Rumtopf

Erdbeeren sind “offiziell” die ersten Früchte, die in einen ordentlichen Rumtopf gehören. Ich persönlich finde Erdbeeren im Rumtopf aber eher nicht so prickelnd. Sie neigen dazu etwas weich zu werden. Deshalb beginnt die Rumtopf-Saison bei uns erst mit den Kirschen.

Unser Rumtopf

Unser Rumtopf

Eigentlich kann man beim Ansetzen eines Romtopfs nicht viel falsch machen. Wenn der verwendete Rum hochprozentig ist und wenn man auch nicht beim Zucker spart, dann besteht eigentlich keine Gefahr, dass der Rumtopf misslingt. Natürlich muss man auch darauf achten, dass nur die allerbesten vollreifen, gesunden und unbeschädigten Früchte ausgewählt werden.

Der Topf sollte einigermaßen gut verschließbar sein. Unser Topf hat leider so eine kleine Ausbuchtung für die Kelle (was ich für eine Fehlkonstruktion halte). Deshalb schneide ich immer so ein rundes Stück aus einem Gefrierbeutel aus und lege sie zwischen Topf und Deckel. Ich möchte nämlich nicht, dass sich im Topf betrunkene Fliegen tummeln.

Wie immer beim Einmachen muss man etwas auf Sauberkeit achten. Bevor wir mit dem Ansetzen des Rumtopfs beginnen, waschen wir den Topf also noch einmal ordentlich mit Spülmittel und anschließend mit viel heißem Wasser aus. Auch beim Abwaschen der Früchte geben wir uns mehr Mühe, als bei denen, die direkt im Mund verschwinden.

Eigentlich soll man immer ein paar Tage warten, bevor die nächste Lage Früchte eingelegt wird. Wir haben diesen Tipp allerdings bisher eher vernachlässigt. Ich weiß deshalb leider nicht, ob der Rumtopf noch besser geschmeckt hätte, wenn wir den Rat beherzigt hätten.

Die Früchte werden entstielt (aber nicht entkernt), gewaschen, abgetrocknet  und dann mit etwa der gleichen Menge Zucker für eine Stunde zur Seite gestellt. Dann kommen die Früchte und der Zucker in den Topf und werden mit Rum (54%) begossen, so dass sie etwa zwei Zentimeter bedeckt sind. Dieser Vorgang wiederholt sich nun, bis der Garten im Spätsommer keine weiteren Füchte mehr her gibt. Bei den späteren Lagen kann die Zuckermenge vielleicht etwas reduziert werden.

Da das Ansetzen eines Rumtopfs eine langwierige Angelegenheit ist, werde ich hier mal Schritt für Schritt dokumentieren, was wir gemacht haben:

12. Juli: 100 Gramm Kirschen

Kirschen für den Rumtopf

Kirschen für den Rumtopf

In diesem Jahr war es etwas schwierig, genug Kirschen für den Rumtopf zusammen zu bekommen. Der Baum hat zwar ganz ordentlich getragen, aber fast alle Früchte hatten kleine Stellen oder waren von Vögeln angepickt.

Die Kirschen wurden entstielt, aber nicht entkernt. Sie wurden gewaschen, abgetrocknet und dann mit der gleichen Menge Zucker übergossen. Nach einer Stunde kamen die Kirschen und der Zucker in den Rumtopf und wurden mit einem 54prozentigen Rum übergossen.

12. Juli: 200 Gramm rote Johannisbeeren

Johannisbeeren

Johannisbeeren

Oje, was habe ich denn da für einen Hintergrund ausgesucht…

Die Johannisbeeren wurden entstielt, gewaschen und abgetrocknet. Zu kleine Johannisbeeren wurden aussortiert. Dann wurden sie mit der gleichen Menge  Zucker übergossen und für eine Stunde zur Seite gestellt. Anschließend kommen Johannisbeeren und Zucker in den Rumtopf und werden mit Rum übergossen. Der Rum soll die Früchte weiterhin immer etwa zwei Zentimeter überdecken.

12. Juli: 250 Gramm rote Stachelbeeren

Stachelbeeren

Stachelbeeren

… ich arbeiten an meinen Hintergründen, versprochen!

Die roten Stachelbeeren sind in diesem Jahr superlecker. Deshalb habe ich etwas mehr davon genommen als eigentlich vorgesehen war.

Wie schon die anderen Früchte, wurden die Stachelbeeren sorgfältig entstiehlt und auch die eingetrockneten Reste der Blüte wurden entfernt. Dann wurden die Beeren gewaschen getrocknet, mit der gleichen Menge Zucker übergossen, eine Stunde zur Seite gestellt und schließlich mit dem Zucker in den Rumtopf gegeben. Zuletzt wurde Rum nachgeschenkt, bis die Früchte wieder zwei Zentimeter bedeckt waren.

6. August: 250 Gramm Heidelbeeren

Heidelbeeren

Heidelbeeren

Die Heidelbeeren werden sorgfältig entstiehlt und gewaschen. Nachdem sie getrocknet sind werden sie mit der halben Menge (125 Gramm) Zucker übergossen und für eine Stunde zur Seite gestellt. Anschließend werden die Früchte mit dem Zucker in den Rumtopf gegeben und es wird Rum nachgeschenkt, bis die Früchte wieder bedeckt sind. Naja, die älteren Früchte schwimmen mittlerweile auf. Es wird also soviel Rum nachgeschnekt, dass alle Früchte wieder frei im Rum herum schwimmen.

Am Boden des Rumtopfes hatte sich etwas Zucker abgesetzt. Deshalb wird das Ganze noch mal schön durchgerührt und anschließend wieder zur Seite gestellt. Langsam wird es schwierig dem Duft zu widerstehen. Es kommt der deutliche Wunsch auf etwas Vanillepudding zu kochen und mit etwas Rumtopf zu vertilgen.

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