Leider keine Weißdornhecke auf der Pferdeweide

Früchte des Weißdorn

Früchte des Weißdorn

Eigentlich hatten wir vor, den Zaun, der die Teilstücke unserer Pferdeweide voneinander trennt, in nächster Zeit durch eine Hecke aus Weißdorn (Crataegus) zu ersetzen. Gestern habe ich dafür schon mal ordentlich Früchte von unseren Weißdornen eingesammelt. Eigentlich wollten wir heute Nachmittag eine Freundin besuchen, um zusätzlich noch einige Früchte ihres wunderhübschen Rotdorn zu ernten. (Rotdorn ist ja offenbar auch nichts anderes, als ein rot blühender Weißdorn)

Im letzten Moment kam nun aber etwas dazwischen, nämlich der Feuerbrand (Erwinia amylovora). Als ich mich darüber informierte, wie das mit dem Stratifizieren des Weißdorn-Saatguts genau funktioniert, stieß ich auf mehrere Artikel, in denen auf die große Anfälligkeit des Weißdorns gegen den Feuerbrand hingewiesen wurde. Zum Beispiel rät ein Merkblatt des Schweizer Bundesamtes für Umwelt dazu, bestehende Weissdornhecken in Mischbestand zu überführen und auf Brusthöhe zurückzuschneiden, um die Hecke besser kontrollierbar zu machen. Unter diesen Umständen sollten wir wohl lieber darauf verzichten eine ganz neue Weißdornhecke anzulegen und damit die Obstbäume in unserem Garten in Gefahr zu bringen.

Früchte des Weißdorn

Früchte des Weißdorn

Schade, aber es wird uns schon etwas einfallen, was wir stattdessen als Hecke auf die Pferdeweide pflanzen. Die Frage ist jetzt, was machen wir mit den ganzen Früchten, die wir gestern schon geerntet haben? Mal sehen, was das Internet dafür so zu bieten hat:

Weblinks zu Feuerbrand:

5 Kommentare zu Leider keine Weißdornhecke auf der Pferdeweide

  • Sisah

    Schade, ich hätte gerne gesehen, ob deine Stratifikationsversuche Erfolg haben würden. Allerdings verstehe ich nicht ganz eure Befürchtungen,:Das Bakterium Erwinia amylovora kann doch viele Wirtpflanzen haben , laut wikipedia 174 Arten aus 40 Gattungen in der Familie der Rosengewächse . Wieso soll das eventuelle Risiko bei Weißdorn höher sein als Krankheitsüberträger?
    Andererseits bin ich gespannt auf eventuelle Kochkünste mit den Früchten, die dann hoffentlich hier vorgestellt werden.

  • Angeblich ist der Weißdorn wohl ganz besonders anfällig. Wenn er erkrankt, vermehrt er die Bakterien und sie können dann leicht auf Obstbäume übertragen werden. Beispielsweise ist die Pflanzung von Weißdorn in der Nähe von sogenannten Schutzobjekten (wertvolle Hochstammbestände, grössere Erwerbsobstanlagen usw.) in der Schweiz ganz verboten. (Ich weiß nicht genau, ob das hier in Deutschland auch so ist)

    Leider wird es nichts mit den Kochkünsten, dafür kann ich aber im Frühjahr über die Stratifikationsversuche berichten. Nachdem ich den kleinen Eimer mit Früchten ordentlich durchgeknetet hatte, musste ich feststellen, dass da nur sehr wenig Fruchtfleisch übrig bleibt. Also habe ich mich doch lieber auf die Kerne konzentriert. Und dann sind da ja auch noch die Kirschkerne, die ich im Sommer eingesammelt habe und die Apfel- und Birnenkerne, die demnächst noch folgen sollen ;-)

  • Am Wochenende bin ich quasi ins Weißdornparadies gestolpert und war total überwältigt von den unglaublichen Fruchtmengen, die derzeit die ganze Au bei uns rot färben. Vielleicht versuche ich mich ja doch noch damit, den Weißdorn in etwas Ess- bzw. Trinbares zu überführen. Schade, dass ich nicht schon auf eure Erfahrungen zurückgreifen kann.
    Liebe Grüße, Margit

  • Wir waren am Sonntag in Bremen, weil Mailin an einem Volkslauf teilgenommen hat. Dort sieht es jetzt auch sehr rot aus. Überall im Bürgerpark scheinen plötzlich rote Weißdorne zwischen den anderen Bäumen durch.

    Übrigens konnte ich weder dort noch an einer längeren kurzgeschnittenen Weißdornhecke (für Eingeweihte: am Parkplatz des Ottersberger Bahnhofs) Anzeichen für Feuerbrand entdecken (bin bei der Bestimmung aber auch nicht sonderlich erfahren).

    Im Moment freunde ich mich gerade wieder damit an, zumindest einige Weiß- und Rotdorne in die Hecke auf der Weide zu pflanzen. Deshalb habe ich die Kerne erstmal von ihrem Fruchtfleisch befreit. Nun lagern sie gerade feucht-warm für ein paar Tage in der Küche. Mein Plan ist es, sie in den nächsten Tagen in den Kühlschrank zu stellen und sie dort (feucht-kalt) bis zum frühen Frühjahr zu belassen. Sollte jemand schon Erfahrungen mit dem Stratifizieren von Weißdorn haben, bin ich für jeden Tip dankbar! Die Tipps im Internet sind nämlich etwas widersprüchlich. An unseren Büschen hängen noch massig Früchte, mit denen man andere Verfahren testen könnte.

  • Anna

    Aus Weißdorn kann man ein vorzügliches rötliches Gelee kochen.
    Stiele und Blätter entfernen, waschen. Mit echter Vanilleschote-n über Nacht stehen lassen… Genaues Rezepte im Internet suchen, unter Weißdornmarmeladen oder Weißdorngelee.
    Von Weißdornmarmelade (statt Gelee) halte ich allerdings wenig. Erstens ist es mühsam die Beeren durch die “flotte Lotte” zu drehen, zweitens hat man vermutlich die “Fruchtkrönchen” die wie Schmutz aussehen, mit in der Marmelade.

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