Die letzten Weintrauben

Weintrauben im Gewächshaus

Seit über einem Monat naschen wir nun schon täglich Trauben von unseren beiden Weinreben im Garten. Leider ist das jetzt vorbei, denn wir haben die restlichen Trauben geerntet und in der Familie verteilt.

Ursprünglich stammen alle unsere Wein-Pflanzen von ein paar Stecklingen, die wir vor etlichen Jahren bei einer Freundin geschnitten hatten. Leider wissen wir deshalb nicht, um welche Sorte es sich eigentlich handelt.

Die Stecklinge haben wir damals in Kübel gepflanzt und auf den Balkon gestellt. Zunächst haben sich die Pflanzen dort gut entwickelt und reichlich getragen. In den letzten Jahren ging der Ertrag dann aber zunehmend zurück. Vermutlich werden wir die Reben noch in diesem Herbst ganz zurück schneiden, um die Erde in den Kübeln austauschen zu können. An einen Austausch der Erde ohne vorheriges Zurückschneiden ist überhaupt nicht zu denken, weil die Pflanzen schon eine stattliche Größe erreicht haben. Im Sommer ist das Geländer kaum noch zu sehen.

Von den Weinpflanzen auf dem Balkon haben wir dann vor gut zwei Jahren zwei Stecklinge in den Garten gepflanzt, eine davon in das gerade fertiggestellte Gartenhaus. Die Rebe im Gartenhaus hat in diesem Jahr unglaubliche Mengen von zuckersüßen Trauben hervorgebracht. Sie scheint sich dort in der kurzen Zeit richtig gut eingelebt zu haben. Die andere Rebe steht im Freiland. Aufgrund des warmen und trockenen Sommers hat auch sie sehr gut getragen. Die Trauben waren nicht ganz so süß, was ich persönlich sogar noch etwas schmackhafter fand.

Naja, es hilft ja doch nichts, dem Geschmack der Weintrauben nachzutrauern – die nächsten gibt es frühestens in elf Monaten.

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4 Kommentare zu Die letzten Weintrauben

  • An Traubenstecklinge denke ich im Moment auch viel – die Traubenpflanzen meiner Eltern sind den Sommer über ganz schön gewuchert… Wann schneidet man denn die Stecklinge am besten? Geht das auch jetzt noch?

  • Wie lange dauert es denn vom Steckling bis zu einer Größe, ab der es auch Trauben gibt?

    Wein-mäßig hab’ ich wirklich keine Ahnung, doch in unserem neuen Garten steht eine rote und eine helle Sorte – wobei die Trauben der roten sehr sehr klein ausfielen – noch hab ich keinen Schimmer, woran das liegen mag!

  • Also erstmal muss ich natürlich voraus schicken, dass wir hier im Norden definitiv keine Wein-Experten sind ;-)

    Wir haben unsere Stecklinge immer im zeitigen Frühjahr geschnitten und dann in der Wohnung im Wasserglas bewurzelt. Aber auch später schlagen Stecklinge der Weinreben ziemlich schnell Wurzeln (sowohl im Wasserglas als auch direkt in der Erde). Wenn sie erst mal angewachsen sind, dann wachsen sie in atemberaubendem Tempo in große Höhen. Das Problem ist eher sie einigermaßen im Zaum zu halten. Besonders der beherzte Schnitt im Juni scheint hier bei unserem Klima wichtig für den Ertrag zu sein. Wie gesagt, die Reben im Garten wurden im Frühjahr 2007 gepflanzt und tragen jetzt schon wie verrückt.

    Eigentlich werden Weinreben übrigens veredelt um sie unempfindlich gegen die Reblaus zu machen. Da es hier bei uns so gut wie keinen Wein gibt, stellt die Reblaus hier aber kein Problem dar. Teilweise soll es in Weinanbaugebieten sogar verboten sein, wurzelechte Weinreben anzubauen (da kenne ich mich aber leider überhaupt nicht aus).

    Nachtrag: Ui, in Rheinland-Pfalz ist der Anbau von wurzelechten Weinreben tatsächlich verboten. Siehe hier. Im Moment habe ich nicht viel Zeit, werde das aber später noch mal genauer für andere Bundesländer nachlesen.

  • Unsere wachsen draußen an der Pergola und deshalb sind auch keine Trauben mehr da. Die Amseln zanken sich jeden Tag dort und lassen uns nichts übrig ;-)

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