So ziemlich jeder Link begründet eine Hausdurchsuchung

Ich weiß wirklich nicht, wie das mit dem Internet weitergehen soll. Jetzt hat das Landgericht Karlsruhe eine Beschwerde gegen eine Hausdurchsuchung bei einem Webseitenbetreiber abgelehnt, weil er auf eine Seite verlinkt hat, die auf eine Website verlinkt, auf der die dänische Internet-Sperrliste veröffentlicht wurde. In dieser Sperrliste finden sich naturgemäß Links auf illegale Inhalte. Als Begründung wird angegeben:

Aufgrund der netzartigen Struktur des WORLD WIDE WEB ist jeder einzelne Link im Sinne der conditio-sine-qua-non-Formel kausal für die Verbreitung krimineller Inhalte, auch wenn diese erst über eine Kette von Links anderer Anbieter erreichbar sind.

Die Wikipedia verlinkt mehrfach auf die entsprechende Website und wie heise.de hier und hier berichtet tut das sogar das Landgericht Karlsruhe selbst. In der Praxis bedeutet das also, wenn ich vermeiden möchte, dass mir eines guten Morgens das Haus auf den Kopf gestellt wird, dann darf ich überhaupt keine Links mehr setzen. Aufgrund der netzartigen Struktur des WWW führt nämlich so ziemlich jeder Link über eine Kette von weiteren Seiten irgendwann zu illegalen Inhalten.

Weblinks (man traut sich ja schon fast gar nicht mehr welche zu setzen):

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