Weihnachtsmenü

Habt ihr euer Weihnachtsmenü alle schon geplant? Wir haben unser Erstes bereits gestern verspeist. Da meine Eltern über Weihnachten verreisen, haben wir unser gemeinsames Weihnachtsessen mit ihnen einfach vorgezogen. Fangen wir mal mit der Vorspeise an, da gab es eine Forellen-Lachs-Terrine mit selbst gebackenem Baguette nach einer Idee aus der Rezeptsammlung von chefkoch.de.

Rezept: Lachs-Forellen-Terrine

Lachs-Forellen-Terrine mit Pinguinen

Zutaten:

250 gr. roter Wildlachs, TK
125 gr. geräucherte Forelle
1 EL Zitronensaft
1 Ei
250 gr. Creme Fraiche
Salz, Pfeffer, Paprika

Zubereitung:

Den TK-Lachs antauen lassen. Die kleine Fischform (oder eine kleine Kastenform) gut mit Butter einfetten und eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Beide Fischsorten fein würfeln, mit dem Zitronensaft vermischen und ebenfalls 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Dann den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Fisch mit dem Pürierstab pürieren, dann mit der Gabel erst das Ei und dann Creme fraiche unterrühren. Kräftig würzen. Nun die Farce in die gefettete Form streichen und darauf achten, dass keine Hohlräume entstehen (vorsichtig andrücken). Mit Alufolie abdecken und einige Löcher in die Folie pieksen.

Die Terrine in eine etwas größere Form (kleines Backblech) stellen und mit kochend heißem Wasser aufgießen (etwa so, dass die Terrine halb hoch im Wasserbad steht). 35 Minuten im Wasserbad garen, dann den Ofen ausschalten, die Terrine aber noch 15 Minuten im Ofen ziehen lassen. Aus dem Ofen nehmen und eine Stunde in der Küche abkühlen lassen. Dann die Terrine vorsichtig auf eine Platte stürzen und bis zum Verzehr (über Nacht) kalt stellen.

Damit der arme Fisch nun nicht so allein sein Dasein fristen muss, leisten ihm ein paar kleine Kollegen vom Südpol Gesellschaft. Die Idee mit den Pinguinen habe ich hier abgeguckt. Wirklich klasse, was sich manche so alles einfallen lassen.

Rezept: Weihnachtsgans

Niedrigtemperatur Gans

Als Hauptgericht gab es dann die bei uns schon traditionelle gefüllte NT-Gans des Benutzers Matti von Chefkoch.de. Dazu gab es Apfelrotkohl, hausgemachte Kartoffelklöße und Rotweinsauce.

Eine gefrorene Gans (4 kg) etwa 36 Stunden vorher auftauen. Wir holen sie immer Donnerstag nachmittag aus der Eistruhe, dann kommt sie in den Kühlschrank. Verpackung abmachen und in ein Sieb legen. Mit Klarsichtfolie abdecken, damit sie nicht austrocknet. Dann kann sie Samstag morgen in den Ofen.

Den Ofen auf 220 Grad vorheizen, Ober-und Unterhitze ist besser als Umluft (dann nur 190 Grad einstellen).
Die Innereien entfernen. Salz, Pfeffer und Paprika mischen und die Gans damit einreiben. Als Füllung z.B. Maronen oder gewürfelte Äpfel mit Cognac nehmen. Die Gans zubinden oder zustecken.

Die Gans kommt nicht in den Bräter, sondern in die Fettpfanne. Ohne Zugabe von Flüssigkeit.
Mit der Brust nach oben legen, Die Gans wird nicht gedreht, sie bleibt die ganze Zeit auf dem Rücken liegen. Die Gans wird auch nicht angepiekt.

Nun die Gans 1 Stunde bei 220 Grad braten (bei Umluft 190 Grad) Dann wird die Temperatur auf 80 Grad runtergedreht für 7,5 Stunden (evtl. ein Backofenthermometer zur Hilfe nehmen) Ein Übergaren soll angeblich nicht möglich sein (Biogeflügel soll sogar 20% mehr Zeit benötigen)

Zwischendurch evtl. entfetten, auf jeden Fall aber eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit. Dann kommt der Vogel nämlich auf den Rost, Fettpfanne leeren und darunter hängen! Die Temperatur die letzte halbe Stunde auf 190 Grad hochdrehen, damit die Haut schön knusprig und die Gans richtig heiß wird.

Und das Beste ist, dass der Backofen bei dieser Methode nicht ganz so doll eingesaut wird :-)

Als Dessert habe ich mich in diesem Jahr für ein Lebkuchenmousse mit Punschsauce nach dieser Idee entschieden. Allerdings habe ich es ein wenig abgewandelt.

Rezept: Lebkuchenmousse mit Punschsauce

Lebkuchenmousse mit Punschsauce

Zutaten:

100 gr. Lebkuchen mit Schokoglasur
400 gr. Schlagsahne
1 x Vanillezucker
150 gr. weiße Kuvertüre
250 gr. Mascarpone
250 gr. Quark
4 EL Zucker
50 ml Kirschwasser
10 gr. Lebkuchengewürz (etwa 2 TL)
700 ml Kinderpunsch (1 Flasche Familienpunsch von Voelkel)
400 gr. (1 Glas) Preiselbeeren
etwas Stärkemehl (ca. 2 EL)

Zubereitung:

Die Lebkuchen klein zerbröseln. Die Sahne mit etwas Vanillezucker steif schlagen, dann die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen.

Mascarpone, Quark, Kuvertüre, Lebkuchenbrösel, Kirschwasser und Zucker miteinander vermengen. Dann die Sahne unterheben und mit dem Lebkuchengewürz abschmecken. Die Masse in eine Schüssel füllen und kalt stellen.

Für die Sauce etwas von dem Punsch mit der Stärke verrühren. Den restlichen Punsch erhitzen, die Stärke einrühren und aufkochen lassen. Danach die Preiselbeeren einrühren und abkühlen lassen. Die Sauce schmeckt lauwarm oder kalt.

Alles in allem haben wir natürlich mal wieder viel zu viel gegessen. Um uns also schnell ein paar der angefutterten Kalorien wieder zu entledigen, ging es heute erstmal traditionell los, unseren Weihnachtsbaum aussuchen und zu sägen. Aber das ist nun wieder ein ganz anderes Thema.

2 Kommentare zu Weihnachtsmenü

  • Birgit

    Haaaaaaaallllllllllllllllllllllllllllllllooooooooooooooooo,
    warum sagt mir keiner Bescheid???
    Hätte mich gerne als Testesserin zur Verfügung gestellt!!!

    Allerdings, wenn ich mir die angerichtete L-F-T so ansehe, kommt es mir vor, als hätten die Pinguine gerade 2 sehr gute Freunde verloren und betrauern diesen herben Verlust.

    Na, denn mal trotzdem
    Happy Christmas

  • Hoho, zu dem Zeitpunkt, als das Bild aufgenommen wurde waren die Pinguine noch super drauf, Du hättest sie mal nach dem Essen sehen sollen ;-) Wie Du weißt, neige ich etwas dazu, bei allen passenden und weniger passenden Gelegenheiten die Vorzüge von Linux zu preisen. Die L-F-T Begleitung war Mailins Anspielung auf Tux, das Linux Maskottchen. Echt gelungen, wie ich finde.

    Nur am Rande, als ich Mailins Beitrag zum Ersten mal las, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich wohl einen Gang verpasst haben muss. Inzwischen weiß ich, dass eine Terrine nicht zwangsläufig eine Suppenschüssel ist, sondern auch die Bezeichnung für eine Variante der Pastete sein kann.

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