder Pok Choi oder rotfleischige Rettiche oder eben Erdnusspflanzen.

Erdnuess-Samen

Samen der Erdnuss

In der Tüte mit der aufgedruckten Erdnusspflanze befanden sich einige ausgesprochen schlecht gereinigte Erdnüsse. Nachdem ich den Bröselkram aussortiert hatte, habe ich die Erdnüsse erst mal für 24 Stunden in Wasser gelegt und neben die Heizung gestellt. Dem Drang die Brösel zu probieren habe ich übrigens erfolgreich widerstanden. Wer weiß schon, wo diese Erdnüsse her kommen und ob sie chemisch behandelt wurden.

Erdnüsse mögen es warm. Zum Keimen soll die Temperatur mindestens 18 Grad aber lieber noch mehr betragen. Nachdem die Erdnüsse genügend Wasser aufgenommen hatten, habe ich sie in eine Schale mit sandiger Anzuchterde gesteckt und weiter neben der Heizung aufgestellt.

Man muss die Erdnüsse übrigens nicht unbedingt in einer Samenhandlung kaufen. Natürlich gehen die gerösteten oder gesalzenen Erdnüsse nicht auf, aber ungeröstete Samen (zum Beispiel aus einem Asia-Laden oder aus Vogelfuttermischungen) sollten problemlos keimen.

Erdnuss

Kleine Erdnuss-Pflanze

Schon nach wenigen Tagen ist deutlich zu erkennen, dass Erdnüsse (Arachis hypogaea) keine Nüsse sind, sondern Bohnen. Der Keimling drückt die Nuss, die eigentlich aus den beiden Keimblättern der Bohne besteht, auseinander und schiebt sie an die Oberfläche. Durch die Nährstoffe, die in den gequollenen Keimblättern gespeichert sind, verläuft die Jugendentwicklung der Erdnuss dann recht schnell.

Auch die Laubblätter verraten die Familienzugehörigkeit der Erdnuss. Die Blätter bestehen aus einer gefiederten Blattspreite mit ovalen, paarig angeordneten Fiederblättern. Schon jetzt nach knapp einem Monat zeichnet sich ab, dass aus den Erdnüssen ein dichter Busch heran wachen will, der angeblich etwa 30 bis 60 Zentimeter hoch wird.

Wie schon gesagt – Erdnüsse mögen es warm. Deshalb gedeihen sie bei uns im Freiland nicht besonders gut. Wir werden die Pflanzen deshalb wohl als Zimmerpflanzen und im Gewächshaus unterbringen. Erdnüsse sind Selbstbefruchter, sie können also auch einzeln auf der Fensterbank aufgestellt werden.

Die Erdnuss bildet ihre Früchte – wie der Name schon sagt – in der Erde. Dazu muss sie die Möglichkeit haben, nach der Blüte hinunter in die Erde wachsen zu können. Der Topf darf also nicht zu klein sein. Da warme Fensterplätze bei uns zur Zeit Mangelware sind, haben wir die kleinen Pflanzen aber trotzdem zunächst in kleine Töpfe pikiert. Später werden wir sie dann in größere Kübel umpflanzen.

Bis zu unserer ersten großen Erdnuss-Ernte soll es etwa sechs bis sieben Monate dauern. Während dieser Zeit sollen die Pflanzen nur sparsam gegossen werden. Es wird ein durchlässiges sandiges Substrat ohne Kompost empfohlen in dem es nicht zu Staunässe kommen darf.

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