Buchteln

Die Pflaumen- und Zwetschenernte war in diesem Jahr recht gut und wir haben natürlich längst ordentlich Pflaumenmus eingekocht. Nun wird es wirklich langsam Zeit, dass wir die Reste des Vorrats vom letzten Jahr verwerten. Deshalb gab es gestern Buchteln mit Vanillesoße.

Um gleich den verwirrten Anfragen unserer norddeutschen Leserschaft zuvor zu kommen – Buchteln sind süße, meist gefüllte Hefeknödel. Als Füllung kann alles Mögliche von Mohn über Quark bis Marmelade verwendet werden. In der Wikipedia steht sogar etwas von ungefüllten Buchteln mit Sauerkraut.

In der österreichisch/böhmischen Variante werden die Buchteln häufig mit Pflaumenmus gefüllt. Und genau das finde ich auch ziemlich lecker.

Rezept: Buchteln

Zutaten

  • 500 Gramm Mehl, zusätzlich etwas Mehl zum Bearbeiten des Teiges
  • 75 Gramm Zucker
  • etwas Salz
  • 100 Gramm Butter, etwas Butter zum Einfetten der Form
  • 0,3 Liter lauwarme Milch
  • zwei Eier
  • ein Hefewürfel
  • 200 Gramm Pflaumenmus
  • etwas Puderzucker

Zubereitung

Die Zutaten (natürlich exklusive Pflaumenmus und Puderzucker) werden in eine Rührschüssel gegeben und zu einem Teig verrührt und verknetet. Gegebenenfalls muss noch etwas Wasser zugegeben werden. Nachdem der Teig ordentlich geknetet wurde, lässt man ihn für dreißig Minuten abgedeckt an einem warmen Ort aufgehen. Anschließend knetet man ihn noch einmal durch und lässt ihn abermals für etwa zwanzig Minuten aufgehen.

Der aufgegangene Teig wird dann noch einmal ordentlich durchgeknetet und schließlich ausgerollt, bis er eine Dicke von etwa einem halben bis dreiviertel Zentimeter hat. Aus dem Teigfladen kann man nun kleine Kreise ausstechen.

Dieses Mal habe ich die Kreise mit einer Suppentasse ausgestanzt, eigentlich fand ich meine alte Methode aber viel einfacher. Da habe ich einfach kleine Klumpen vom Teig abgenommen und einzeln ausgerollt. Die Kreise werden dann eben nicht so schön kreisrund, was aber natürlich völlig Schnuppe ist.

Auf jede der kleinen Teigscheiben wird nun jeweils etwas von dem Pflaumenmus gegeben und die Ränder der Scheibe werden hochgeklappt, sodass eine kleine Tasche entsteht, die den Pflaumenmus umschließt.

Die Teigtaschen werden nun mit der zusammengedrückten Öffnung nach unten in eine eingefettete Auflaufform gelegt und mit der zerlassenen Butter bestrichen. Nachdem die Buchteln noch einmal für eine Viertelstunde aufgegangen sind, kommen sie für ca. 45 Minuten bei 160 Grad (Umluft, sonst vielleicht etwas mehr)  in den Backofen.

Ich weiß nicht, ob es wirklich nötig ist den Backofen vorzuheizen, bei uns schmecken die Buchteln jedenfalls auch, wenn wir den Backofen erst anstellen, wenn wir die Auflaufform in den Ofen stellen.

Die fertigen Buchteln werden mit Puderzucker bestreut und werden dann in der Auflaufform serviert. Richtig super schmecken sie, wenn man sie mit viel Vanillesoße isst.

Siehe auch:

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Weblinks:

2 Kommentare zu Buchteln

  • Boah, das ist gemein;-) Schau ich ahnungslos hier rein und lese von einem meiner Lieblingsessen aus der Küche meiner Mutter. Jetzt läuft mir das Wasser im Mund zusammen!
    Liebe Grüße, Margit

    • Ja, die Dinger sind echt klasse! Leider kommen wir viel zu selten dazu sie mal zu machen.

      Hier bei uns im Norden sind die Rezepte ja irgendwie immer etwas “einfacher” als im Süden, aber hier gab es auch so etwas ähnliches als wir Kinder waren, nämlich “Hoher Kuchen” oder auch “Hoher Stuten”. Leider finde ich dazu im Internet absolut gar nix. Das war ein süßer Hefeteig-Stuten von dem man sich Stücke abschnitt und mit warmer Vanillesoße vertilgte – ebenfalls total lecker.

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