Schlehenlikör

Schlehenlikör - die kläglichen Überreste vom vergangenen Jahr und der Nachschub

Schlehenlikör - die kläglichen Überreste vom vergangenen Jahr und der Nachschub

Da ich unsere vorsorglich vor den Vögeln geretteten Schlehen gestern sowieso schon aus dem Gefrierschrank geholt hatte, habe ich heute Morgen gleich unseren traditionellen Schlehenlikör angesetzt. Wer den vorherigen Artikel zum Thema nicht gelesen hat, sollte bedenken, dass Schlehen auch als Likör eher ungenießbar sind, wenn sie nicht vor der Verarbeitung einmal (oder besser mehrmals) richtig durchgefroren waren.

Mailin hatte in der Zutatenliste ihres Rezeptes auf chefkoch.de 4 Flaschen Korn oder Wodka angegeben. Obwohl Schlehenlikör auf den bevor stehenden Kohl und Pinkel Touren vermutlich wieder weg geht wie geschitten Brot, habe ich die Menge dieses mal halbiert.

In den vergangenen Jahren haben wir Schlehenlikör sowohl mit Korn bzw. Doppelkorn als auch mit Wodka angesetzt, der geschmackliche Unterschied beim Endprodukt ist allerdings sehr gering.

Rezept: Schlehenlikör

Zutaten für unseren Schlehenlikör

Zutaten für unseren Schlehenlikör

Zutaten:

  • 400 Gramm ganze Früchte der Schlehe
  • 2 Flaschen Wodka à 0,7 Liter (alternativ auch Korn oder Doppelkorn)
  • 500 Gramm Zucker (weiß oder braun)
  • eine Vanilleschote
  • eine Stange Zimt

Die Zubereitung des Schlehenlikörs ist einfach. Die Früchte müssen mindestens einmal richtig Frost abbekommen haben (draußen oder im Gefrierschrank) um ihren bitteren Geschmack zu verlieren.Bei uns hat es sich bewährt, die Schlehen einmal auftauen zu lassen und sie dann erneut einzufrieren. Danach sind die Früchte sogar roh genießbar.

Alle Zutaten werden in ein verschließbares Glasgefäß gegeben und für gut einen Monat hell aufgestellt. Da sich der Zucker erst mit der Zeit ganz auflöst, sollte man ein etwas überdimensioniertes Gefäß wählen, damit man den Likör gelegentlich etwas schwenken kann.

Nach ein paar Wochen kann man schon mal vorsichtig probieren ob einem der Geschmack schon zusagt. Nach maximal zwei Monaten ändern sich Geschmack und Farbe dann aber nicht mehr und der Likör kann durch ein Sieb in geeignete Flaschen abgefüllt werden.

Siehe auch:

Webung:

Weblinks:

6 Kommentare zu Schlehenlikör

  • lucas

    kann man denn likör auch mit brombeeren machen

  • hallo, ich nehme weniger Zucker, dafür hochprozentigen Rum,und nehme auch Schlehen ungefrostet..,
    das sind Weihnachtsgeschenke..ein likörchen zum Genießen..

    und wir haben entdeckt,dass sich weitere Schlehensorten( durch die Vögel ausgesäht) entwickelt haben,,zum einen echte Schlehen-Riesen , zum anderen fast weiches Gehölz ohne Dornen.
    ( PS wir haben bei Anlage eines Waldes das Gebiet
    außenrum auch mit vielen Fruchthölzern angepflanzt..und nun finden sich überall, Schlehen,Wildapfel, Rotdorn, Wildrosen).
    die Ureinwohner hier in der Marsch an der Nordseeküste..kannten keine Schlehen.
    Waren total überrascht,als ich davon Likör ausschenkte.gruß wiebke

  • Hier bei uns wird Schlehenlikör auch immer beliebter. Der etwas süßere Likör ist besonders gut für die kalte Jahreszeit geeignet. Unsere diversen Schlitten- und Kohl und Pinkel-Aktionen haben dieses Jahr ein ordentliches Loch in unsere Vorräte geschlagen ;-)

  • Dieses Jahr gabe es bei uns sehr viele Schlehen und ich habe daher auch einen Schlehenlikör bei mir angesetzt. Ich hatte aber ein klein bisschen anderes Rezept. Das ist mein selbstgemachter Likör http://www.erddrache.de/mein-erster-schlehenlikor/

  • Brigitte Walder

    Hallo, durch Zufall habe ich euer Schlehenrezept entdeckt und sofort ausprobiert. Schmeckt einfach super und viel, viel besser als mein bisher verwendetes Rezept! Jetzt werde ich den Limocelli ausprobieren, Gott sei Dank vermutet der Apotheker bei uns in Tirol nicht sofort einen Bombenbauer, eher wohl einen Alkoholiker ;-)).
    Ich mag zwar keinen Grünkohl, aber ich werde dennoch weitherhin eure Rezepte genauestens studieren, denn ich glaube, ich werde sicher noch oft fündig werden. Auf jeden Fall vielen Dank für die guten Rezepte und ich freue mich schon aufs weitere Ausprobieren. Liebe Grüße aus Tirol, Gitti!

  • Brigitte Walder

    Hallo, nun habe ich auch das Limoncello-Rezept auspobiert. Fazit: es ist kein Tropfen mehr übrig geblieben! Unsere Freunde haben es geschafft bereits am ersten Abend, einem lauen Sommerabend auf unsere Logia, und nachdem die Einwirkzeit endlich angelaufen war, die Flasche wirklich bis auf den letzten Tropfen, mit viel AH…und Ohh… begleitet,zu leeren. Der nächste Ansatz ist bereits im Glas und ich werde mich hüten, das nächste Mal so großzügig zu sein. ;-)Also viele, viele “Daumen hoch” für euch!!!
    Lieber Heiner, vielleicht kannst du uns noch bei einem Problem helfen. Wir haben im vergangenen Jahr ein Pfirsichbäumchen gekauft und in einem großen Topf eingepflanzt. Er hat auch einige Früchte getragen. Obwohl in diesem Jahr herrlich geblüht, hat er keine Früchte mehr getragen, sondern nur sehr viele Blätter. Wir haben ihn geschnitten, vielleicht falsch. Nun haben wir ihn wieder schneiden müssen, da an der Spitze entlang auf einmal ein wie ein Spinnennetz aussehendes Geflecht hing. Ein Spinnennetz war es auf keinen Fall, weil in diesem Gleflecht kleine Tierchen fleißig auf und ab gelaufen sind. Weißt du einen Rat?
    Danke im Voruas und ganz liebe Grüße aus Tirol, Gitti

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