One-Pot-Pasta

Man kennt das schon, alle paar Wochen wird eine neue Sau durchs Internet getrieben. Im Moment scheint es wieder die One-Pot-Pasta zu sein. Die Einschätzungen gehen von “delicious” bis “ungenießbar”. Eigentlich erwarte ich ja eher nicht, dass sich unsere Pasta-Koch-Gewohnheiten von einem auf den anderen Tag revolutionär ändern. Aber wer weiß, unsere Gewohnheiten zum Pfannkuchen-Backen haben sich tatsächlich grundlegend geändert, nachdem wir den Pannukakku kennen gelernt haben.

Statistik One-Pot-Pasta

Statistik der Suchanfragen nach dem Begriff One-Pot-Pasta. Quelle: Google Trends

Ich habe mich bei unserem One-Pot-Pasta Experiment einigermaßen genau an das Rezept gehalten, dass Martha Stewart auf ihrer Seite und in dem entsprechenden Video beschrieben hat. Martha ist übrigens nicht (wie vielfach behauptet) die Erfinderin der dieser Pasta-Variante. Aber zumindest hat sie den One-Pot-Pasta-Stein mit ihrem Video im Mai 2013 so richtig ins rollen gebracht. Die Grafik rechts zeigt die Statistik der Google-Suchanfragen nach dem Begriff One-Pot-Pasta.

Zutaten

Zutaten One-Pot-Pasta

Zutaten für die One-Pot-Pasta

Hier zunächst die Zutaten wie sie Martha in ihrem Rezept vorschlägt (im Klammern jeweils die Originalbezeichnung):

  • 340 Gramm Linguine (12 ounces linguine)
  • 340 Gramm halbierte Cherrytomaten (12 ounces cherry or grape tomatoes, halved or quartered if large)
  • eine Zwiebel (etwa zwei Tassen) in dünne Scheiben geschnitten (1 onion, thinly sliced (about 2 cups))
  • 4 Knoblauchzehen in dünne Scheiben geschnitten (4 cloves garlic, thinly sliced)
  • 1/2 Teelöffel rote Chiliflocken (1/2 teaspoon red-pepper flakes)
  • 2 Triebe Basilikum, zusätzlich abgerissene Blätter als Garnierung (2 sprigs basil, plus torn leaves for garnish)
  • 2 Teelöffel Olivenöl Extra Vergine, zusätzlich mehr Öl zum Servieren (2 tablespoons extra-virgin olive oil, plus more for serving)
  • grobes Salz und frisch gemahlener Pfeffer (Coarse salt and freshly ground peppe)
  • gut einen Liter Wasser (4 1/2 cups water)
  • Frisch geriebener Parmesan zum Servieren (Freshly grated Parmesan cheese, for serving)

Ein paar Anmerkungen zu den Zutaten:

  • Ich musste erst mal nachlesen, was Linguine überhaupt sind. Es handelt sich um flache Spaghettii. Ich denke normale Spaghetti tun es hier auch.
  • Die Zwiebel muss schon ziemlich groß sein, damit man zwei Tassen voll zu bekommt. Ich habe einfach zwei etwas kleinere Zwiebeln genommen.
  • In Amerika ist die Maßeinheit cup immer noch sehr gebräuchlich. Gemeint ist damit ein Volumen von etwa 240ml. Ich habe Marthas 4,5 cups also einfach auf “gut einen Liter” gerundet.
    Sicherheitshalber der Hinweis, dass die deutschsprachige Wikipedia behauptet ein cup seien 235 ml. Da man dort aber immer gleich von irgendwelchen Besserwissern verhauen wird, wenn man etwas ändert, belasse ich es dabei und zitiere dafür kurz das U.S. Government Publishing Office: For nutrition labeling purposes, a teaspoon means 5 milliliters (mL), a tablespoon means 15 mL, a cup means 240 mL, 1 fl oz means 30 mL, and 1 oz in weight means 28 g.

Zubereitung

Eine genaue Übersetzung der Anweisungen spare ich mir mal. Jedenfalls werden die Tomaten halbiert; die Zwiebeln und der Knoblauch werden in dünne Scheiben geschnitten. Anschließend wird alles (inclusive Linguine) kalt in eine Pfanne gegeben und auf den Herd gestellt. Nach etwa zwei Minuten soll das Wasser kochen, nach weiteren 9 Minuten soll das Gericht dann servierfertig sein – kaum zu glauben. Näheres im Video von Martha Stewart:

Bei uns hat es eher fünf Minuten gedauert bis das Wasser richtig kochte. Nach weiteren neun Minuten kam dann tatsächlich ein recht passables Pasta-Gericht dabei heraus. Ich persönlich würde die Schale der Tomaten beim nächsten Mal sicherlich vor dem Kochen abziehen. Und die Zwiebeln würde ich wohl vor dem Kochen anbraten. Trotzdem schmeckt die One-Pot-Pasta besser als ich gedacht hätte.

3 Kommentare zu One-Pot-Pasta

  • Danke für den Tipp. Diese Zubereitungsart werde ich demnächst einmal ausprobieren (einschließlich der angemerkten Abwandlungen, wie Zwiebeln anbraten).

  • Ich schätze Deine Rezepte, das mit dem Löwenzahn werde ich sicher mal ausprobieren, dies aber nicht. Ganz wie Du gesagt hast, da sind die Meinungen klar geteilt: Ich war lange in Italien und habe VIELE Varianten kennengelernt, die ich gerne koche (und die von Dir ebenso geliebten Spätzle zähle ich irgendwie einfach ganz dreist dazu), aber, dies hier kommt mir richtiggehend falsch vor. Nenn mich borniert, aber so sehe ich das aus meiner Erfahrung.
    Herzlich Giorgio.

    • War doch klar, dass dieses Rezept Kontroversen auslöst ;-)
      Wie schon gesagt – vermutlich werden wir Pasta weiterhin nach eher traditionellen Rezepten zubereiten. Aber als Alternative zu den weithin beliebten Fertig-Pastasoucen aus der Tüte oder Dose ist dieses Konzept durchaus vorzuziehen.

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