Roundup

Herbizid und Insektizid

Das Waffenarsenal eines Hobbygärtners

Das Totalherbizid Roundup der Firma Monsanto gilt als das weltweit meistverkaufte Pflanzenschutzmittel überhaupt. Ich liege wohl nicht völlig daneben, wenn ich annehme, dass es auch in Deinem Bekanntenkreis Hobbygärtner mit einem ähnlichen Waffenarsenal zum “Schutz” ihres Gartens gibt, wie das auf diesem Foto.

Oft ist es schwierig, einen überzeugten chemischen Pflanzenschützer durch freundliches Zureden oder den Hinweis auf amtliche Zulassungsbeschränkungen von solchen altbewährten Mittelchen abzubringen. In so einem Fall stehe ich auf dem Standpunkt: Bange machen gilt doch!

Die Vermutung, dass das Roundup den wachsenden Embryo im Mutterleib nachhaltig schädigt, wird schon seit langem aufgestellt. Bisher wurde diese Wirkung meist allein dem Wirkstoff Glyphosat zugeschrieben.

Glyphosat ist der biologisch aktive Hauptwirkstoff in Roundup. Da Monsantos Patente auf Glyphosat in den meisten Staaten abgelaufen sind, gibt es inzwischen viele andere Pflanzenschutzmittel mit dem gleichen Wirkstoff. Alle diese glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmittel enthalten neben dem Hauptwirkstoff immer auch weitere Komponenten. Einerseits entstehen bei chemischen Reaktionen fast immer mehr oder weniger unkontrolliert Nebenprodukte. Bei der Herstellung von Glyphosat machen diese Stoffe etwa vier Prozent vom Trockengewicht aus. Andererseits werden den Spritzmitteln bewusst Stoffe (bei deren Herstellung wiederum unkontrolliert Nebenprodukte entstehen können) zugesetzt, die die Verwendbarkeit und Wirkung des eigentlichen Wirkstoffs verbessern sollen.

Einer dieser Substanzen in verschiedenen Roundup-Formulierungen ist nun ins Gerede gekommen. Polyethoxyliertes Tallowamin (POEA) galt bisher als inert, also chemisch unwirksam. Es wird Herbiziden beigemengt, um den Wirkstoffen das Eindringen in die Pflanzenzellen zu erleichtern. Wie eine Studie am Biologischen Institut der Universität Caen nahelegt, schädigt POEA allein und auch in Verbindung mit Glyphosat schon in extrem geringen Dosierungen menschliche Zellen bis hin zum völligen Zelltod. Nabelschnur-Zellen reagierten dabei besonders empfindlich auf POEA.

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