Rezept: Bärlauchpesto

Ernte des Bärlauch

Ganz hat es unser Bärlauch nicht in die Galerie zum April-Blütentag geschafft. Es dauert aber sicher nur noch ein paar Tage, bis er es dem Scharbockskraut und dem Buschwindröschen in seiner Nachbarschaft gleich tut und seine Blüten öffnet. Höchste Zeit sich einen Vorrat an Bärlauch-Pesto anzulegen:

Rezept: Bärlauchpesto

  • 100 Gramm Bärlauch
  • 100 Milliliter Olivenöl
  • 50 Gramm Pinienkerne
  • 50 Gramm Parmigiano Reggiano (Parmasan Käse) oder Grana Padano
  • Pfeffer, Salz

Die Bärlauchblätter werden gründlich gewaschen und dann in einer Salatschleuder ordentlich geschleudert. Die Blätter sollen bei der Verarbeitung wieder richtig trocken sein. Anschließend wird der Bärlauch mit dem Messer oder einer Kräuterwiege fein geschnitten und in eine Schüssel gegeben. Die Pinienkerne werden ebenfalls fein gehackt und dazu gegeben. Der Parmesankäse wird fein gerieben und untergemischt. Zuletzt wird das Olivenöl dazu gegeben und untergerührt und mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt.

Bärlauchpesto

Nun muss das Ganze püriert werden. Wer keine Angst vor einer Küchenrenovierung hat, nimmt dafür den Pürierstab. Wir machen es lieber im Standmixer. Meist war die Konsistenz des Pesto mit den angegebenen Zutaten genau richtig. Dieses Mal hatten wir von allem die doppelte Menge verwendet und mussten zuletzt noch etwas mehr Olivenöl dazu geben, um es schön sämig zu machen.

Das fertige Bärlauchpesto wird in sterilisierte Gläser abgefüllt und soll kühl und dunkel gelagert werden. Angeblich soll das Pesto im Kühlschrank länger als ein halbes Jahr haltbar sein. Wir konnten das aber nie ausprobieren, weil es immer schon vorher verbraucht war.

Zuletzt noch eine Warnung: Wer Bärlauch im Wald erntet, sollte ihn nur abgekocht zu sich nehmen. Sonst besteht die Gefahr, sich einen Fuchsbandwurm einzufangen. Wie Heiner kürzlich in seinem Vogelmiere Artikel schrieb, soll das ein sehr unangenehmer Tod sein. Leider verliert Bärlauch durch Erhitzen aber sehr viel von seinem Aroma.

Außerdem sollte man den Bärlauch gut kennen, weil es offenbar immer wieder zu Verwechslungen mit Maiglöckchen,  Herbstzeitlosen oder jungen Blättern des Gefleckten Aronstabs kommt. Alle drei sind hochgiftig! Das sicherste Erkennungsmerkmal ist der charakteristische Geruch des Bärlauch. Siehe dazu auch diesen Abschnitt im Artikel Bärlauch der Wikipedia. Dass das Sammeln von Bärlauch in Naturschutzgebieten und auf geschützten Flächen verboten ist, dürfte klar sein.

Siehe auch:

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11 Kommentare zu Rezept: Bärlauchpesto

  • Zum Bärlauch-Pesto mache ich noch einen Spritzer Zitronensaft hinzugefügt. Lecker. Auch getrocknete Tomaten passen super dazu. Liebe Grüße Svea

  • Anke

    Mh, das klingt ja alles wirklich super gut. Da sollte ich mir auch mal einen Vorrat anlegen, da ich Bärlauch als Pesto eigentlich noch nie verwendet habe, sondern meist nur zum Würzen, aber da blieb mir dann immer viel zu viel übrig!

    Danke für den Tipp :-)

  • Miharu Dera

    Junge Blätter des Gefleckten Aronsstabs – wie teuflisch sie sind, habe ich neulich unfreiwillig ausprobiert, als mir ein paar Blätter in meine Bärlauch-Ernte gekommen waren: Mundschleimhäute brennen wie verrückt, mit Wassertrinken habe ich das Zeug nur noch mehr im Mundraum und beim Schlucken vor allem bis zum Schlund verteilt. Ein sehr unangenehmer Tag folgte: keine Lust auf Essen!

  • Ich hoffe, Dir geht es inzwischen wieder gut!

    Eben habe ich noch mal gesucht, was das eigentlich für ein Gift ist, dass sich im Gefleckten Aronstab versteckt. Soweit ich das verstehe ist das noch nicht endgültig klar. Im verlinkten Artikel ist von Oxalaten und “Scharfstoffen” die Rede. Leider weiß ich nicht was mit diesen Scharfstoffen gemeint ist, vielleicht erklärt das aber ja das Brennen im Mund.

    Ich hoffe, es hat sich nicht um eine Herbstzeitlose gehandelt, weil die wohl noch viel giftiger ist als der Gefleckten Aronstab. Die Wikipedia schreibt da nämlich auch etwas von Brennen im Mund: Die Symptome äußern sich zunächst in einem Brennen im Mund. Es folgen Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen mit oft blutigen Durchfällen.

  • Anja

    Hab zum ersten Mal Bärlauchpesto gemacht. Damit es länger hält hab ich den Parmesan weggelassen, die Gläser ausgekocht und am Schluss noch mit Olivenöl abgedeckt. Leider hat sich jetzt nach einer Woche Lagerrung im Kühlschrank, eine weisse Schicht oben abgesetzt. Was könnte das sein? Nach Schimmel riecht es nicht, hab jetzt aber bedenken das Pesto noch zu verzehren. Wer weiss Rat?

    LG Anja

  • Hm, keine Ahnung. Ist die weiße Schicht schaumig? Dann könnte der Bärlauch angefangen haben zu gären. Was hast Du denn für ein Öl genommen? Könnte sich da evtl Fett abgesetzt haben?

  • Anja

    Ich hab 1:1 Oliven- und Rapsöl verwendet. Vielleicht ist es abgesetztes Fett, habs mal zwischen die Finger genommen und da ist es wieder flüssig geworden. Kann ich es trotzdem noch bedenkenlos essen oder lieber nicht? Liegt das an der Qualität des Öls?

    LG Anja

  • Verklag’ mich nicht, wenn ich falsch liege, aber ich würde es auf jeden Fall probieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da schon Schimmel gebildet haben soll. Alles andere (inclusive Schaum durch Gärung) wäre wohl unbedenklich.

  • Alfred

    Wann ,oder wie lange kann ich Bärlauch ernten ?
    Ich habe gehört man sollte nur bis zur Blüte ernten ?

  • Soweit ich weiß kann man auch die Blüten essen. Wir hören aber schon damit auf zu ernten, wenn sich die ersten Blütenknospen zeigen. Dann haben die Pflanzen noch etwas Zeit kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Die Zwiebeln ernten wir auch nicht, obwohl die wohl auch toll schmecken sollen.

  • Ich habe gestern das Rezept gesehen und mich gleich ans Werk gemacht. Bis jetzt habe ich Bärlauch immer nur als Belag fürs Brot genutzt. Gekostet habe ich von den Pesto noch nicht-das machen wir heute Abend.

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