Ankündigung: Veredlung von Obstbäumen mit Heinz Kahrs

Am Sonnabend dem 28. April findet wieder einmal ein Pfropfkurs mit Heinz Kahrs statt. Interessierte treffen sich um 9:30 Uhr an der Wümme-Schule in Ottersberg.

Heinz Kahrs zeigt das Pfropfen

Heinz Kahrs ist ein bekannter Obstbaum-Experte, dem die ehrenamtliche Betreuung der Obstwiesen im Flecken Ottersberg unterliegt. Dieses Foto stammt von seinem äußerst interessanten Propfkurs im vergangenen Jahr.

Damals besorgten wir uns gleich nach dem Kurs Lac-Balsam und Bast, um unseren Obstbäumen umgehend mit den beim Kurs ergatterten Edelreisern auf den Leib zurücken. Leider waren unsere Bemühungen aber nicht von Erfolg gekrönt. Wir müssen den Kurs deshalb wohl in diesem Jahr noch einmal wiederholen ;-)

7 Kommentare zu Ankündigung: Veredlung von Obstbäumen mit Heinz Kahrs

  • Manfred Laabs

    Hallo Heinz,
    als erstes wünsche ich dir ein frohes neue Jahr 2008!
    Wenn ich mich richtig daran erinnere, hast du eine Info – Veranstaltung zum Thema Veredelung/Zurückschneiden von Obstbäumen gehalten. Findet auch 2008 diese Veranstaltung statt, wenn ja dann wann denn ich davon immer noch keinen blassen Schimmer.
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Manfred Laabs

  • Hallo Manfred,

    ich habe Deine Anfrage per Mail an Heinz weiter geleitet und gleich noch die Frage angehängt, wann er anfängt Edelreiser zu schneiden. Vorhin erhielt ich folgende Antwort (ich denke, Heinz wird mir verzeihen, wenn ich hier aus seiner Mail zitiere):


    Ab nächste Woche schneide ich Edelreiser. Der Veredelungskurs ist am Sa.
    den 26.4.08 um 9:30 bei der Wümmeschule. dort gibt es dann genügend
    Edelreiser der hier heimischen Obstsorten.

  • Franz Wiest

    Guten Tag Herr Kahrs,

    mit zwei Fragen gehe ich zur Zeit schwanger:

    1. Wie beurteilen Sie das Chipen auf das treibende Auge bei
    Zwetschgenunterlagen kurz vor der Blüte. Sagen wir mal ca.
    20.4.
    2. Alternativ könnte man ja auch eine Spaltpropfung, Febr/März,
    vornehmen.
    Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten dieser Veredlungsart?

    3. Zum verstreichen der Wunde benötige ich ein leicht streichbares
    Wachs. Beim gelben Baumwachs, seit alters her verwendet, habe ich
    das Problem, dass es nebenher ständig erwärmt werden muß um
    einigermassen flüssig zu bleiben.
    Bei Lac Balsam lässt mich die später zähe, und undurchdringliche,
    sogar strangulierende Wirkung zweifeln.
    Was empfehlen Sie?

    Vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Vielen Dank

    Mit freundlichen Grüßen
    Franz Wiest

  • Ein Hallo an die Steinobstfreunde,
    Chipen und Spaltpfropen praktiziere ich nicht.Ich veredele zu Jahresbeginn mit Gegenzungen(Anwachserfolge 2010= 95%).
    Danach an dickeren Ästen mit Geißfusspfropfen(weniger Anwachserfolge).Ende April anfang Mai hinter die Rinde pfropfen
    (gute Anwachserfolge).Das Okulieren läuft im Test.Zu Punkt 3.
    Zum Versiegeln nehme ich seit Jahren nur Malerkrepp.Auf die Spitze des Edelreises tupfe ich etwas Lac Balsam.Zwetschgen ziehe ich unveredelt aus Wurzelaufläufer guter alter Zwetschgensorten auf.Zwetschgen wünschen gar keine Veredelung und nur wenig Pflegeschnitt.
    Schönen Gruss
    von Heinz Kahrs

  • Ich habe das Chipen im vergangenen Jahr probiert und hatte bei meinen zwei Versuchen einen Erfolg von exaktgenau null Prozent. Das wird aber wohl an irgendeinem kapitalen Fehler meinerseits gelegen haben.

