Selbst gemachtes Suppengewürz

Ich habe hier schon des Öfteren in Rezepten unser selbst gemachtes Suppengewürz erwähnt. Nur das Rezept für unser Suppengewürz war hier bisher nirgends zu finden.

Rezept: Suppengewürz

Suppengewürz

Eine Jahresration Suppengewürz

Zutaten:

  • 4 Möhren
  • 1 Sellerie
  • 1 Blumenkohl
  • 1 Wurzelpetersillie
  • 1 Kohlrabi
  • 2 Poreestangen
  • Salz

Die Zutaten sind nur ein Anhaltspunkt, da kann (und sollte) man durchaus variieren. Allerdings würde ich dringend davon abraten, Glutamat oder Hefeextrakt dazu zu geben – Natrium-Glutamat ist ein zugelassener Zusatzstoff in Futtermitteln, der dazu führt, dass der Appetit gesteigert wird und dass man über die Sättigung hinaus weiter (fr)isst. Kurz gesagt, man wird fett davon!

Zubereitung:

Das Gemüse wird fein gerieben (aber nicht im Mixer zermatscht!). Anschließend wird es gründlich mit dem Salz vermischt. Wir nehmen etwa einen Teil Salz auf zwei Teile Gemüse. Dann füllt man das Suppengewürz in ein Glas und stampft es etwas an. Obendrauf kommt ein Esslöffel Olivenöl – fertig.

Wir machen einmal im Jahr zwei Gläser von diesem Suppengewürz. Eins kommt in den Abstellraum, das andere zur sofortigen Verwendung in den Kühlschrank. Die beiden Gläser reichen dann meist genau bis zur nächsten Suppengewürz-Aktion im Herbst. Ich kann leider nicht sagen, welche “offizielle” Haltbarkeit man für so ein selbst gemachtes Suppengewürz angeben kann, aber interessanterweise hält sich die Farbe der Zutaten unverändert über das ganze Jahr. Meine Vermutung geht dahin, dass es mehrere Jahrhunderte haltbar ist.

Bei der Verwendung muss man etwas aufpassen, dass man nicht in den Verdacht gerät frisch verliebt zu sein. Das Suppengewürz ist natürlich sehr salzig, man darf also nicht zu viel davon nehmen. Wir verwenden es vor Allem zum Würzen von Soßen und Suppen und immer dann, wenn das Rezept eine Gemüsebrühe vor sieht. Es ist übrigens mit ein paar Buchstabennudeln auch bestens als Ersatz für die Knaggi-Fertignudelsuppe geeignet.

Und ganz zuletzt verweile ich noch kurz in stillem Gedenken an unsere Küchenmaschine. Offenbar habe ich beim Reiben des Gemüses ihre Rutschkupplung geschrottet…

10 Kommentare zu Selbst gemachtes Suppengewürz

  • Hallo,
    das nenn ich ja mal eine gute Idee. Wir kochen auch viel mit Kräutern. Das Rezept werde ich unbedingt probieren.
    Gruß Lutz

  • Danke für das Rezept!
    Ich versuche auch so viel wie möglich ohne dieses Teufelszeug Glutamat zu kochen.
    LG
    NINON

  • So ähnlich mache ich das auch immer, allerdings noch mit zusätzlichen Kräutern, was sich halt grade so finden lässt. Nur das Olivenöl oben drauf lasse ich immer weg.
    Zur Haltbarkeit: Ich habe mal ein kleines Glas zu Testzwecken beiseite gestellt und nach vier Jahren geöffnet. Einen Unterschied zum frisch gemachten Suppengewürz konnte ich nicht feststellen.
    Liebe Grüße, Margit

    • Ich weiß nicht genau, ob das Olivenöl überhaupt etwas bringt (es stört aber auch nicht). Wir geben es drauf, damit die oberste Gemüseschicht nicht austrocknet. Bei dem bisschen Luft, die da noch unter dem Deckel vorhanden ist, würde es aber wohl sowieso nicht austrocknen.

  • Helga

    Also das werde ich doch gleich mal nachmachen!
    Ich hasse auch alle Halbfertig-Produkte, schrecklich, was uns da alles an Chemie untergejubelt wird!!
    Einen Teil meiner frischen Kräuter konserviere ich auch so.
    Meist nehme ich aber ein gutes Pflanzenöl mit neutralem Geschmack, da Olivenöl nicht zu allen Gerichten passt.

  • Gabi.G.

    Super Tipp,
    Nach der ARD-Themenwoche schau ich jetzt auch immer genauer auf die Verpackungen im Supermarkt. Und leider haben sogar die Bio-Brühwürfel aus dem Ökoladen Zusatzstoffe.

    Werde das die Tage gleich ausprobieren :)

    Dankeschön für das Rezept!

  • Hi, da kommen ja richtig nostalgische Gefühle bei mir auf. Hab meiner Großmutter damals immer bei einer ähnlichen Rezeptur geholfen. Werd eures gleich morgen mal ausprobieren. Schöner Beitrag, weiter so :)

  • Klasse Rezept, bin auch ein Suppen-Fan und werde dein rezept mal testen.

    Vielen lieben Dank…

    LG
    Friedel

  • Frida

    Super Rezept, das geht mal in die richtige Richtung, freue mich ja wenn Menschen wieder frisch kochen und sachen selber machen statt immer nur Maggi konsumieren :)

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