Rotpustelpilz (Nectria cinnabarina)

Zufällig las ich gerade bei gartentipps.com etwas über rote Pusteln an Laubbäumen. Interessant, denn genau solche Pusteln hatten wir am Wochenende an unserem rotfleischigen Apfelbäumchen entdeckt.

Rotpustelpilz (Nectria cinnabarina)

Rotpustelpilz (Nectria cinnabarina)

Bei den Pusteln handelt es sich um den Fruchtkörper des Rotpustelpilzes (Nectria cinnabarina). Das ist ein Pilz, der sich eigentlich von totem Material ernährt. Wenn er es aber schafft durch Wunden in lebende Laubbäume einzudringen, dann kann er sich auch dort ausbreiten. Bei starkem Befall kann er junge oder geschwächte Bäume sogar ganz abtöten.

Die Sporen des Rotpustelpilz sind das ganze Jahr über infektiös. Die stecknadelkopfgroßen, rosaroten bis blassrosa Pusteln erscheinen erst im Herbst bis zum Frühjahr. Häufig bilden sie sich auf der Rinde von totem Laubholz. An lebendem Gewebe kommt es zusätzlich zu Nekrosen an den befallenen Ästen. Solche schwarzen Nekrosen sind auch im unteren Bereich an dem befallen Ast unseres Apfelbäumchens zu erkennen.

Den Rostpustelpilz bekämpfen

Die befallenen Bereiche sollen bis ins gesunde Holz hinein ausgeschnitten werden. Die Wunden werden anschließend mit Baumwachs verschlossen. Und natürlich muss das Schnittwerkzeug nach dem Schnitt ordentlich gereinigt werden, damit  keine Pilzsporen auf andere Laubbäume übertragen werden.

Die durch den Pilzbefall geschwächten Bäume sollten durch gute Wasser- und Nährstoffversorgung gestärkt werden. Kräftige Bäume werden meist gar nicht befallen. Das befallene Schnittgut sollte möglichst nicht im Garten auf dem Todholzhaufen, sondern in der Biotonne bzw. Restmüll entsorgt werden.

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2 Kommentare zu Rotpustelpilz (Nectria cinnabarina)

  • Braunschweiger Silvia

    Unser Seidenbaum hat vermutlich den Rotpustelpilz – was soll ich tun, was soll ich spritzen?

    Besten Dank

    • Naja, Spritzungen mit Fungiziden halte ich ehrlich gesagt nicht für besonders erfolgsversprechend. Wie oben schon gesagt – die Sporen des Rotpustelpilz sind das ganze Jahr über infektiös, man müsste also dauernd spritzen. Ob es überhaupt zugelassene Mittel für Ziergehölze gibt, kann ich leider nicht sagen.

      Da der Rotpustelpilz ein Schwächeparasit ist, müssen auf jeden Fall erst mal die Ursachen beseitigt werden (Nährstoffe, Wasser, Licht usw.). Bekämpfung steht schon oben – krankes Gewebe großzügig heraus schneiden.

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