Überschüssiges Bier verwerten

Die Gäste unserer letzten großen Party haben 80 Liter Bier getrunken. Offenbar waren sie nicht so richtig durstig, denn es blieb ein Rest von 20 Liter Bier im zweiten Fass übrig. Die Frage lautet, was zum Geier macht man mit zwanzig Liter überschüssigem Bier?

20 Liter Bier

20 Liter Bier

Ja, ja, ich weiß, Die offensichtliche Verwertungsmethode ist, es zu trinken. Komischerweise hat man aber nach Partys oft keinen besonders großen Bierdurst. Deshalb habe ich mich mal nach anderen Möglichkeiten umgesehen:

Bierbrot

Bierbrot haben wir auch früher schon gelegentlich gebacken. Im Prinzip ersetzt man dabei einfach das Wasser durch Bier. Eigentlich eignet sich dafür zwar eher ein dunkles Brot, aber wir haben dieses Mal ein Bier-Weißbrot gebacken – schmeckt auch sehr gut:

Zutaten:

  • Ein Kilogramm Weizenmehl
  • ca. 550 Milliliter Bier
  • ein Teelöffel Salz
  • ein Teelöffel Zucker
  • 42 Gramm Hefe (ein Würfel)

Zubereitung:

Die Zutaten werden ordentlich durchgeknetet. (Wir machen das mit der Küchernmaschine). Anschließend lässt man den Teig 40 Minuten gehen. Dann wird der Teig noch einmal geknetet und je zur Hälfte in zwei eingefettete Kastenformen gegeben. Nachdem der Teig noch eine weitere halbe Stunde gegangen ist, werden die Formen für etwa 40 Minuten bei 190 Grad (Umluft) in den vorgeheizten Backofen gestellt. Fertig.

Biergelee

Auf den ersten Blick mag die Vorstellung von einem Biergelee auf dem Frühstücksbrötchen nicht jedem sofort zugänglich sein, aber ich kann versichern, dass das mal eine richtig leckere Abwechslung ist. Vom Biergeschmack bleibt vor allem der herbe Geschmack des Hopfens. Und dieser harmoniert ganz vorzüglich mit dem Zucker.
Zutaten:

  • 2 Liter Bier (Pilz)
  • 1,3 Kilogramm Gelierzucker (2:1)

Zubereitung:

Bier kocht über!

Bier kocht leicht über!

Damit das Bier die Kohlensäure und vor allem den Alkohol verliert, kocht man es für einige Minuten. Vorsicht, beim Aufkochen entsteht zunächst sehr viel Schaum und das Bier kann dann sehr leicht überkochen. Wenn das Kohlendioxid entwichen ist, fällt der Schaum dann aber in sich zusammen und es muss nur sehr wenig Eiweiß abgeschöpft werden.

Anschließend gibt man den Gelierzucker dazu und kocht das Ganze noch einmal kurz auf. Erwartungsgemäß benötigt man relativ viel Gelierzucker,. Bier enthält eben keinerlei Pektin. Dass es so viel sein würde, hätte ich trotzdem nicht gedacht. Eine Gelierprobe ist unbedingt anzuraten.

Zuletzt gibt man das Gelee in vorher im Backofen desinfizierte Gläser und verschließt diese dann fest.

Zum frittierten Gemüse im Bierteig sind wir bisher noch nicht gekommen, das werden wir vielleicht morgen mal ausprobieren. Sollte irgendwer weitere Verwertungsmöglichkeiten für übrig gebliebenes Bier kennen – immer her damit. Es sind noch 17,5 Liter übrig ;-)

Siehe auch:

1 Kommentar zu Überschüssiges Bier verwerten

  • Unser Lieblingslieblingslieblingskuchenrezept, das mittlerweile fleißig vorgebacken und weitergegeben wird, ist ein dänischer Bierkuchen:

    500 g Zucker
    0.33l Bier, ich finde dunkles hier besser
    500g Mehl
    je 1 TL Ingwerpulver und Zimt
    1/4 TL Nelkenpulver (optional)
    2 TL Backnatron

    Zucker mit Bier vermischen. Restliche Zutaten dazumischen. Bei 180 Grad ca. 1:15 h in einer Kastenform backen. Klappt auch im Gugelhupfring und anderen Formen.

    Guten Appetit!

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