    Interessanterweise sind meine Anwachserfolge ganz anders als bei Heinz. Beim Okulieren liegen sie bei nahezu 100 Prozent – das mache ich inzwischen fast im Schlaf. Beim Pfropfen liegen sie eher bei Hälfte/Hälfte. Insbesondere Mehrfachpfropfungen gelingen bei mir nicht gut. Die Reiser schießen zwar, aber es setzt sich dann eine Sorte sehr stark durch und unterdrückt den/die Partner.

    Zum Versiegeln verwende ich auch Lac Balsam. Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass es strangulierend wirkt. Wenn die neuen Triebe wachsen, reißt es irgendwann einfach auf und “blättert” dann mit der Zeit ab.

  • tommynic

    Servus Hener

    Ich habe einen Obstgarten(in Oberbayern) mit hauptsächlich verschiedenen Apfelbäumen wo zwei Sorten nicht bekannt sind. Da beide Sorten wohl in den nächsten 5 Jahren ihren “Abgang” haben werden(einer Hohl im Stamm und aufgefüllt mit Styropor-Zement, ein anderer krebsig), die Äpfel aber wohlschmeckend und deshalb erhaltenswert sind bin ich sehr daran interessiert diese auch zu erhalten und schonmal für den Havariefall vorzusorgen.
    Ich hätte da ein paar Fragen zum okulieren, da Du das scheinbar im Schlaf mit 100% Anwachsquote machst.
    Ich habe Mitte Juni schon angefangen zu okulieren(Kenntnisse nur aus Büchern), einige sind mit Sicherheit nicht angewachsen, bei anderen bin ich mir nicht sicher, auch weis ich nicht ob oder wie ich es sicher erkennen kann ob angewachsen oder nicht. Sicher, ernn das Auge lose ist ist es wohl nicht angewachsen, aber wie erkenne ich das wenn das Auge fest ist? Der Blattstiel(fällt ab oder fällt nicht ab) ist mir etwas zu wage in der Anwachs-Aussage.
    Bisher habe ich meiner Meinung nach nur mäßige Erfolge beim Okulieren.
    Ich habe schon drauf geachtet das die Reiser reif sind und auch ob nach entfernen des Holzanteils die beiden Augen innen zu sehen sind; will sagen, ich habe versucht alles so zu machen wie im Buch beschrieben.
    Weiter möchte ich gerne wissen wo das Auge zuerst anwächst(viele sagen oben am waagerechten Schnitt), auf was also genau beim Augenschnitt aufgepaßt werden muß?
    Ist es wichtig den Holzteil zu entfernen ? Wenn ja warum ?
    Wie wichtig ist das Schneiden in Wuchsrichtung ?
    Wie lang muß der senkrechte Schnitt sein, im Vergleich zum Auge ?
    Verbinden von der waagerechten Seite aus nach unten, so schreibt es das Buch, kann es sein das dadurch das Auge wieder vom waagerechten Schnitt aus wegrutscht ?
    Ist es sinnvoll das Auge vor dem Verbinden gegen die waagerechte Schnittfläche zu drücken oder wäre es doch besser vom senkrechten Schnitt aus nach waagerechten Schnitt zu verbinden ?

    Ich habe vor einigen Tagen nochmals okuliert und bin gespannt was davon anwächst.

    Andere Veredelungsmethoden habe ich nichtmehr ausprobiert, nachdem der Pfropfversuch letztes Frühjahr(Birne auf Birne) in die sprichwörtliche “Hose” ging.

    Soweit erstmal meine Fragen und schonmal vielen Dank für die Antwort/en.

    Grüße
    tommy…

    • Ich glaube, Du machst Dir da zu viele Gedanken. ;-)

      Vor längerer Zeit habe ich mal einen Artikel speziell zum Okulieren geschrieben (Siehe hier) Wichtig ist der letzte Absatz: “Das Kambium von Unterlage und Edelauge sollten einen guten Kontakt miteinander haben”. Man muss also darauf achten, dass die waagerechten Schnitte von Tasche und Auge guten Kontakt haben. Und die holzigen Teile müssen entfernt werden.

      Keine Ahnung, ob man im Herbst schon erkennen kann, ob das Auge wirklich angewachsen ist. Normalerweise ist die Stelle dann ja noch vom Bast bedeckt. Jedenfalls würde ich auf keinen Fall an dem Auge herum wackeln. Es treibt im nächsten Frühjahr eigentlich recht sicher aus. Einzelne Ausfälle muss man wohl einfach in Kauf nehmen.

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