Unterteilung des Gartens 2009

In den Fruchtfolge-Artikeln hatte ich schon berichtet, dass wir die Fruchtfolge in unserem Garten nicht so sehr nach dem Nährstoffverbrauch der Pflanzen (Starkzehrer, Schwachzehrer) ausrichten, sondern mehr Wert auf die Vermeidung von Fruchtfolgekrankheiten legen. Bei beiden Konzepten unterteilt man den Garten zunächst in mehrere ähnlich große Stücke (Schläge). Für die einjährigen Kulturen hat sich bei uns über die Jahre eine Unterteilung in fünf Schläge ergeben. Jede Pflanzenart folgt also frühestens nach fünf Jahren wieder auf sich selbst.

Um die wichtigsten Fruchtfolgekrankheiten auszuschließen, gruppieren wir die Pflanzen auf den unterschiedlichen Schlägen vorwiegend nach den Pflanzenfamilien. Dabei muss man darauf achten, dass die Pflanzen so zusammen gestellt werden, dass jede Gruppe eine etwa gleich große Fläche benötigt. Ich bin nicht ganz sicher, ob unsere Einteilung als Vorbild für andere Gärten dienen kann, da natürlich etliche Überlegungen eine Rolle gespielt haben, die in anderen Gärten ganz anders aussehen können. Wir bauen zum Beispiel aufgrund von lokalen Gegebenheiten recht viele Kartoffeln an, während wir auf der anderen Seite kaum Kohl anbauen. Hier jedenfalls unsere Aufteilung der Pflanzenfamilien auf die Schläge für 2009 (In Klammern Beispiele von Arten aus den entsprechenden Familien, die wir aber in diesem Jahr nicht alle anbauen werden):

Schlag 1:

Schlag 2:

Schlag 3:

Schlag 4:

  • Schmetterlingsblütler (Erbse, Bohne, Lupine, Linse, Luzerne, Inkarnatklee, Sojabohne)
  • Baldriangewächse (Feldsalat)

Schlag 5:

  • Kreuzblütler: (Kohlarten, Rettich, Radieschen, Kresse, Meerrettich, Gelbsenf, Mairübe, Ölrettich, Schwarzer Senf, Steckrübe)
  • Doldenblütler: (Möhre, Sellerie, Dill, Fenchel, Petersilie, Wurzelpetersilie, Anis, Kerbel, Kümmel, Koriander, Pastinake)
  • Gänsefußgewächse: (Spinat, Rote Bete, Rübe, Mangold)

Bei der Planung der Fruchtfolge sollte man sich ruhig etwas Zeit lassen und auch bereit sein, eine einmal festgelegte Einteilung zu ändern, wenn stichhaltige Argumente dafür sprechen. Ich habe zum Beispiel erst vor kurzem gelesen, dass Zuckermais von Fusarium-Pilzen befallen wird und muss deshalb mal prüfen, ob das die selben Subspezies sind, die auch die dort folgenden Zwiebeln befallen. Auch die Tatsache, dass die eigentlich sehr erfolgreiche Mischkultur aus Zwiebeln und Möhren bei unserer Einteilung nicht möglich ist, stört mich schon seit Längerem. Die Möhrenfliege sollte das durchaus als letzte Warnung auffassen!

Siehe auch:

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2 Kommentare zu Unterteilung des Gartens 2009

  • Hoert sich ja nach einem ziemlich grossen Garten an, wenn fuer Hafer, Gerste, Roggen und Weizen Platz ist. Schade das ihr keine genaueren Angaben dazu macht. Der Mensch ist ein visuell gesteuertes Wesen. Mal einen Post mit Bildern die einen Ueberblick geben waeren echt prima.

    Mischkultur aus Moehren und Zwiebeln hat bei uns keinerlei Erfolg gezeigt.

    Gruss

  • Jo, da du hast recht, man könnte annehmen, wir wollen das alles in diesem Jahr anbauen. Dem ist nicht so, die Liste habe ich direkt aus meiner Gedächtnisstützen-Kartei kopiert. Außer Aubergine und Sojabohne sind das alles Kulturen, die wir schon mal irgendwann angebaut haben. Ich werde die Einleitung zur Liste gleich noch mal etwas umformulieren.

    Unser Garten ist tatsächlich ziemlich groß (grob geschätzt ein Morgen). Ein Übersichtsfoto ist deshalb etwas schwierig. Der Garten hat eine L-Form und es gibt wegen hoher Hecken und Bäumen keine Stelle, von der aus man den ganzen Garten einsehen kann. Ich werde demnächst mal ein Video von einem Rundgang machen. Hier und da im Blog gibt es aber Fotos von den einzelnen Teilen. Das “Wackelbild” zeigt zum Beispiel fast den ganzen unteren Bereich, auf dem sich die oben genannten Gemüse-Schläge befinden:
    Unser Garten in 3D
    Zugegeben, außer den Stangenbohnen hinten rechts sieht man da auch nicht viel ;-) Vor dem Gartenhaus links geht der Garten noch mit Obstbäumen und Beerensträuchern weiter.

    Wir haben vor Jahren mal eine Mischkultur aus Möhren und Zwiebeln ausprobiert und ich hatte das Gefühl, das die Möhrenfliege nicht ganz so schlimm zugeschlagen hat. Aber aus einem einzigen Versuch kann man natürlich nicht wirklich aussagekräftige Rückschlüsse ziehen. Ich würde es aber doch ganz gerne noch mal versuchen.

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