Himbeeren vermehren

In den Kommentaren zu diesem Artikel fragt Reto, ob wir mit praktischen Erfahrungen bei der vegetativen Vermehrung von Beerenobst dienen können. Ich hatte dort stichwortartig berichtet, welche Verfahren wir schon ausprobiert haben, möchte das hier aber noch einmal etwas ausführlicher machen. Am einfachsten ist nach unserer Erfahrung die vegetative Vermehrung von Himbeeren. Sie bilden meist schon nach einem Jahr Unmengen von Wurzelausläufern. Oft ist das Problem hier nicht die Vermehrung, sondern eher die Bekämpfung unerwünschter Ausläufer.

Wenn wir Himbeeren vermehren wollen, dann pflanzen wir einfach im Frühjahr starke Wurzelausläufer an den neuen Standort. Man hat das Gefühl, dass sie sich nicht im Geringsten davon beeindrucken lassen, dass sie von ihrer Mutterpflanze getrennt wurden. Sie wachsen sofort weiter als wäre nichts geschehen. Schon im darauf folgenden Jahr kann man die erste Ernte einfahren.

Wurzelausläufer der Himbeere

Dieses Bild zeigt ein paar heute aufgenommene Wurzelausläufer der Himbeere (ein schlimmes Unkraut ;-) Auch um diese Jahreszeit und im Herbst kann man die Ausläufer problemlos verpflanzen. Soweit ich mich erinnere trugen sogar diese spät gepflanzten Himbeeren schon im Folgejahr die ersten Früchte. Vor dem Ausgraben sollte man die Wurzel mit einem beherzten Spatenstich zwischen Ausläufer und Mutterpflanze durchtrennen. Meist hat der Ausläufer keinen besonders guten eigenen Ballen. Das macht aber nichts, wenn er ordentlich gegossen wird, wächst er schnell wieder an.

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13 Kommentare zu Himbeeren vermehren

  • Hallo,

    Ich finde dass der Artikel total nett geschrieben ist.
    ich liebe Himbeeren und habe mich im Vorfeld gefragt, ob ich jetzt schon meine Ableger verpflanzen kann. Ich denke schon, da die sehr heißen Tage jetzt vorbei sind.

    Herzliche Grüße,

    Patrick Schwarz

  • Nun hatte ich gerade beim “Erdbeeren pflanzen” geschrieben, dass ich Erdbeeren-Ableger so ziemlich für die widerstandsfähigsten Pflanzen halte – da hatte ich aber nicht an die Himbeeren gedacht. Die wachsen auch sofort an, wenn man sie unachtsam mit Wurzel auf den Kompost schmeißt – und das wohl so ziemlich zu jeder Jahreszeit.

    Das Frühjahr soll angeblich etwas günstiger sein, aber ich hätte keine Bedenken auch jetzt noch Himbeer-Ableger zu pflanzen. Wenn sie bis zum Winter gut anwachsen, werden sie vielleicht schon im nächsten Jahr ein paar Früchte tragen.

  • Susanne

    Das ist ja toll! Wir sind vor 2 Monaten nach Südafrika gezogen, und es ist schwierig hier überhaupt an Himbeerstöcke zu kommen. Habe zu meiner Freude einen von einer Landscaperin im Gartencenter geschenkt bekommen, der auch schon gut angegangen ist und wir wollen natürlich “aufstocken”. Hier ist gerade Frühling, da wäre es ja gelacht, wenn ich im Sommer nicht schon meine ersten Himbeeren mit Vanilleeis genießen könnte… ;-)

  • Vorab mein Kompliment für diesen erfrischend erdigen Garten-Blog :-) Wir haben zwar noch keine Scholle, die wir selbst beackern, aber mit unserer kleinen Imkerei mit den Bienen gehen wir shconmal an den “Selbstversorger-Start”. Bienen sind ja auch für den Gärtner Freunde, oder seht Ihr das anders? Habt Ihr einen Imker in der Nachbarschaft oder sogar selbst einen Stock im Garten? Würde mich interessieren, wie Ihr das so seht. Hier in der Stadt erlebe ich gemischte Stimmung (bei den mir bekannten Kleingärtnern). Die können die Bestäubungsleistung wohl anders kompensieren oder haben sie schlicht nicht nötig? Komme gern wieder, weiterhin viel Freude! Herzliche Grüße aus Köln sendet Euch .Larissa

  • Nein, eigene Honigbienen haben wir nicht, aber wir versuchen wenigstens die Wildbienen zu fördern wo es geht. Ohne Bienen kann man ja bei vielen Früchten auch nicht mit einem befriedigenden Ertrag rechnen.

    Da hier in der Gegend inzwischen Unmengen von Mais angebaut werden, wird es für die Imker auch zunehmend schwieriger. Soweit ich weiß ist mit unserem Nachbarn Bernhard vor einiger Zeit der letzte Imker im Ort verstorben.

  • Tja der Mais. Bleibt zu hoffen, dass es nicht der genmanipulierte Dreck ist, der bei Euch angebaut wird-

    Hab lieben Dank für Deine Response auf meinen Kommentar. Wildbienen fördern ist schonmal toll! Wenn Ihr Raum dafür habt, lass doch ein paar Meter für die Insekten übrig. Mit exta Nektar und Pollen-Pflanzen- eine feine Weide für Schmetterlinge, Hummeln und Bienchen :-) Beim Netzwerk “Blühende Landschaft” kann man Saatgut beziehen, oder bei Eurem regionalen Imkerverband. Dann sogar mit heimischen Sorten.

    Lieben Gruß zu Euch in den Garten! .Larissa

  • Paula

    Himbeeren vermehre ich immer selbst. Die wachsen quasi von allein.

  • Teilungsversteigerung

    Habe mir schon oft überlegt, selbst mal Himbeeren anzupflanzen. Bisher hab ich sie immer vom Nachbarn stibizt (den hat das auch nie gestört). Aber danke dir für die Infos.

    • Sag mal funktioniert es wirklich, auf diese dümmliche Art Links zu sammeln? Wenn ja, dann aber doch wohl nur bei völlig hirnamputierten Webmastern mit irgendwelchen Daddelseiten. Hier könnt ihr sowas jedenfalls vergessen (Das richtet sich übrigens auch an Psychotherapie München), der vorhin von der gleichen IP das Gleiche versucht hat ;-)

  • andrea

    meine himbeeren wachsen zwischen den tujen wie wild raus komm nicht an die wurzeln ran kann ich die mit einem abgeschnittenen trieb auch setzen

    • Ich bin nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Aber wenn an den Ablegern noch “etwas” von den Wurzeln dran ist, dann wachsen sie meist trotzdem schnell an. Vielleicht muss man sie dann zuerst noch etwas häufiger gießen.

  • Franka

    Toller Blog! Haben vor kurzem auch damit angefangen Himbeeren anzubauen aber der erfolg blieb leider aus :(. Hast du zufällig auch einen guten Dünge tipp?
    LG
    Franka

    • Hmm, wieso blieb der Erfolg aus? Bei uns wachsen Himbeeren sogar an, wenn wir heraus gerissene Ableger auf den Kompost schmeißen ;-)

      Düngetipps kann man natürlich ohne weitere Information kaum geben. Ich würde sagen keine Mineraldünger, dafür regelmäßig Mulchen.

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