Bremer Klaben

Unser diesjähriger Klaben

Unser diesjähriger Klaben

Klaben ist eine uralte Bremer Spezialität. Wenn man der Wikipedia trauen kann, dann wurden die ersten Klabenbäcker schon 1593 in Dokumenten des Bremer Rates erwähnt. Kein Wunder also, dass in unserer Gegend eine Reihe unterschiedlicher Klabenrezepte kursieren, wobei unser Rezept selbstverständlich das Originalrezept ist. (Soll uns doch erst mal jemand das Gegenteil beweisen)

Rezept: Klaben

Zutaten:

  • 800 Gramm Sultaninen und/oder Korinthen und/oder Rosinen
  • 100 Gramm Zitronat
  • 100 Gramm Orangeat
  • 60 Gramm gehackte Mandeln
  • 0,1 Liter Rum
  • 1 kg Mehl
  • 400 Gramm Butter
  • etwa 0,3 Liter Milch
  • 2 Würfel Hefe
  • 80 Gramm Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • geriebene Schale einer Zitrone
  • 1 Teelöffel frisch gemahlener Kardamom

Zubereitung:

Schon drei oder vier Tage bevor man anfängt den Klaben zu backen, werden die Rosinen in Rum getränkt. Schon hier gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Klaben-Rezepturen. Manche verwenden nur wenige Zentiliter Rum, andere dagegen 0,2 Liter oder sogar mehr. Wir gehen da den gehobenen Mittelweg und verwenden 0,1 Liter Rum. Der Klaben bekommt dadurch dieses typische schwere Aroma, dass ihn deutlich vom Stollen abhebt.

Da Klaben nicht besonders gut aufgeht, verwendet man zwei Würfel Hefe. Diese Hefe wird in der lauwarmen Milch aufgelöst und es wird etwas Zucker und Mehl als Nahrung hinzu gegeben. Nachdem diese Mischung gut 15 Minuten gegangen ist,  wird die Hälfte des Mehls dazu gegeben und ordentlich verrührt. Anschließend gibt man alle anderen Zutaten dazu und knetet den Teig ordentlich durch. Es soll ein gut knetbarer, aber nicht zu feuchter Teig entstehen, der die vielen Zutaten gut zusammen hält.

Nicht zu feuchter Klaben-Teig

Nicht zu feuchter Klaben-Teig

Der Teig soll nun drei Mal für eine halbe Stunde im leicht vorgewärmten Backofen gehen. Zwischendurch wird er jeweils wieder ordentlich geknetet. Vor der letzten Gärphase gibt man den Teig in eine Kastenform. Nachdem er gegangen ist, wird der Ofen eingeschaltet und der Klaben wird bei 180-190 Grad (Umluft) für etwa 50 Minuten gebacken. Wenn der Klaben fertig ist, wird der Ofen ausgestellt und die Tür etwas geöffnet, damit er im Ofen langsam abkühlt. Allerdings sollte man vorher (z.B. mit einem Schaschlik-Spieß) testen, ob der Klaben wirklich ganz durch ist.

Nachdem der Klaben abgekühlt ist, wird er in Alufolie eingewickelt und für mindestens vier Tage an einem kühlen Ort aufbewahrt. Erst dann ist er genussfertig. Ich weiß nicht, ob das nach heutigem Lebensmittelrecht noch zulässig ist, aber nach alter Überlieferung hält sich so ein Klaben mindestens bis Ostern. Keine Ahnung, wieso das bei uns nicht der Fall ist. Spätestens zu Weihnachten ist nämlich bei uns nix mehr da.

Siehe auch:

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Weblinks:

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