Brot backen im Kaminofen?

Seit diesem Sommer sind wir stolze Besitzer eines Kaminofens. Und wenn man schon so einen Ofen hat, dann muss man natürlich auch mal testen, ob er sich tatsächlich zum Backen eignet.

Kaminofen

Kaminofen mit Backfach

Wir hatten uns gleich bei der Auswahl des Ofens für ein Modell mit Backfach entschieden. Die Backfachtür war nur als (nicht ganz billiges) Zubehör erhältlich, aber ein offenes Backfach schien uns nicht besonders sinnvoll zu sein. Also haben wir die Tür auch gleich mitbestellt.

Im Internet findet man verschiedene Ideen, wie man auch in einem Kaminofen ohne Backfach backen kann.Zum Beispiel gibt es ein Gestell und einen Stein der in den Brennraum des Kaminofens passt. Eine andere Möglichkeit zeigt der Benutzer divxul bei Youtube. Er stellt eine dicke Steinplatte an die Rückwand des Brennraums. Nachdem das Feuer herunter gebrannt ist, klappt er die Platte herunter und backt sein Brot mit der Restwärme des Ofens.

Beides schien uns (ohne es ausprobiert zu haben) etwas umständlich zu sein. Mit dem in den Ofen integrierten Backfach geht das Backen dagegen eigentlich recht einfach. Das Problem ist allerdings die Temperaturführung. Wenn der Ofen ganz normal vor sich hin brennt, dann ist es im Backfach zu kalt. Dort herrscht dann eine Temperatur zwischen 100 und 150 Grad.

Wenn man den Ofen ordentlich anheizt, dann steigt die Temperatur auf 200 Grad und mehr. Und wenn man richtig Gas gibt, dann sind sogar Temperaturen bis knapp unter 300 Grad möglich. Zum Glück ändert sich die Temperatur im Backfach relativ langsam. Man kann den Ofen also tatsächlich so steuern, dass eine Temperatur zwischen 180 und 220 Grad eingehalten wird.

200 Grad Brot

Als ersten Versuch haben wir ein ganz einfaches Weizenbrot gebacken:

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizenmehl
  • 0,25 Liter Wasser
  • etwas Salz, etwas Zucker
  • Hefe

Zubereitung:

Die Zutaten werden zu einem Teig verrührt und ordentlich geknetet. Dann lässt man ihn für eine halbe Stunde gehen. Anschließend wird der Teig noch einmal geknetet und dann zu einem Laib geformt. Der Laib wird auf ein passendes eingefettetes Backblech (bei uns in diesem Fall ein eingefettetes Bullauge) gelegt und man lässt ihn für eine weitere halbe Stunde gehen. Da unser Kaminofen nicht über einen Ventilator für Umluft verfügt, hat das Backen etwas länger gedauert (knapp 50 Minuten).

Siehe auch:

2 Kommentare zu Brot backen im Kaminofen?

  • Finde ich eine super Idee! So braucht man keine zusätzlichen Ressourcen zu verschwenden und hat trotzdem super leckeres Brot! Leider habe ich keinen Kaminofen…

  • Heike

    Ich habe einen Grundofen aus Lehm mit eben einer solchen Backplatte – eine dicke Platte aus Ton. Auf dieser kann man sogar gut Brot backen, sie wird beim Anfeuern im Brennraum platziert, nach dem Erlöschen der Flammen mit Wasser übergossen (Reinigung der Platte, Feuchtigkeit fürs Brot) und dann das Brot darauf gebacken. Jedoch den richtigen Moment also die richtige Temperatur finden finde ich recht schwierig, habe deswegen (und aus Zeitmangel) auch nur wenige Versuche unternommen. Wenn man dieses Verfahren nutzen möchte und zur richtigen Zeit zuhause ist, ist es eine tolle Sache. Da ich noch einen Schwedenofen habe, werde ich das Verfahren mit ebendieser Platte mal im Schwedenofen testen.

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