Jakobskreuzkraut

Das Jakobskreuzkraut

Hübsch, oder? Aber nicht ganz ungefährlich! Ich hatte zwar schon gelegentlich davon gehört, dass sich das Jakobskreuzkraut in den letzten Jahren zunehmend verbreitet, da es hier bei uns (zumindest auf unseren Weiden) aber bisher nicht vertreten war, hatte ich mir deshalb nie besonders große Sorgen gemacht. Nachdem in einer unserer Lokalzeitungen gestern wieder einmal ein Bericht über das Jakobskreuzkraut zu lesen war, in dem eindringlich vor der Giftigkeit gewarnt wurde, begab ich mich sicherheitshalber noch einmal auf die Suche und wurde prompt fündig. Mitten auf der Weide stand einsam und verlassen ein einzelnes Exemplar des Jakobskreuzkrautes.

Man muss schon genau hinsehen, um das Jakobskreuzkraut auf diesem Foto zu finden

Irgendwie kaum zu glauben, dass mir diese Pflanze in den letzten Tagen noch nicht aufgefallen war, immerhin war sie nicht gerade klein und stand in voller Blüte. Zum Glück hatten die Pferde aber schon von der Giftigkeit des Jakobskreuzkraut gehört – die Pflanze war völlig unversehrt.

Das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) oder Jakobs-Greiskraut wie es die Wikipedia nennt, ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie enthält größere Mengen an giftigen Alkaloiden, die auch nach der Konservierung (Heu, Silage) wirksam bleiben. Auch kleinere Mengen dieser Stoffe schädigen die Leber dauerhaft. Wenn man sich mal in den einschlägigen Foren nach konkreten Vergiftungsfällen bei Pferden umhört, dann kann einem Angst und Bange werden!

Ein Grund für die zunehmende Verbreitung des Jakobskreuzkrautes in unserer Gegend dürften die vielen extensiv genutzten und zum Teil wenig gepflegten Pferdeweiden sein. Pferde sind bei der Futterauswahl extrem wählerisch. Was ihnen nicht schmeckt lassen sie stehen und fördern es dadurch (siehe die einzelne voll entwickelte Pflanze auf unserer Weide). Andererseits würde ich unsere Weide definitiv nicht als wenig gepflegt bezeichnen. Wir mähen sie nach jeder Beweidung (also vier bis fünf mal jährlich) konsequnt aus. Offenbar kann sich das Jakobskreuzkraut auch unter diesen Gegebenheiten neu ansiedeln. Neben dem regelmäßigen Ausmähen der Weiden ist es bei solchen Unkräutern wichtig die Samenbildung zu verhindern. Ab sofort werde ich mir also alles, was gelb blüht noch genauer ansehen als früher!

Siehe auch:

Weblinks:

Hinterlassen Sie eine Antwort

 

 

 

Sie können diese HTML Tags verwenden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

Beachte bitte, dass wir Links in Kommentaren nicht in jedem Fall veröffentlichen können. Näheres dazu findest Du in unseren Regularien.