Himbeergallmücke

Gestern Abend habe ich mal wieder nachgesehen, ob es das Usenet überhaupt noch gibt. Selbstverständlich gibt es das Usenet noch und in de.rec.garten (bei Google Groups als HTML einsehbar) ist auch immer noch ziemlich viel los. Einer der dortigen Freds beschäftigt sich mit der Himbeergallmücke und erinnerte mich sofort stark an eine Galle an unserer Taybeere.

Pflanzengalle

Pflanzengalle an einer Taybeere

Im vergangenen Jahr war mir diese Galle gar nicht aufgefallen. Jetzt im Frühjahr hat die Taybeere noch keine Blätter, da sticht einem die Galle geradezu ins Auge. Ich bin allerdings nicht sicher, ob es sich dabei wirklich um eine Galle der Himbeergallmücke handelt, aber ganz auszuschließen ist es wohl nicht.

Die Himbeergallmücke befällt Himbeeren und zum Teil auch Brombeeren. Da die Taybeere ein Bastard aus Himbeeren und Brombeeren ist, muss man zumindest davon ausgehen, dass sie ebenfalls befallen wird.

Die Himbeergallmücke (Lasioptera rubi) ist ein eher selten vorkommender Schädling. Die Mücke legt ihre Eier im Mai/Juni an den Ruten der Wirtspflanze ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich in die Rute bohren. Dort regen sie die Wirtspflanze dazu an, Gallen zu bilden. Der Trieb stirbt dann meist nach einiger Zeit oberhalb der befallenen Stelle ab. Bei unserer Taybeere war das aber nicht der Fall. Die Larven der Himbeergallmücke überwintern in den Gallen. Im April des Folgejahres schlüpfen sie dann als ausgewachsene Mücken.

Aufgeschnittene Galle

Aufgeschnittene Galle

Ich habe die Galle mal aufgeschnitten, um zu sehen, ob sich darin orangerote Larven befinden – auch das war nicht der Fall. Also entweder ist das gar keine Galle der Himbeergallmücke oder es handelt sich um ein überjähriges Exemplar, aus dem die Larven längst verschwunden sind.

Sicherheitshalber werde ich heute noch mal genau alle Himbeeren und Brombeeren auf Befall kontrollieren. Sollte ich wirklich welche finden, dann werde ich sie auf Anraten der Experten aus de.rec.garten sehr sorgfältig vernichten.

Siehe auch:

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