Pizza backen: Internationale Pizza-Varianten

Die Wikipedia schreibt: “Pizza ist ein vor dem Backen würzig belegtes Fladenbrot … aus einfachem Hefeteig“. Gegen diese Definition ist erstmal nichts einzuwenden, aber wie das “Fladenbrot” und die Auflage genau aussehen, darüber gibt es unter den Pizza-Liebhabern doch erhebliche regionale Unstimmigkeiten. Eine Pizza in Venedig oder Mailand sieht anders aus als eine Pizza in Palermo. Beide sind wiederum nicht mit einer Pizza in Berlin und schon gar nicht mit einer Pizza in Chicago zu vergleichen. Deshalb hier ein paar Informationen zu den regionalen Unterschieden. Obwohl ich da natürlich meine eigenen Vorlieben habe, versuche mal einigermaßen neutral zu bleiben.

Die neapolitanische Pizza

Der Boden der neapolitanische Pizza ist sehr dünn. Durch die sehr kurze Backzeit bei extrem hohen Temperaturen (bis 500°C) geht der Rand schnell auf und wird dann knusprig und leicht braun, während der Boden weich bleibt. Süditalienische Pizzen werden eher dünn belegt und reichlich mit “italienischen” Kräutern (Basilikum, Oregano) gewürzt. Im Gegensatz zu anderen Regionen sind Käse und Tomaten nicht unbedingt Bestandteil des Belages. (Als die Pizza “erfunden” wurde gab es in Italien noch gar keine Tomaten)

Die norditalienische Pizza

Schon in Rom aber besonders in Norditalien wird die Pizza weiter bis zum Rand belegt, wodurch dieser nicht so stark aufgeht. Die Pizzen werden hier etwas üppiger belegt als in Süditalien und sind nicht so ausgeprägt italienisch gewürzt.

Die amerikanische Pizza

Im Gegensatz zu den italienischen Pizzen ist die amerikanische Pizza nicht dünn und knusprig, sondern dick und locker. Dieses gilt besonders für die sogenannte Chicago Style Pizza, die durch die Pizza-Hut Kette auch bei uns bekannt wurde. Die Manhattan Style Pizza ähnelt dagegen eher der auch in deutschen Pizzerien verbreiteten Pizza mit einem Boden mittlerer Dicke. Amerikanische Pizzen werden immer üppig belegt. Tomaten und Käse sind Pflicht, darüber hinaus ist alles erlaubt (z.B. auch Ananas, Maiskörner, Kidneybohnen oder sogar ein Schnitzel).

Klassische Pizza-Beläge

Neben der klassischen Pizza Margherita, die zu Ehren von König Umberto und seiner Frau Margherita in den italienischen Nationalfarben mit Tomate, Mozzarella und Basilikum belegt wird, haben sich eine Reihe weiterer Varianten durchgesetzt. Alle sind heute in fast jeder Pizzeria der Welt anzutreffen:

  • Pizza Margherita (Tomate, Mozzarella, Basilikum)
  • Pizza Marinara (Tomate, Knoblauch, Oregano)
  • Pizza Napolitana (Tomate, Mozzarella, Anchovis, Oregano)
  • Pizza Quattro Stagioni (Tomate, Mozzarella, Artischockenherzen, Schinken, Pilze, Oliven)
  • Pizza Capricciosa (Tomate, Mozzarella, Anchovis, Oregano, Oliven, Artischockenherzen, Pilze)

Unter den amerikanischen Pizza-Varianten hat es zumindest die Hawaii Pizza mit Kochschinken und Ananas zu weltweitem Ruhm gebracht.

Siehe auch:

2 Kommentare zu Pizza backen: Internationale Pizza-Varianten

  • Heiko

    So und hier ein Kommentar von den “Schlaumeiern” aus Rom:
    - neapolitanische Pizza is im Gegensatz zur roemischen NICHT duenn sondern eher mittel bis dick (note: vielleicht haben die Mafiosi aus Neapel ja die Pizza in den USA populaer gemacht!?)
    - die Pizza ohne Tomatenmark/sosse heisst hier Pizza Bianca
    - Heiner’s Pizza kann leicht mit den lokalen Pizze aus den Elektrooefen mithalten, sie ist ausgezeichnet. Die Teile aus holzbefuerten Steinoefen sind allerdings noch nen anderer Schnack!
    Lasst es euch schmecken!

  • Huch, sind sie süditalienischen Pizzen nicht die mit dem ganz dünnen Boden und den superdicken Blasen in den Rändern? Aber OK, ihr seid die Experten! Werde das nach dem Erntefest noch mal genauer eroiren.

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