Die Felsenbirne

Felsenbirne

Felsenbirne

Gestern trafen sich wieder einmal an die fünfzig Bröger zu ihrem traditionellen gemeinsamen Schmaus am Otterstedter See. Da nicht einmal die Bröger selbst immer ganz genau erklären können, was Bröger eigentlich sind, versuche ich es an dieser Stelle gar nicht erst. Stattdessen erzähle lieber von diesem riesigen Strauch, den wir auf unserem Weg zum See im Garten einer Nachbarin sahen. Sie konnte keine genaueren Angaben zum Namen des Strauchs machen, berichtete aber, dass eine andere Nachbarin die Früchte Korinthen nennt und mit großem Genuss verspeist. In diesem Fall setzte ich mich ausnahmsweise mal über meinen alten Grundsatz “Wat de Bur nich kennt, dat frit he nich” hinweg und probierte wagemutig eine der Früchte. Sie sind sehr süß, etwas säuerlich und enthalten einige kleine harte Kerne. Eine Marmelade aus diesen Früchten dürfte ein echter Knaller sein.

Abends suchten wir dann eine Zeit lang im Internet nach dem “Korintenstrauch” und wurden schließlich bei den Felsenbirnen fündig. Höchstwahrscheinlich Evtl. handelt es sich bei dem Strauch um die Erlenblättrige Felsenbirne (Saskatoon, Amelanchier alnifolia). In den nächsten Tagen werde ich mir den Strauch mal etwas genauer ansehen und versuchen einen Ableger oder einen Steckling in unserem Garten anzusiedeln.

5 Kommentare zu Die Felsenbirne

  • Erlenblättrige Felsenbirnen?? Gibt´s die hier überhaupt im Handel? Ich kenne nur A. laevis und A.ovalis, wobei mir meine A. ovalis-obwohl als sehr widerstandsfähiges Gehölz bekannt- dieses Jahr eingegangen ist. Ich hatte sie als Vogelnährgehölz in den Garten gesetzt, die Amseln lieben sie,ich hatte deswegen nie Gelegenheit daraus Marmelade zu kochen. Die Amseln waren schneller. Meine Schwester hat auch so einen Riesengerät im Garten und hat Felsenbirnen-Konfitüre gemacht sehr lecker!Rezepte gibt es einige im Netz!

  • Hallo sisah, sehr gut möglich, dass du recht hast. Beim Vergleich der Blätter auf verschiedenen Bildern hatte ich heute morgen den Eindruck, dass A.alnifolia am besten passt, muss aber natürlich nicht stimmen. Ich werde versuchen noch mehr darüber rauszufinden.

    Heute Mittag habe dann übrigens gleich mal ein paar Stecklinge geschnitten und zusätzlich einen Absenker vorbereitet. Angeblich soll sich die Felsenbirne sehr gut bewurzeln lassen.

  • Michaela Homfeldt

    Hallo. Bin auf der Suche nach Infos über die Felsenbirne. Hatte auf Marmeladenrezepte gehofft und habe leider auch Hinweise auf Giftigkeit gefunden. Bei Verzehr von mehr als 10 Früchten sollen schon Vergiftungserscheinungen auftreten. Stimmt das?

  • Herbie

    Also das echte Saskatoons giftig sind bezweifle ich – besonders bei nur 10 Beeren – die Amelanchier alnifolia (Saskatoon berry) ist nicht giftig, zumindestden die Beeren ansonsten hätte ich schon so manchen Sommer im Grab liegen müssen.

    Die Beeren machen sich auch gut in Pudding oder auf Kuchen und Pfannkuchen. in Muffeins machen sie nicht die Matscherei die die großen Blaubeeren machen und in Napfkuchen bleiben sie auch fester.

    Zu zucht weiß ich leider nichts da ich sie nur in der Wildform aus Kanada kenn und mich jetzt noch ärgere keine samen gesammelt zu haben.

    Als einzig deutsche Quelle ist mir nur diese Baumschule bekannt:http://www.eggert-baumschulen.de/amal.htm

  • hoffi

    ich ernte jedes Jahr 2-3Kg Beeren.Einen Teil froste ich ein,etwa 1,5Kg verarbeite ich jedes Jahr zu Marmelade.Ich mische die Beeren immer mit Holunderbeeren und Stachelbeeren(je 1/3). Die Marmelade ist sehr lecker und ich bin noch bei bester Gesundheit.

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