Welche Kräuter wachsen auch im Schatten?

Neben den Blogs, die in unserer Blogroll (etwas weiter unten im Menü auf der rechten Seite) vertreten sind, habe ich auch noch die Feeds von ein paar englischsprachige Garten-Blogs und Garten-Newsseiten abonniert. Unter anderem gehören dazu die Gardening Questions and Answers von der Website The Old Farmer’s Almanac. Die heutige Frage des Tages lautet: “Which herbs grow best in shady places?”. Ja, das interessiert mich natürlich auch- “Welche Kräuter wachsen an schattigen Orten?” Ein großer Teil unseres Gartens liegt zumindest teilweise im Schatten großer Bäume. Einige Ecken sind so dunkel, dass dort nur die echten Waldbewohner wie Brombeeren, Himbeeren oder auch Erdbeeren zurecht kommen. Gut, wie lautet denn nun die Antwort, die der “alte Bauer” auf die Frage des Tages zu bieten hat?

Some herbs that work well in shade are feverfew, horseradish, pennyroyal, parsley, chamomile, vervain, hyssop, and rue.

Naja, etwas ausführlicher hätte ich es dann doch schon ganz gern gehabt. Er antwortet: “Einige Kräuter, die gut im Schatten gedeihen, sind Mutterkraut , Meerrettich, Petersilie, Kamille, Eisenkraut, Ysop und Weinraute.

Für den Meerrettich, die Kamille und die Weinraute kann ich die Einschätzung als gute Schattenpflanze voll und ganz bestätigen. Ich würde zusätzlich auch noch die Zitronenmelisse nennen, die bei uns im Schatten wunderbar wächst. Selbstverständlich gehören auch der Bärlauch und der Waldmeister in diese Liste der Schattenkräuter. Auch einige der “großen” Kräuter wie Beifuß, Wermut, Liebstöckel und sogar Estragon und Salbei bilden bei uns im Schatten riesengroße Sträucher.

Mit Eisenkraut und Mutterkraut (hier bei uns wird das Mutterkraut Wucherblume genannt und ist eher als respektables Acker-Unkraut bekannt ;-) haben wir keine Erfahrungen in schattigen Lagen. Der Ysop hat bei uns zwar einige Jahre als Wegbegrenzung auch im Schatten überlebt, sah dann aber zunehmend immer schlechter aus. Letztlich haben wir ihn an einen helleren Ort versetzt.

Ach ja, und wenn wir schon dabei sind, wie bestimmte Kräuter hier bei uns genannt werden: Eigentlich war der Beifuß in unserer Gegend nicht heimisch. Eines Tages im ausgehenden 19. Jahrhundert entschloss sich dann ein Bauer namens Haltermann zum Ankauf von Saatgut einer vielversprechenden neuen Getreide-Sorte. Unglücklicherweise befand sich in dem Sack aber nicht nur die gewünschte Gerste, sondern auch etwas Beifuß-Samen. Seit dieser Zeit ist der Beifuß bei uns nur als Haltermanns Krut bekannt.

Siehe auch:

Hinterlassen Sie eine Antwort

 

 

 

Sie können diese HTML Tags verwenden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Beachte bitte, dass wir Links in Kommentaren nicht in jedem Fall veröffentlichen können. Näheres dazu findest Du in unseren Regularien.