Pizza Hawaii l’italiano

Mit den unterschiedlichen Pizza-Varianten ist das so eine Sache. Wir essen am liebsten die römische Variante, also ein recht dünner Teig, der nicht zu sparsam belegt ist und dann sehr schnell sehr heiß gebacken wird. Die amerikanische Variante mit dem dicken brotartigen Teig essen wir dagegen eher nicht so gerne.

Pizza Hawaii l'italiano

Pizza Hawaii, etwas unrund aber dafür höchst wohlschmeckend

Wenn man seine Pizza nun aber trotzdem gelegentlich typisch amerikanisch belegen möchte, dann gilt es, Kompromisse einzugehen. Und so gab es hier vor einigen Tagen “Pizza Hawaii auf italienische Art”.

Da hier gerade erst wieder ein paar Anfragen zum Pizzateig eingingen, hier zunächst etwas zum Teig: Italienischer Pizzateig wird aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz zubereitet. Für so einen Teig braucht man kein Olivenöl und Eier sind völlig fehl am Platze! Näheres dazu findet sich auch in unserem etwas längeren Pizzateig-Artikel.

Rezept Pizzateig

Zutaten:

  • 450 Gramm Mehl (405 oder besser Tipo 00)
  • 13 Gramm Salz
  • 1 Gramm Bierhefe (normale Hefe oder Trockenhefe funktionieren auch, wenn es dann 10 Gramm statt ein Gramm sind, dann passiert auch nichts schlimmes ;-)
  • 1/4 Liter Wasser

Zubereitung:

Mit der Hand aus den Zutaten einen Teig kneten kann wohl jeder – hier zur Abwechslung mal eine Anleitung für das Teig kneten in der Rührschüssel der Küchenmaschine.

  • Das Wasser wird zusammen mit 50 Gramm Mehl, dem Salz und der Hefe in die Rührschüssel gegeben.
  • Der Knethaken wird in die Maschine gesteckt. Die Maschine wird auf einer langsamen Stufe eingeschaltet.
  • Nun wird nach und nach der Rest des Mehls dazu gegeben, bis ein weicher elastischer Teig entsteht, der aber nicht mehr klebt. Diese Konsistenz nennt man “punto di pasta”.
  • Der Teig wird bei weiterhin niedriger Geschwindigkeit weitere zwanzig Minuten geknetet.
  • Die Schüssel wird mit einem feuchten Tuch abgedeckt und für zwei Stunden zum Gehen zur Seite gestellt.
  • Nun werden Teigkugeln für den späteren Pizzaboden geformt. Bei der neapolitanischen Pizza wiegen die Rohlinge ca. 200 Gramm, für eine richtig dicke amerikanische Pizza wiegen sie eher 300 Gramm und für unsere römische Pizza formen wir Rohlinge mit einem Gewicht von etwa 150 Gramm.
  • Die Teigkugeln sollen nun für mehrere Stunden (4-6 Stunden) im Kühlschrank gehen.
  • Anschließend werden aus den Kugeln die Pizzaböden geformt. Dafür soll man auf keinen Fall eine Teigrolle nehmen, weil damit die entstandenen Blasen aus dem Teig gedrückt werden. (das herumschleudern des Teiges macht auch viel mehr Spass.  ;-)
Zutaten für den Belag der Pizza Hawaii

Zutaten für den Belag der Pizza Hawaii

Soviel zum Pizzateig. Das Belegen der Pizza Hawaii ist einfach. Man bestreicht den Boden mit einer würzigen Tomatensauce (Pizzaiola), dann legt man je nach Geschmack gekochten Schinken, Ananasstücke und zuletzt einen kräftigen, grob geriebenen Käse darüber.

Ich persönlich mag übrigens eine andere Reihenfolge lieber – erst Pizzaiola, dann Schinken, dann nicht zu viel Käse und zuletzt Ananas. Die angenehme Säure der Ananas verteilt sich dann mehr über die ganze Pizza.

Zuletzt wird die Pizza scharf gebacken. Für die amerikanische Variante mag ein normaler Backofen ausreichen. Für eine Pizza auf italienische Art braucht man einen Ofen, der Temperaturen über 400 Grad erreicht. Deshalb kramen wir zum Pizza machen immer unseren “Alfredo” aus dem Abstellraum.

Siehe auch:

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6 Kommentare zu Pizza Hawaii l’italiano

  • Oh … da bekomme ich sowas von Appetit. Und das mit der Bierhefe funktioniert? Spannend. Ich glaub ich hab irgendwo welche, das werde ich sicher probieren.
    Wieviel Pizzen bekomme ich aus 450 Gramm Mehl?

  • Heiko

    Und sowas wird am Tag vor meinem Besuch in Otterstedt in den Blog gestellt — gut, das ich in Deutschland keinen Zugriff aufs Internet hatte! Die Pizza ist allerdings ueberhaupt nicht mein Geschmack, also garnicht schlimm, dass Ihr bereits alles ‘weggeputzt’ hattet. Dafuer gefaellt mir die Tischdecke, auf der die Zutaten stehen umso besser!

  • Timo

    eine Frage. Ist es sinnvoll so eine Pizza auch in einem Gasofen zu machen, weil hier doch die Hitzeverbreitung sehr unregelmäßig ist? Ich habe Angst, dass mir die Pizza verbrennt.

    • Früher in meiner Studenten-WG hatten wir einen Gasofen. Und darin haben wir auch Pizza gemacht. Leider kann ich nicht mehr genau sagen, ob wir die damals oft drehen mussten, damit sie nicht einseitig verbrennt. Soweit ich mich erinnere war das aber nicht so.

      Wie immer, wenn ich nicht genau bescheid weiß lautet mein Rat: Ausprobieren und dann hier über die Ergebnisse berichten ;-)

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