Die ersten Maiszünsler gesichtet

Mist, wir hätten wohl doch Mon810 anbauen sollen. Heute habe ich zum ersten Mal im Leben die Raupe eines Maiszünslers gesehen. Dabei soll der doch noch gar nicht bis zu uns im Norden vorgedrungen sein – zumindest behauptet das diese Seite des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft.

Maiszünsler

Maiszünsler

Zwei unserer Maispflanzen sahen schon seit ein paar Tagen etwas kränklich aus. Da wir noch ein paar von den vorgezogenen Pflanzen übrig behalten hatten, habe ich mich dann entschlossen die kranken Pflanzen gegen gesunde auszutauschen und mir mal genauer anzusehen, was da los ist. Das Ergebnis liegt hier auf unserem Tisch im Gartenhaus. Im Stengel der beiden kranken Pflanzen machte sich jeweils ein Wurm breit, der da eigentlich nicht hingehört.

Wie gesagt, ich habe bisher noch nie einen Maiszünsler gesehen. Aber im Vergleich mit den Bildern, die man im Internet findet sieht er ihm doch verdächtig ähnlich.

Dass die Viecher über das Saatgut eingeschleppt wurden, kann ich einigermaßen ausschließen, weil ich mir die Körner sehr genau angesehen hatte, bevor ich sie vorgezogen habe. Also muss ich wohl davon ausgehen, dass so ein Zünsler aus der Umgebung seine Eier einfach auf unserem Mais abgelegt hat – Unverschämtheit sowas!

Ich bin jetzt zu müde um der Sache noch näher auf den Grund zu gehen, aber eins regt mich ja schon mal ernsthaft auf. Einerseits schreien die Bauernverbände lautstark “Verrat”, weil sie keinen genveränderten Anti-Maiszünsler-Mais anbauen dürfen; andererseits scheren sie sich aber einen Scheißdreck darum, ob ihre Mitglieder wenigstens die rudimentärsten konventionellen Vorkehrungen treffen, um die Ausbreitung dieses Schädlings zu verhindern.

Soweit ich bisher gelesen habe, überwintert der Maiszünsler an Pflanzenresten im Boden. Eine gute Zerkleinerung der Pflanzenreste und anschließendes Unterpflügen gilt daher in den stark befallenen Gebieten in Süddeutschland als Standardmaßnahme – hier ist sowas aber offenbar unbekannt. Und das in einer Gegend, in der gefühlt 90 Prozent der Ackerfläche mit Mais bestellt wird.

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