Tomaten Consommé

Tomaten

Tomaten

Unser Tomatenvorrat für den Winter ist schon reichlich gedeckt und der Gefrierschrank ist sowieso voll bis oben hin. Wenn man sich den Spaß an weiteren Tomaten nicht verderben will, dann muss man in dieser Zeit schon etwas kreativ sein. Gestern Abend gab’s bei uns eine Tomaten Consommé.

Eine Consommé ist eigentlich nichts anderes als eine klare Suppe. Hier in Deutschland versteht man darunter meist eine klare warme Rinderbrühe – die ist hier aber nicht gemeint. Hier geht es um eine klare Tomatensuppe, die man sowohl warm aber viel besser noch eiskalt zu sich nimmt.

Die Herstellung der Suppe ist zwar eigentlich nicht schwierig, sie dauert aber ewig. Sinnvollerweise muss man schon am Tag vor dem Genuss beginnen sie zuzubereiten.

Rezept Tomaten Consommé

Zutaten:

  • 2 kg Tomaten
  • eine Scheibe Rote Bete (für die Farbe)
  • Basilikum
  • Salz, Pfeffer, etwas Zucker

Zubereitung:

Tomaten pürieren

Tomaten im MIxer pürieren

Das Konzept ist einfach – man püriert die gewürzten Tomaten, dann trennt man die klare Flüssigkeit von den festen Bestandteilen – fertig

Jamie Oliver würzt seine Consommé in der Fernsehreihe Jamie at Home mit Basilikum, Salz und Pfeffer. Das haben wir ebenfalls so gemacht.

Außerdem gibt Jamie aber auch noch Meerrettich, Knoblauch, Rotweinessig und (festhalten) einen ordentlichen Schuss Wodka dazu. Wir stehen mehr auf den puren Geschmack der Tomaten, also haben wir auf diese Zutaten verzichtet und stattdessen noch ein wenig Zucker dazu gegeben – Zucker passt zu Tomaten immer!

Die ganzen Zutaten kommen in einen Mixer und werden fein püriert. Alternativ kann man sie auch in einen großen Topf geben und ordentlich mit dem Pürierstab bearbeiten.

Nun folgt der schwierige Teil – das Trennen der festen Bestandteile von der klaren Flüssigkeit. Leider ist keine mir bekannte Möglichkeit optimal. Dampfentsaften entfällt, weil die Tomaten nicht gekocht werden sollen und den elektrischen Entsafter habe ich bisher noch nicht ausprobiert (sollte ich vielleicht mal machen). Übrig bleibt das Filtern der Flüssigkeit durch ein Baumwolltuch.

Filtrieren im Kühlschrank

Consommé filtern im Kühlschrank

Das Filtern der Consommé durch ein Tuch dauert lange. Sehr lange! In verschiedenen Rezepten las ich, dass es sechs/sieben Stunden dauern kann. Diese Einschätzung halte ich für zu optimistisch. Nach sechs Stunden tropfte es immer noch aus unserem Baumwolltuch und erst nach einem ganzen Tag hatte sich der größte Teil der Flüssigkeit (knapp 1,5 Liter) in dem Topf unter dem Tuch gesammelt.

Natürlich könnte man den Brei auch Pressen, aber dann ist die Consommé eben keine Consommé mehr, sondern es entsteht eine naturtrübe Tomatensuppe.

Da uns schon klar war, dass das Filtern länger dauern würde, haben wir den zusammen geknoteten Sack mit dem Tomatenbrei gar nicht erst in der Küche aufgehängt, sondern die ganze Aktion gleich im Kühlschrank des Gästezimmers veranstaltet.

Frei nach Jamie Oliver haben wir auch eine Scheibe Rote Bete in den Topf gelegt um der Consommé etwas mehr Farbe zu geben. Das hat bei uns nicht besonders gut funktioniert. Beim nächsten Mal werden wir vielleicht gleich ein kleines Stück Rote Bete mit in den Mixer geben.

Tomaten Consommé

Tomaten Consommé

Der Geschmack der kalten Tomaten-Consommé ist wirklich umwerfend. Trotz des großen Aufwandes lohnt es sich, diese Erfrischung gelegentlich wieder zu machen. Beim nächsten Versuch gibt es dann bei uns vielleicht doch mal eine Tomaten-Wodka-Consommé.

Siehe auch:

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2 Kommentare zu Tomaten Consommé

  • Peter

    Mit einem elektrischen Entsafter lässt sich direkt keine Consommé herstellen, denn da kommt eine ziemlich trübe Brühe raus. Die müsste genauso gefiltert werden, aber wahrscheinlich würde sie etwas schneller durchlaufen als bei püriertem Brei. Aber sonst ist so ein elektrischer Entsafter schon ganz brauchbar. Wir haben soeben einen angeschafft (Gastroback 40127) um einen Teil unserer Birnen-Ernte zu versaften. Das funktioniert sehr gut, aber dabei entsteht ein ziemlich “dicker” Saft, bei dem sich dann unten feines Püree absetzt wenn man ihn stehen lässt. Nicht zu vergleichen mit gekauftem Saft, geht eher Richtung Smoothie. Ebenfalls entsteht ziemlich viel Schaum. Man kann schnell grosse Mengen von Frucht- oder Gemüsesaft produzieren, und fast alles versaften, was genügend Wasser enthält, ausser Bananen, da kommt nur Brei raus. Mit ein paar Tomaten, Gurken und Paprika lässt sich so eine tolle Gazpacho machen.
    Was habt ihr eigentlich mit dem übrig gebliebenen Tomatenbrei gemacht? Ich kann mir vorstellen, dass sich dieser sehr gut zur Produktion von Sugo eignen würde.

  • Den Brei haben wir leider auf dem Kompost entsorgt. Für Sugo müsste man wieder etwas Wasser dazu geben, damit man den Brei kochen kann. Einen Versuch wäre das aber sicher Wert. Werden wir demnächst einfach mal ausprobieren.

    Einen elektrischen Entsafter kann ich bei anderen Früchten auch empfehlen. Für Quittengelee war das mit Abstand die beste Möglichkeit den Saft zu gewinnen.

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