Hühner gegen die Newcastle-Krankheit impfen

Die Geflügelpest-Verordnung schreibt vor, dass Hühner regelmäßig gegen die Newcastle Krankheit (Atypische Geflügelpest) geimpft werden müssen. So funktioniert das Impfen der Hühner in der Praxis.

Mir ist natürlich klar, dass sich die allgemeine Impfmüdigkeit nicht nur auf gefährliche Ansteckungskrankheiten bei Menschen beschränkt. Der Wunsch auch kleine Bestände impfen zu wollen löst in den einschlägigen Hühner-Foren regelmäßig verbreitetes Kopfschütteln aus.

Mir ist solches Kopfschütteln ehrlich gesagt ziemlich schnurtz. Ich möchte nämlich nicht dafür verantwortlich sein, wenn unsere Hennen irgendwann durch eine Infektionskrankheit dahin gerafft werden. Auch der Gedanke an die darauf folgenden weiträumigen Quarantänemaßnahmen und mögliche Bußgelder und Schadensersatzforderungen behagen mir eher weniger.

Hühner über das Trinkwasser impfen

Hühner über das Trinkwasser impfen

Im Prinzip ist die Impfung der Hühner relativ simpel. Sie erfolgt einfach über das Trinkwasser. Allerdings muss die Impfung vierteljährlich wiederholt werden und das Mittel kostet satte 20 Euro. Für unsere zehn Hennen und den Hahn wäre das ganz schön happig.

So ein Fläschchen mit Impfflüssigkeit reicht für 1000 Tiere. (Kleinere Einheiten sind nach Aussage unseres Tierarztes nicht zu bekommen). Deshalb ist es sinnvoll sich bei der Impfung mit anderen Hühnerhaltern zusammen zu tun. Teilweise werden Gemeinschafts-Impfungen von den Tierärzten organisiert; hier bei uns im Dorf macht das ein engagierter Hobby-Gefügelzüchter. (Herzlichen Dank Karl-Heinz!) Ein Anruf beim einem lokalen Geflügelzüchter-Verein bringt sicher Klarheit.

Gut, zunächst wird das Mittel nach den Angaben im Beipackzettel mit sauberem Trinkwasser verdünnt. Natürlich müssen alle Gefäße (auch die Tränke) vorher gründlich gesäubert werden.

Damit alle Tiere die Impfflüssigkeit auch tatsächlich aufnehmen, dürfen nur gesunde Tiere geimpft werden. Etwa zwei Stunden vor der Impfung entzieht man den Hühnern das Trinkwasser, damit sie etwas Durst bekommen. Trotzdem muss bei der Impfung dann aber darauf geachtet werden, dass wirklich alle Tiere trinken. Unsere elf Hühner haben den guten halben Liter Impfflüssigkeit innerhalb einer knappen Stunde vollständig weggeputzt.

Insgesamt hat uns die Aktion exaktgenau 3,50 Euro gekostet. Die Kosten oder der Aufwand sind also wirklich kein plausibler Grund auf die Impfung zu verzichten. Ob man aufgrund der etwas wirren Argumente kategorischer Impfgegner auf die Impfung verzichtet, mag jeder für sich selbst abwägen.

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