Obst und Mais einkochen

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Obsternte

Obsternte

Furchtbar! In dieser Jahreszeit geht man nur mal kurz durch den Garten und schon steht man den ganzen Nachmittag in der Küche und ist damit beschäftigt, alle möglichen Früchte einzumachen. Naja, wenn Mailin nicht doch noch einmal einen Rappel bekommt und neue Weckgläser besorgt, dann ist jetzt aber erst mal Schluss – die Gläser sind nämlich alle voll.

Neben den letzten Kartoffeln haben wir am Wochenende Äpfel, Birnen, Nashibirnen und Zwetschgen geerntet. Eigentlich waren die restlichen Maiskolben als Schmankerl für die Pferde vorgesehen. Beim Vorbeigehen konnte ich mich dann aber nicht zurückhalten und habe ein paar Kolben zum Einkochen mitgenommen. Und dann kamen mit der letzten Gemüsekiste auch noch Mirabellen – die übrig gebliebenen Reste davon haben wir dann gleich mit eingekocht.

Zwetschgen und Mirabellen einkochen

Vor dem Einkochen werden die Zwetschgen gewaschen, in Hälften geteilt und entsteint. Nach Angaben aus dem WECK-Einkochbuch soll man sie nun mit einer vorgekochten Zuckerlösung aus 500-600 Gramm Zucker pro Liter Wasser auffüllen und dann 30 Minuten lang bei 90 Grad einkochen.

Wir haben etwas weniger Zucker genommen und die Zwetschgen kurz in der Zuckerlösung vorgekocht, weil wir Bedenken hatten, dass die Gläser sonst nicht ausreichend sterilisiert sind und aufgehen könnten. Die Zwetschgen werden dadurch aber recht weich. Wer Zwetschgen für Kuchen einkochen möchte, sollte sich also vielleicht doch lieber an die Vorgaben von Weck halten.

Die paar übrig gebliebenen Mirabellen haben wir in einem Sieb kurz in kochendes Wasser gehalten, um den wachsartigen Überzug von den Früchten abzulösen. Dieser kann sich sonst im Glas an der Oberfläche als weißlicher Niederschlag sammeln. Anschließend werden die halbierten und entsteinten Mirabellen in das Glas gefüllt und mit Zuckerlösung aufgefüllt. Zuletzt werden die Gläser 30 Minuten bei 90 Grad eingekocht.

Apfelmus einkochen

Mit dem Einkochen von Apfelmus haben wir bei Weitem die längste Erfahrung. Die Äpfel werden geschält, das Kerngehäuse wird entfernt und die klein geschnittenen Apfel-Spalten wandern vorübergehend in kaltes Zitronenwasser, damit sie nicht braun anlaufen. Anschließend werden die Äpfel mit ein wenig Wasser, Zucker nach Geschmack und einem Schuss Zitrone zu Apfelmus verkocht. Je nach Gusto kann man die Äpfel dann entweder nur grob stampfen oder fein pürieren. Zuletzt wird das Apfelmus in die Gläser gefüllt und für 30 Minuten bei 90 Grad eingekocht.

Wenn man ganze Apfel-Spalten einkochen möchte, dann kann man genau so vor gehen, wie wir es bei den folgenden Birnen und Nashibirnen gemacht haben.

Birnen und Nashibirnen einkochen

Die verschiedenen Birnensorten reagieren sehr unterschiedlich auf das Einkochen. Man muss darauf achten, dass die Birnen reif sind, weil sie sonst hart bleiben und sogar einschrumpfen. Auf der anderen Seite eignen sich überreife und sehr weiche Birnen auch nicht zum Einkochen, weil sie zerfallen oder mit der Zeit sogar schleimig werden. Die Konzentration der Zuckerlösung zum Auffüllen der Gläser hängt stark von Zuckergehalt der Birnensorte ab, da muss man etwas Fingerspitzengefühl entwickeln. Wir haben etwa 350 Gramm Zucker auf den Liter Flüssigkeit genommen.

Wir haben in diesem Jahr sowohl Birnen von unserem uralten Mostbirnenbaum als auch Nashibirnen eingekocht. Die Mostbirnen schälen wir, weil sie eine relativ feste Schale haben. Bei den Nashis haben wir ein Glas geschält und zwei weitere Gläser ungeschält  eingekocht. Natürlich werden die Birnen vorher gevierteilt und vom Kerngehäuse befreit. Anschließend werden sie in Gläser gefüllt und es wird mit der Zuckerlösung aufgefüllt. Zuletzt werden die Birnen für 30 Minuten bei 90 Grad eingekocht.

Mit dem Einkochen von Nashibirnen hatten wir bisher keine Erfahrungen. Wir sind da einfach ganz genau so vorgegangen wie bei den normalen Birnen.

Mais einkochen

Maiskörner abstreifen

Maiskörner abstreifen

Eigentlich hatten wir vor, ein paar ganze Maiskolben einzukochen. Da die Kolben aber irgendwie nicht gut in die Gläser passten, haben wir die Körner dann kurzerhand abgestreift.

Wenn der Mais schon etwas reifer ist (teigreif, wie jetzt), ist das Abstreifen der Körner einfacher als man denkt. Wir haben es so gemacht, wie auf dem Kolben im Bild zu sehen. Zunächst haben wir nach und nach ein paar Reihen entlang der Längsachse heraus gedrückt. Anschließend kann man die verbliebenen Reihen ganz leicht seitlich heraus streifen.

Die Maiskörner werden dann gut fünf Minuten lang halb gar gekocht. Anschließend werden sie in die Gläser gefüllt und mit abgekochtem Wasser aufgefüllt. Dann können sie 30 Minuten bei 100 Grad eingekocht werden.

Weck empfiehlt das Wasser beim Vorkochen etwas zu salzen. Wir haben das noch nie gemacht und sind auch dieses Mal nicht davon abgewichen. Das Rezept im Weck-Kochbuch widerspricht sich auch bei der Einkochzeit. Einmal ist da von 60 Minuten bei 100 Grad die Rede, ein anderes Mal von 30 Minuten. Da der Mais schon vorgekocht wurde, sollten 30 Minuten aber eigentlich reichen.

Restbestände verwerten

Wenn man verschiedene Obstsorten einkocht, dann bleiben immer geringe Mengen übrig, weil man natürlich kein halb volles Glas einkochen möchte. Da ergeben sich ungeahnte Kombinationsmöglichkeiten. Bei den Marmeladengläsern, die man unten auf dem Foto sieht, handelt es sich um die allseits beliebte Zwetschgen-Mirabellen-Nashibirnen-Konfitüre. Wir haben zuletzt einfach alles, was nicht mehr in die Gläser passte in einem Topf aufgekocht, etwas übrig gebliebene Zuckerlösung und ordentlich Gelierzucker dazu gegeben, und das Ganze dann mit dem Pürierstab bearbeitet. Der Geschmack der fertigen Konfitüre ist durchaus interessant.

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